Willkommen bei der BUND Kreisgruppe Hildesheim!

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Kreisgruppe Hildesheim

Willkommen bei der BUND Kreisgruppe Hildesheim!

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) setzt sich für den Schutz unserer Natur und Umwelt ein, damit die Erde für alle, die auf ihr leben, bewohnbar bleibt. Die BUND Kreisgruppe Hildesheim setzt sich ehrenamtlich für Natur- und Umweltschutz „vor der Haustür“ also in Stadt und Landkreis Hildesheim ein. Wir machen sowohl aktive Naturschutzarbeit (Pflege und Neuanlage von Biotopen wie z.B. Streuobstwiesen, Halbtrockenrasen, Feuchtgebiete), als auch kommunale Umweltpolitik In unserer Öffentlichkeitsarbeit zeigen wir auf geführten Wanderungen oder Radtouren die Schönheit der Natur vor unserer Haustür. Interessierte Bürger, passive Mitglieder und aktive Umweltschützer sind gleichermaßen bei uns willkommen. Kommen Sie einfach bei uns vorbei, schreiben eine Mail oder stöbern vorerst auf unserer Seite!

Die neue Homepage ist jetzt online! Noch nicht all unsere Seiten sind vollständig, aber wir arbeiten dran.


Hier ist das aktuelle Programm für die erste Jahreshälfte von 2020 zum Download.


Kampagne für mehr Wasserschutz

Das Wasser braucht uns!

Aktuell führen wir eine Kampagne zum Thema "Das Wasser braucht uns".

Sie können uns bei dieser Kampagne mit einer Spende helfen:

BUND Landesverband Niedersachsen Kreisgruppe Hildesheim,

IBAN: DE86 2595 0130 0050 7221 89 bei der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine.

Verwendungszweck: Spende SALZ

Weiteres zum Thema "Wasser" finden Sie HIER.


Arbeiten auf der Schwarzen Heide

16. Mai 2020

Arbeitseinsatz Schwarze Heide Arbeitseinsatz Schwarze Heide  (M. Köhler)

Auf der Schwarzen Heide bei Barienrode hat sich gestern vormittag etwas getan. Unter Berücksichtigung der Abstandsregeln - die Heide ist glücklicherweise doch recht groß - haben sich einige von uns getroffen und Pappel- und Birkenschösslinge entfernt um der Heide wieder Luft und Licht zu geben.

Wir haben einiges geschafft, aber da wir nur mit einer kleinen Anzahl an Freiwilligen zugegen waren, bleibt für die Zukunft noch einiges zu tun.


 

Mitmachaktion: Senioren erinnern sich an die Natur ihrer Jugendzeit

Biene Biene  (U. Germer)

Liebe Senioren,

wie war das in Ihrer Jugend, wenn sie in Hof und Garten oder in Wald und Feld im Spiel oder während der Arbeit mit allem in Berührung kamen, was da kreuchte und fleuchte? Die Wiesen und Felder, Bäche und Tümpel in Ihrem Wohnumfeld auf Dörfern oder in der Stadt waren doch voller Abenteuer oder manch lustiger Begebenheit. Sicher haben Sie Bilder und Erinnerungen vor Ihren Augen, von denen junge Menschen von heute kaum mehr eine Vorstellung haben können.


Wir von der Stiftung Naturlandschaft und vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) würden gern Vermittler sein zwischen Ihnen mit dem, was Sie erzählen und denen, die heute von Ihnen gern hören, wie es damals war – in den 40er, 50er oder späteren Jahren des letzten Jahrhunderts.


Schreiben Sie doch einfach Ihre Erinnerungen auf, so wie Sie Ihnen einfallen, spontan, gern auch handschriftlich in kurzen Episoden oder auch längeren Texten. Die Darstellung oder Formulierung bleibt ganz Ihnen überlassen.
So könnte eine Episode der Nachkriegszeit lebendig werden, die sonst vielleicht für immer aus der Erinnerung schwinden würde. Ihre Beiträge sind an keine Frist gebunden. Es wäre aber schön, wenn wir Ende Mai schon einmal eine Zwischenbilanz ziehen könnten. Vielleicht kommt dabei eine kleine Schrift zustande, in der Ihr Beitrag dokumentiert wird, sofern Sie dem zustimmen.


