Kreisgruppe Hildesheim

Stadtnatur/ Wanderbaumallee

Das scheint ein Gegensatz zu sein: Dichte Bebauung, versiegelte Flächen, Straßenverkehr und Lärm – wo bleibt da noch Platz für die Natur? Und dennoch beherbergen Städte einen unerwartet großen Reichtum an Tieren und Pflanzen. Selbst in dicht bebauten Innenstädten leben zahlreiche „angepasste“ Arten wie Fledermäuse, Schwalben, Mauersegler und Falken. Sogar Wanderfalke und Uhu haben Brutquartiere in Hildesheimer Kirchtürmen bezogen. Vor allem die kleinen und großen Grüninseln, Gärten und Parkanlagen bieten vielen Arten Lebensraum. Und was die Pflanzenwelt betrifft: Die botanischen Kartierungen zur „Flora von Hildesheim“ (Müller 2001) und nachfolgende Erfassungen ergaben 1.053 Arten. Die höchste Artenzahl lag in einem zentralen Quadratfeld mit Bebauung, Gärten, Park, Friedhof und Bahngelände.

Wanderbaumallee erreicht ihr Winterquartier

16.12.2023

Zelt mit den Wanderbaumelementen Zelt mit den Wanderbaumelementen  (M. Köhler)

Geschafft! Die Wanderbaumallee ist nach einer langen Saison im Winterquartier angekommen. Heute gab es einen letzten Demozug vom Angoulêmeplatz in den Godehardsgarten, wo wir gestern bereits ein Zelt aufgebaut hatten, in dem WBA-Elemente den Winter geschützt überstehen können. Die Bäume selbst wurden aus den Elementen gehoben und in einen vorbereiteten Erdeinschlag umgesetzt. Großen Dank Allen, die heute und gestern wieder mit angepackt haben, und Allen, die zum Gelingen der Saison beigetragen haben. Ein besonderer Dank gebührt dem Team des Godehardgartens um Barbara Herrmanns und den Kirchenvorstand, für die tatkräftige Unterstützung, den herzlichen Empfang im Garten und nicht zuletzt dafür, dass sie uns diesen schönen Platz als Winterquartier zur Verfügung stellen.

Jetzt kann der Winter kommen! Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, in dem die Wanderbäume wieder rollen und viele Stadtteile verschönern werden.


Die Wanderbaumallee zieht in die Nordstadt

16.9.2023

Umzug der Wanderbaumallee am 16.9.2023 Umzug der Wanderbaumallee am 16.9.2023  (M. Köhler)

Am Samstag dem 16.9. wanderte die Wanderbaumallee erstmals in die Nordstadt an den Bischofskamp.

Die inzwischen stadtbekannten fünf mit Bäumen und Blumen bepflanzten rollenden Sitzelemente, die Mitglieder der Hildesheimer Ortsgruppe der Architects4Future entworfen und gebaut haben, werden dann für vier Wochen im südlichen Straßenabschnitt ein Ensemble bilden. (Mehr zum Bau und Hintergrund der Wanderbaumelemente gibt es hier.)

Hier, zwischen Steuerwalder Str. und Rudolf-Diesel-Str. – bislang eine baum- und strauchlose, ausladend asphaltierte und von abgestellten Kfz dominierte Fläche – entsteht auf Initiative von Anwohnenden eine kleine grüne Oase, mit der eine Idee von Lebensqualität und eine Möglichkeit zum Verweilen an diesem Ort einkehren sollen.


Die Hildesheimer Wanderbaumalle ist "nach Hause" an den Moritzberg zurückgekehrt.

18.8.2023

Begleitende Demonstration des Wanderbaumumzugs Begleitende Demonstration des Wanderbaumumzugs  (M. Köhler)

In der Bergstraße standen im letzten Jahr die ersten Hildesheimer Wanderbaumelemente, damals von den Moritzbergern selbst aus Paletten zusammengebaut und mit Bäumen und Blumen aus dem Garten bepflanzt.

Aktuell sind die von den Architects for Future gebauten neuen Wanderbaummodule in einem kleinen Demozug von der Dammstraße in die Bergstraße umgezogen. Vorweg ein Transparent mit der Forderung "Mehr Bäume in die Stadt". Bei den schweißtreibenden Temperaturen hätten mehr Schattenspender tatsächlich gut getan. Obwohl eine der Rollen kurz nach dem Start auf dem holprigen Boden brach, gelangten alle 5 Elemente sicher in die Bergstraße, wo sie von den Moritzbergern freudig in Empfang genommen wurden.

Die Bäume und Sitzgelegenheiten werden eine der Attraktionen beim Bergfest am 26. August sein. Auch der BUND wird dort wieder mit einem Infostand vertreten sein.


Wanderbäume wandern weiter – und stehen jetzt in der Dammstraße!

18.07.2023

Wanderbaumallee Wanderbaumallee

Gerade noch war die Hildesheimer Wanderbaumallee zu Gast in der Luisenstraße, jetzt ist sie weitergewandert in die Dammstraße. Sehr zum Bedauern der Oststädter.

Wie Gabriele Maresch aus der Luisenstraße bei der Verabschiedung der Wanderbäume berichtete, haben die dortigen Anwohner Gefallen an den Wanderbäumen gefunden: Die Sitzgelegenheiten unter den Bäumen wurden gern genutzt und auch die verkehrsberuhigende Wirkung sei eingetreten. Das hörten die unter dem Dach der BUND Kreisgruppe zusammengeschlossenen Initiatoren der Aktion gern.

Die Hildesheimer Architects4Future hatten die mit Bäumen und Blumen bepflanzten rollenden Sitzelemente gebaut, um mehr Grün und einen Platz zum Klönen mit den Nachbarn in die Straßen zu bringen. Nach dem problemlosen Umzug der Wanderbäume über Schuhstraße und Pfaffenstieg geschieht das nun für 4 Wochen bis zum 15. August im derzeit gesperrten Abschnitt der Dammstraße. Kunden von Eisdiele und Bistro, oder Besucher der Arztpraxis können sich auf den Wanderbaumelementen ausruhen und sich dabei ausmalen, wie schön es wäre, wenn gerade in diesem Teil der Dammstraße mehr Platz für Grün, Fußgänger und Radfahrer und etwas weniger Raum für den Autoverkehr wäre.

Yannik Kolmer, stellvertretender Ortsbürgermeister des Stadtteils Stadtmitte/Neustadt begrüßte die Wanderbaumalle zurück in „seinem“ Stadtteil und tat das auch im Namen des Ortsbürgermeisters Tobias Eckhardt, der dienstlich verhindert war, sich zuvor aber sehr dafür eingesetzt hatte, dass die Wanderbaumallee nach jeweils einem Monat Aufenthalt in Neustadt und Oststadt nun in der Dammstraße für mehr Aufenthaltsqualität sorgen wird. 

Die Aktion „Wanderbaumallee Hildesheim 2023“ wird u.a. von mehreren Ortsräten der Stadt Hildesheim, Greenpeace, dem VCD Hildesheim, dem Verein Kultur und Geschichte vom Berge, der Initiative Neustadt und der Bürgerstiftung unterstützt. Alle Arbeiten werden von den Beteiligten ehrenamtlich und unentgeltlich geleistet.

Und hier gibt es den Link zum Flyer.


Gelungener Start der Hildesheimer Wanderbaumallee 2023!

18.5.2023

Wanderbaummodul wird bepflanzt Wanderbaummodul wird bepflanzt  (M. Köhler)

Die Wanderbaumelemente sind (fast) fertig und stehen in der Neustadt.

Die Architects4Future haben geliefert! Nach mehr als 2 Wochen harter Arbeit, davon zuletzt 3 Tage in einer mobilen Werkstatt auf der „Lilie“, sind 2 kleine und 2 große Wanderbaumelemente fertiggestellt.

Was sind Wanderbäume?
Es handelt sich hierbei um Pflanzkübel mit Bäumen und Blumen. Sie werden so umgebaut, dass sie rollend von Stadtteil zu Stadtteil „wandern“ können. Die Pflanzen sind von Sitzgelegenheiten umgeben, die dazu einladen, sich hier mit Nachbar*innen und Freund*innen zu treffen und zu erleben, wie es wäre, wenn es in der Nachbarschaft mehr grüne Oasen geben würde.