Senden Sie Ihre Erinnerungen an die Stiftung Naturlandschaft, Umweltburg, Niedernhof 6, 38154 Königslutter am Elm oder per E-Mail an Stiftung@snls.de.


Nachfragen beantworten wir gern unter 05353-3409.

Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit.


Herzliche Grüße
Karl-Friedrich Weber (Stiftung Naturlandschaft) Thomas Keller (BUND)
Thomas Keller, keller@bund-helmstedt.de


 

Stellenangebot

Gesucht: Regionalbetreuer/in (m/w/d) für die Region Südniedersachsen

Der BUND Landesverband Niedersachsen e.V. sucht zum nächstmöglichen Termin den/die

Regionalbetreuer/in (m/w/d) für die Region Südniedersachsen

für die Unterstützung der Ehrenamtlichen in den BUND-Kreisgruppen Hameln, Hildesheim, Holzminden, Northeim und Göttingen.

Zu Ihren Aufgaben gehören u.a. die Organisation regelmäßiger Treffen (4 x jährlich), die Erstellung eines gemeinsamen Veranstaltungskalenders, Unterstützung der Kreisgruppen bei Öffentlichkeitsarbeit und Webauftritt, die Sammlung von Fortbildungsbedarfen und Organisation von Fortbildungen sowie die Anregung und Organisation kreisgruppenübergreifender Aktivitäten und Aktionen.

Für die Tätigkeit von ca. 10 Wochenstunden sind Sie idealerweise bereits Mitglied im BUND oder haben Erfahrung in der Arbeit eines Naturschutz- bzw. Umweltverbandes und sind in der Region Südniedersachsen zu Hause. Für weitere Informationen steht Ihnen Herr Walingen unter 0174-6560230 oder die BUND Landesgeschäftsstelle unter Tel. 0511-965690 zur Verfügung.


 

Blütenzauber auf der Streuobstwiese in Gronau

April 2020

Blütenzauber auf der Streuobstwiese Gronau Blütenzauber auf der Streuobstwiese Gronau  (M. Köhler)

Auf der Streuobstwiese in Gronau sieht es herrlich aus! Die Bienen haben eine große Auswahl dieses Jahr: nicht nur an den alten, sondern auch an den neuen Obstbäumen zeigen sich Blüten. Außerdem blühen auch die Weiden am Rand der Wiese. Und wenn man sich ruhig verhält, kann man auch Rehe erblicken.


Für den aufmerksamen Naturbeobachter

Kleiner Fuchs Kleiner Fuchs  (M. Köhler)

Den kleinen Fuchs haben sicher viele auch in diesem Jahr schon gesehen. Er ist einer unserer häufigsten Tagfalter und taucht schon im März in den Gärten auf, weil er als Falter überwintert.

Das gilt auch für den Großen Fuchs, der aber deutlich seltener ist und in Deutschland auf der Roten Liste steht. Als wärmeliebender Falter ist er bei uns im Norden noch rarer als in den südlichen Bundesländern, aber die letzten warmen Jahre haben die Chance, ihn auch bei uns anzutreffen, erhöht.

Großer Fuchs Großer Fuchs  (M. Köhler)

Gerade jetzt sind sie noch am ehesten zu beobachten, weil die Falter immer wieder an den gleichen, struktureichen, südwestexponierten Wald- oder Obstwiesenrändern entlangfliegen, wo sie Reviere besetzen. An so einer Stelle, am Rand einer Obstwiese bei Groß Düngen, sind die Fotos vom Großen und Kleinen Fuchs in der letzten Woche entstanden.

Wenn man beide nebeneinander sieht, werden die Unterschiede deutlich. Der kleine Fuchs ist farbenprächtiger und hat intensiv blaue Halbmonde auch am Rand der Vorderflügel.