Holz von heimischer Lärche wurde passgenau zurechtgesägt und  Stück für Stück entsprechend den eigenen Entwürfen zusammengeschraubt. Die großen Elemente bieten Platz für 4 „Wanderbäume“ und für bis zu 6 Personen auf den breiten Bänken. In den kleineren Elementen steht 1 Baum neben einer Bank mit bepflanzter Rückenlehne. (Hier geht es zu dem Bericht vom 6.5.2023: "Architects4Future bauen Wanderbaumelemente während der Mobilitätsmeile")

Für die Bepflanzung haben wir Bäume ausgewählt, die mit Hitze und Trockenheit in der Stadt zurechtkommen sollten, nämlich Feldahorn und schwedische Mehlbeere, ergänzt um 3 dekorative Apfelbäume, die sogar noch blühten, als sie, rechtzeitig zum Fertigstellungs- und Pressetermin, in die Elemente gehoben wurden.

Vertreter der Initiative Neustadt waren auf die Lilie gekommen, um die Wanderbäume persönlich in Empfang zu nehmen und zu ihren Stellplätzen an der Lambertikirche und an der Kreuzung Goschenstraße / Annenstraße zu schieben. Das gelang, nach anfänglichen Schwierigkeiten, problemlos mit Hilfe der großen Rollen, die die Architects unter die Elemente geschraubt hatten.

Die Wanderbäume werden nun für 4 Wochen in der Neustadt stehen und wurden dort sofort gut angenommen. Mitte Juni wandern sie dann weiter in die Luisenstraße. Dort werden sie im Straßenraum stehen und damit ihre eigentliche Mission erfüllen, nämlich Verkehrsraum in Lebensraum zu verwandeln. Bis dahin kümmern sich die Mitglieder der Initiative Neustadt um die Bäume. Sie sind derzeit noch provisorisch in die Elemente gestellt und müssen noch in größere Pflanzgefäße umgetopft werden. Das soll in der kommenden Woche geschehen.

Der Start der Hildesheimer Wanderbaumalle ist gelungen! Wir bedanken uns bei Allen, die dazu beigetragen haben, besonders bei den Architects4Future für den Bau der großartigen Wanderbaummodule.

Zum Hintergrund:

Eine Wanderbaumallee verwandelt Straßen und Plätze für einige Wochen in grüne Alleen. Die Wanderbäume erhöhen die Aufenthaltsqualität und verbessern das Stadtklima. Die Aktion „Wanderbaumallee Hildesheim 2023“ wird von einer stadtweiten Initiative unter dem Dach des BUND  getragen.

Entwurf und Realisation der Elemente liegt in der Hand der Ortsgruppe von Architects4Future.

Unterstützt wird das Projekt in Hildesheim derzeit u.a. von der Stadt Hildesheim, Greenpeace, dem VCD Hildesheim, der Initiative Neustadt und mehreren Ortsräten. Alle Arbeiten werden von den Beteiligten ehrenamtlich und unentgeltlich geleistet.

Auch ein Flyer wurde entworfen, der hier angesehen werden kann.

Wir freuen uns über Spenden zur Deckung der Kosten Für Bäume, Material, Erde, usw. : Unser Spendenkonto: BUND Landesverband Niedersachsen e.V. Kreisgruppe Hildesheim, IBAN DE86 2595 0130 0050 7221 89 bei der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine, Verwendungszweck "Wanderbaumallee"


BUND und Kanuten sammeln Müll an und auf Hildesheimer Gewässern

4.3.2023

Gruppenfoto nach getaner Arbeit Gruppenfoto nach getaner Arbeit  (M. Friebe)

Natur und Umweltschützer der Kanu- und Segelgilde Hildesheim und des BUND beteiligten sich zu Wasser und zu Lande an der Frühjahrsputzaktion der Stadt.

Unglaublich was rund um den Hohnsensee, an Innerste und Mühlengraben an Müll zu finden war, obwohl die Paddler bei ihren Touren stets fleißig Abfälle aufsammeln, um ihr Heimatrevier sauber zu halten.  Mit schwer beladenem Kajak kam Marion Friebe von einem Abstecher in den Mühlengraben zurück. Sie hatte nicht nur einen Monitor aus dem Wasser gezogen, sondern auch eine gewaltige „Seeschlange“ aus dicken, schwarzen Kabelresten. Die waren offenbar im Wasser gelandet, nachdem das wertvolle Innenleben aus Kupfer herausgeschnitten worden war.