Am Beispiel des Großen Fuchs wird wieder deutlich, wie wichtig artenreiche Waldränder und Streuobstwiesen sind. Die Raupen leben nämlich an Salweide, aber auch an Birnen- oder Kirschbäumen.

Weitere Beobachtungen des Großen Fuchs können gern an uns gemeldet werden: info@bund-hildesheim.de


Fotowettbewerb "Wildbienen fliegen auf Niedersachsen 2020"

Blauschwarze Holzbiene Blauschwarze Holzbiene  (M. Köhler)

Der BUND Niedersachsen veranstaltet dieses Jahr einen Fotowettbewerb zum Thema "Wildbienen".

Jeder der Lust hat, kann daran teilnehmen. Vielleicht machen Sie ein Foto in Ihrem Garten, oder nehmen Sie zu Ihrem Osterspaziergang eine Kamera mit und es gelingt Ihnen ein schönes Wildbienenfoto.

Mehr zum Wettbewerb gibt es unter diesem Link.

Einsendeschluss ist am 31. August 2020.

 

 

Leider noch mehr Absagen

Aufgrund der geltenden Corona Beschränkungen muss die für den 23.4. geplante Jahreshauptversammlung unserer Kreisgruppe auf unbestimmte Zeit aufgeschoben werden. Dies gilt auch für die Jahreshauptversammlung der BUND Ortsgruppe Lamspringe am 24.4. Wir werden Sie rechtzeitig über neue Termine informieren.

Leider findet auch die Pflanzenbörse in Marienburg nicht statt.

Und auch für unsere Tour in den Harz (9.5.) muss ein neuer Termin  gefunden werden. Die Fledermausexkursion am 8.5. entfällt, ebenso die Wildbienenführung am 25.4.

Über 27.000 Amphibien gerettet

Die Sammelaktion 2020 am Röderhof wurde trotz Corona erfolgreich abgeschlossen

Molch beim Röderhof Molch beim Röderhof  (C. Keil)

Bei steigenden Temperaturen begannen Ende Februar Kröten, Frösche und Molche ihre Frühlingswanderung. Auch in diesem Jahr hat unsere Gruppe in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde des Landkreises den Tieren bei ihrer Wanderung an der 1,6 km langen amphibienreichen Sammelstrecke bei Egenstedt geholfen.

„Die Aktion war ein voller Erfolg“, so Koordinatorin Claudia Keil, “denn es konnten in diesem Jahr über 27.000 Tiere gerettet werden.“ Diese Erfolgszahl verbindet sie mit dem besonderen Dank an die freiwilligen Helferinnen und Helfer, die bis zum 01. April bei jedem Wetter und zuletzt auch unter strikter Einhaltung der Corona-Kontaktverbote die Tiere im Sammeleimer zu ihrem Laichgewässer getragen haben.

Die mit Abstand stärkste Gruppe stellen die Erdkröten mit rund 24.000 Tieren dar, aber auch über 2.000 Molchen konnte der gefährliche Weg über die Straße abgenommen werden. „Besonders freut uns“, so Claudia Keil weiter, „dass unter den Molchen auch über 250 Kammmolche vertreten waren. Diese selten gewordene Molchart kann am Röderhof seit Jahren in dieser Größenordnung erhalten werden.“

BUND-Kreisgruppenvorstand Matthias Köhler ergänzt: „Nicht selten helfen auch Spaziergänger spontan den Tieren über die Straße. Dieses Engagement freut uns natürlich sehr, aber liefert keine dokumentierbaren Zahlen. Schätzungen zufolge liegt die Dunkelziffer bei 15-20%.“  Deshalb bitten wir alle „anonymen“ Helferinnen und Helfer, die von ihnen am Röderhof geretteten Tiere zu melden. Da auch das BUND Kreisgruppenbüro coronabedingt derzeit nur eingeschränkt besetzt ist, werden die Meldungen gerne unter Info(at)BUND-Hildesheim.de entgegengenommen.