Gemeinsam mit dem übrigen gesammelten Müll landete die Schlange in blauen Säcken, die von eifrigen Lastenradfahrern zur Lilie geschafft wurden und dort den Einsatz für die Müllwette erhöhten.


Wanderbaumallee in der Bergstraße war nachweislich ein Erfolg

Wanderbaumallee Wanderbaumallee  (M. Köhler)

Im September verwandelte sich die Moritzberger Bergstraße in eine „Allee“ aus Wanderbäumen. Eine Initiative überwiegend aus Anwohnern der Straße hatte dort nach dem Vorbild der Wanderbaumalleen in Städten wie München, Stuttgart und Hannover Pflanz- und Sitzelemente aufgestellt, um die Straße als Lebensraum aufzuwerten. Wir unterstützten diese Aktion und waren zur Eröffnung der Wanderbaumallee mit einem Infostand auf dem Bergfest am 3. September präsent.

Dass es den Moritzberger tatsächlich gelungen ist, ihre Straße als Lebensraum zurückzugewinnen, indem sie Parkplätze durch Bäume und Blumen ersetzten, konnten sie nun selbst durch eine Umfrage eindrucksvoll belegen. 83 % der Teilnehmer stimmten darin der Aussage zu: „Alles in allem war für mich die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Zeit der Wanderbaumallee in der unteren Bergstraße verbessert.“ Weitere bemerkenswerte Ergebnisse der Befragung sind in der ausführlichen Presseinformation der Moritzberger Initiative zu entnehmen. Weiterhin kann hier auch der vollständige Bericht über sämtliche Ergebnisse der Umfrage eingesehen und heruntergeladen werden.

Wir freuen uns mit den Moritzberger über den nicht nur gefühlten, sondern nun auch nachgewiesenen Erfolg ihrer Aktion, der nicht zuletzt auch darin zum Ausdruck kommt, dass 89 % der Befragten eine Wiederholung der Aktion befürworten.


Mitwirkung der BUND Kreisgruppe am ISEK Prozess der Stadt Hildesheim

15.9.2022

Die Stadt Hildesheim arbeitet seit Oktober 2021 an einem Integrierten Städtischen EntwicklungsKonzept (ISEK) unter dem Motto "Meine Innenstadt". Am 15.09.22 fand eine Zukunftswerkstatt mit Beteilung zahlreicher Hildesheimer Bürger statt. Es bestand im Vorfeld für jeden Bürger die Möglichkeit, sich für diesen Workshop anzumelden und die bereits bestehenden Projekte zu sichten, zu bewerten und eigene Projektideen beizutragen. Von unserer Kreisgruppe waren zwei Vertreter beteiligt.

Während der zweistündigen Veranstaltung konnten insgesamt vier Gruppen zu je ca. 6 Personen die vorgeschlagenen Projekte diskutieren und dann in eine Reihenfolge gemäß ihrer Wichtigkeit bringen. Dabei ist zu unterscheiden zwischen konkreten Projekten [KP] (z.B. Aufwertung Andreasplatz) und übergeordneten Themen [ÜT] (z.B. Öffentlichkeitsarbeit). Für uns als BUND Aktive waren folgende Themen von speziellem Interesse, wobei die hier vorgestellte Liste keine Prioritäten vorgibt:

  • Dachgestaltung am Beispiel der Arnekengalerie [KP]
  • Massnahmen für mehr Wasser in der Innenstadt [KP]
  • Mehr Grün und Wasser (ÜT)
  • Klimaquartier "Bahnhof West" [KP]
  • Umgestaltung und Aufwertung der "Spangen" [KP]
  • Aufwertung Park "Marienfriedhof" [KP]
  • Umgestaltung "Achse Osterstr./Scheelenstraße" [KP]
  • Pflanz- und Begrünungselemente  [KP]
  • Nachverdichtung [ÜT]
  • Klimafreundliches Mobilitätskonzept Innenstadt [ÜT]
  • Klimaanpassungskonzept Innenstadt [ÜT]
  • Integriertes Management "Stadtumbau und Klimaanpassung" [ÜT]

In unseren Arbeitsgruppen war es gar nicht so schwer, die uns wichtigen Themen Klimaschutz, Klimaanpassung, Stadtgrün aber auch Belebung und Teilhabe weiter nach oben zu schieben. Man erkennt unschwer die Fülle an Punkten, die Berührungspunkte mit unserer Arbeit bieten und wir würden uns sehr über interessierte BUNDler freuen, die an oben genannten Punkten mitarbeiten möchten!

Die Planungsgruppe und auch die anwesenden städtischen Planer mit der Stadtbaurätin an der Spitze versicherten, dass die im Workshop erarbeitete Priorisierung bei den weiteren Arbeiten berücksichtigt werden. Letztendlich wird der Stadtrat dann die wichtigsten Projekte zur Abstimmung und somit zur Ausführung bringen.

Unser Fazit
Insgesamt liegt Hildesheim mit den oben genannten Punkten zumindest was die Richtung betrifft auf einem guten Weg. Es ist unbestritten, dass ein nachhaltiges und klimafreundliches Mobilitätskonzept eine der zentralen Voraussetzung für eine lebenswerte Innenstadt darstellt. Des Weiteren müssen die Risiken des Klimawandels bereits bei der Planung und Ausführung städtischer Projekte berücksichtigt werden. und nicht zuletzt muss in der täglichen Arbeit der Nachhaltigkeitsgedanke und die Energieeffizizienz stärker im Fokus stehen als bisher. Genau diese Aspekte motivieren uns dazu, bei ISEK im Rahmen unserer Möglichkeiten mitzuwirken.

Links mit weiteren Informationen, u.a. einem Zeitplan und den Ergebnissen der Anfang des Jahres durchgeführten Umfrage, an der sich etwas mehr als 1000 Bürger beteiligten, sind unter folgendem Link zu finden.


Verkauf des Grundstücks am PvH – Update

Park am PvH Park am PvH  (M. Köhler (Bearbeitung M. Reich))

Im März diesen Jahres hatte der BUND Hildesheim ein Schreiben an die Mitglieder des Rats der Stadt Hildesheim verschickt, worin wir sie aufforderten, dem Verkauf des Grundstücks am PvH nicht zuzustimmen und eine weitere inhaltliche Debatte zu führen.

Dem zum Trotz hat der Rat dem Verkauf des Grundstückes grundsätzlich zugestimmt. Nun rückt der Zeitpunkt näher, wo Nägel mit Köpfen gemacht und der Verkauf und die Bebauung über den Bauträger Hanseatic unter Dach und Fach gebracht werden soll. Das alles ist für die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 14.09.2022 um 17:30 im Rathaus geplant.

Der BUND Hildesheim möchte dies nicht einfach hinnehmen und kooperiert dazu mit der Initiative „Buche bleibt“ und Extinction Rebellion, die im Vorfeld am 03.09.2022 um 11:30 zu einer Kundgebung mit Swarming am PvH einladen.

Lasst uns gemeinsam dabei sein, die öffentliche Wahrnehmung auf den notwendigen Beitrag Hildesheims zur Bewältigung der allgemeinen Klimakrise zu lenken!

Als nächster wichtiger Termin steht am 14.09.2022 um 16:00 eine Kundgebung auf dem Marktplatz an, wo der Stadtentwicklungsausschuss über das weitere Vorgehen entscheiden soll.

Unser Ziel ist es zu erreichen, dass die Entscheidung auf einen späteren Zeitpunkt verlegt wird und diese nicht zu fällen, bevor ein schlüssiges und nachhaltiges Grünflächenkonzept für Hildesheim zumindest vorliegt.

Willst du deine Stimme abgeben für eine Petition zur Initiative „Buche bleibt“ und der Bewahrung der
Grünfläche am PvH? Auf "Open Petition" kannst du dies unter diesem Link tun.

P.S. Abends fliegen hier sogar Fledermäuse. Hier hört man den Ortungsruf der Fledermäuse auf Insektenjagd unter der Buche. Aufgenommen und wiedergegeben mit dem Bat-Detektor am Montagabend, 29.8.2022 von M. Köhler.