Unter dieser Adresse werden gerne auch schon heute interessierte Helferinnen und Helfer für das kommende Jahr vorgemerkt. Diese bekommen dann automatisch eine Einladung zu einem Informationsabend Anfang 2021.

Insektenfreundliche Pflanzen für den Garten

4. April 2020

Blumengarten Blumengarten  (M. Köhler)

Jeder hat inzwischen von dem erschreckenden Insektensterben gehört und viele Menschen würden wohl gerne etwas dazubeitragen um dem entgegen zu wirken. Wahrscheinlich haben einige allerdings das Gefühl, dass sie mit ihrem Garten oder Balkon nicht viel ausrichten können. Man sollte aber den eigenen Garten als einen Mosaikstein sehen: wenn viele Menschen insektenfreundlich Gärtnern, dann gibt es für die Tiere viele Orte zwischen denen sie sich bewegen können. Je mehr Menschen mitmachen umso besser!

Sie haben also die Möglichkeit mit der Wahl der Pflanzen und dem Verzicht von Pestiziden den Wildbienen, Schmetterlingen, Libellen und anderen Lebewesen in Ihrem Garten zu helfen. Zum einen bei der Nahrungssuche, aber außerdem brauchen Insekten auch Orte zum Überwintern, oder um ihren Nachwuchs aufwachsen zu lassen.

Viele Insekten profitieren zum Beispiel, wenn Sie eine blütenreiche Mischung aus standortgerechten Wildblumenarten wählen. Idealerweise sollte vom Frühjahr bis in den Herbst etwas blühen. Außerdem helfen auch sogenannte "unordentliche Ecken". Einige Schmetterlinge legen ihre Eier z. B. auf Brennnesseln.....

Tipps und eine Auswahl an insektenfreundlichen Pflanzen finden Sie in dieser und dieser Broschüre.

Mehr zum Thema "Gärtnern ohne Pestizide" gibt es unter diesem Link.

Naturnah Gärtnern - torffreie Erde

3. April 2020

Ab morgen öffnen die Baumärkte wieder! Da viele von uns jetzt bedeutend mehr Zeit in der eigenen Wohnung und - wer hat - im eigenen Garten oder auf dem Balkon verbringen, wird es morgen wohl auch einige in die Gartenabteilung der Baumärkte ziehen.

Deswegen sollen hier in den nächsten Tagen einige Ideen und Anregungen zum naturnahen Gärtnern erscheinen.

Heute geht es um die Gartenerde.

Oft befindet sich in der zum Kauf angebotenen Gartenerde Torf. Der Torf, der in vielen Blumenerden verwendet wird, stammt aus Moorgebieten. Diese Moore sind aber stark bedrohte Lebensräume, die geschützt werden sollten.

Aus diesem Grund sollten Sie darauf achten torffreie Erde zu kaufen!

In dieser Broschüre können Sie nachlesen, welche Alternativen es gibt und worauf Sie beim Kauf achten sollten. Eins sei hier schon verraten: es sollte schon auf der Verpackung ein Hinweis geben, wie "Ohne Torf" oder "torffrei". Weiteres zum Thema "torffrei Gärtnern" gibt es unter diesem Link.

Ideal wäre es, wenn Sie nicht nur beim Kauf der Gartenerde, sondern auch beim Kauf von Pflanzen - in deren Töpfe sich auch Erde befindet - auf Erde mit Torf verzichten würden.

Wenn dies in den demnächst geöffneten Läden nicht möglich ist, wäre es vielleicht eine Alternative um die Pflanzen aus Samen selber zu ziehen, oder Pflanzen mit ihren Nachbarn zu tauschen? Mit dem gebührenden 2 m Abstand natürlich.....

Wildkatze gesichtet!

Wildkatze in Irmenseul Wildkatze in Irmenseul

Im Naturschutzgebiet Irmenseul konnte kürzlich mit der Wildkamera eine Wildkatze fotografiert werden.