Stadt Hildesheim wirtschaftet pestizidfrei

02.09.2022

Die Stadt Hildesheim wurde nun Dank ihrer bereits in den Jahren 2018 und 2019 getroffenen Beschlüsse in die BUND Liste Pestizidfreier Kommunen aufgenommen.

Die Beschlüsse der Stadt untersagen die Nutzung von Pestiziden auf stadteigenen Grundstücken (Grünanlagen, Straßenränder, etc.) und insbesondere bei der Grünflächenpflege. Zwischenzeitlich war ihr Einsatz nur auf Sonderflächen ausnahmsweise erlaubt.
Mittlerweile kommen Pestizide gar nicht mehr zum Einsatz und die Arbeitsabläufe wurden auf eine Unkrautbeseitigung durch Infrarot umgestellt. Darüber hinaus sollte sowohl bei Neuvermietungen und -verpachtungen als auch bei der Verlängerung auslaufender Miet- bzw. Pachtverträge der Glyphosatverzicht vertraglich abgesichert sein.

Mit dieser sehr erfreulichen Entwicklung befindet sich die Stadt auf dem richtigen Weg, der sich aber speziell in Richtung Insektenschutz noch weiter ausbauen läßt. Vorschläge, wie das gehen kann, bietet der BUND unter diesem Link an.


BUND auf dem Bergfest

Wanderbaumallee auf dem Moritzberg

BUND-Infostand beim Bergfest BUND-Infostand beim Bergfest  (M. Köhler)

Erstmalig war die BUND Kreisgruppe mit einem Infostand auf dem traditionsreichen Bergfest auf dem Moritzberg vertreten. Anlass war die Wanderbaumallee, die auf dem Bergfest eröffnet wurde und  nun für 4 Wochen die Bergstraße verschönert. Wanderbäume, die für eine begrenzte Zeit aufgestellt werden, um für mehr kühlendes Grün und eine höhere Aufenthaltsqualität zu sorgen, haben schon in vielen Städten den Straßenraum neu belebt.

Eine Gruppe Moritzberger*innen hat diese Idee aufgegriffen und in der Bergstraße Pflanzkübel mit Bäumen und Blumen, umgeben von Sitzgelegenheiten aufgestellt und so die erste Hildesheimer Wanderbaumallee geschaffen. Die BUND Kreisgruppe Hildesheim kooperiert mit den Moritzbergern vom Verein "Geschichte und Kultur vom Berge" bei dieser Aktion. Bei der Eröffnung der Allee haben wir für mehr und artenreicheres öffentliches und privates Grün geworben und an unserem Stand Tipps zum insektenfreundlichen Gärtnern gegeben. Denn Hildesheim braucht mehr Grün! In Zeiten des Klimawandels - mit steigenden Temperaturen besonders in der Innenstadt - werden eher Grünflächen als Parkplätze gebraucht. Die Wanderbaumallee zeigt, dass der Straßenraum zugunsten von mehr Grün, Radfahrern und Fußgängern umverteilt und als Lebensraum zurückgewonnen werden kann.

Wir hoffen mit den Moritzbergern, dass aus dem temporären, mobilen Grün eine dauerhafte Begrünung der Bergstraße wird. Dies könnte der Auftakt für weitere Wanderbaumalleen in anderen Hildesheimer Stadteilen sein. VCD, BUND und weitere im Netzwerk „Öko, fair und mehr“ zusammengeschlossene Organisationen haben sich vorgenommen, solche Projekte zu unterstützen.


Haubenlerche

Haubenlerche Haubenlerche  (R. Beckerschmidt)

Vor drei Wochen haben zwei aus unserer Gruppe mal wieder eine Haubenlerche auf dem Gelände vor Realkauf gesichtet. Wir waren gerade auf dem Weg zur Pflanzaktion in Gronau und haben noch kurz etwas beim Baumarkt holen müssen.

Dieses Gelände ist eines der wenigen, auf welchem die Haubenlerche in Hildesheim noch vorkommt.

Deswegen soll hier nochmal auf die Aktion der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hildesheim hingewiesen werden. Auf ihrer Internetseite kann man ein Faltblatt downloaden auf welchem verschiedene Schutzmaßnahmen für den inzwischen sehr selten gewordenen Vogel genannt werden.