Der Ortsgruppenvorsitzende Günter Löke hatte an der richtigen Stelle im Naturschutzgebiet einen Pfahl mit Lockstoff eingesetzt und tatsächlich erschien sie dort!


 

Amphibienwanderung

Morgens beim Röderhof Morgens beim Röderhof  (B. Schleussner)

Nachdem am 7. März nur 32 Tiere (28 Kröten und 4 Teichmolche) in den Eimern gelandet waren, weil der große "run" der Amphibien ist bis zu dem Zeitpunkt ausgeblieben war und sich auch in der Woche davor wegen der Kälte nicht viel getan hatte, konnten dann am 11. März über 2.000 Tiere  aus den Eimern und zum Teil auch von der Straße aufgesammelt werden.

Am 21. März bei kalten Temperaturen (3 Grad) wurden noch immerhin 200 Kröten und 9 Molche in den Eimern gefunden.


 

Frühjahrsputz

Müll am Ufer der Innersten Müll am Ufer der Innersten  (U. Schmidt)

Wie schon zuvor erwähnt, fällt die gemeinsame Frühjahrsputzaktion diese Jahr leider aus, da wir uns ja alle nicht mehr in größeren Gruppen treffen dürfen.

Aber wie wäre es, wenn jeder von uns bei einem seiner privaten Spaziergänge - so lange diese noch erlaubt sind - ein wenig von dem rumliegenden Müll aufsammeln würde? Vielleicht haben Sie ja Lust bei ihrem nächsten Spaziergang einen Beutel und - aus hygienischen Gründen - (Arbeits)Handschuhe mitzunehmen und die Natur von etwas Müll zu befreien!

Und wer Lust hat, kann ein Foto von seiner Müllsammlung auf unserer Facebookseite teilen. Dann entsteht vielleicht doch das Gefühl etwas Gemeinschaftliches getan zu haben - auch wenn man alleine unterwegs ist!


 

Unscheinbare Frühlingsboten

Naturbeobachtung vor der Haustür in Zeiten der Coronakrise

Frühling Frühling  (M. Köhler)

Neben den bunten Frühlingsblühern wie Narzissen, Krokusse, Primeln finden sich auch unscheinbare Frühlingsboten, die sich im eigenen Garten oder bei einem Spaziergang gut entdecken lassen. Vielleicht lässt sich so die durch die Coronakrise bescherte Auszeit für Entdeckungen vor der Haustür nutzen.

Frühlings-Hungerblümchen Frühlings-Hungerblümchen  (M. Köhler)

An Wegrändern und auf Brachflächen entrollt das Frühlings-Hungerblümchen jetzt einen weißen Blütenteppich. Die einzelnen Pflanzen sind winzig, aber in Massen ist das Blümchen auch von weitem gut zu entdecken. Bei näherem Hinschauen findet man eine Unzahl weißer Blütchen, so winzig, dass eine Gänseblumenblüte dagegen riesig wie eine Sonnenblume wirkt. Wie der Name schon verrät kommt das Hungerblümchen mit sehr magerem Boden zurecht. Es ist einjährig und vermehrt sich durch viele kleine Samenkugeln.

Behaartes Schaumkraut Behaartes Schaumkraut  (M. Köhler)

Gleich daneben, aber an etwas feuchteren Stellen, blüht das behaarte Schaumkraut, ein Verwandter des viel bekannteren Wiesenschaumkrauts, das auch bald seine weißen Blüten entfalten wird. Das behaarte Schaumkraut vermehrt sich reichlich. Die Blattrosetten sind essbar und bringen ein wenig Schärfe in den Salat.

Gehörnte Mauerbiene Gehörnte Mauerbiene  (M. Köhler)

Mit ein bisschen Glück und Geduld lassen sich jetzt die ersten Wildbienen entdecken. So die gehörnte Mauerbiene. Sie ist etwas kleiner als eine Honigbiene, erinnert eher an eine Hummel und ist mit ihrem glänzend schwarzen Körper und der rostroten Behaarung des Hinterleibs schön anzuschauen und kaum zu verwechseln. Die Mauerbiene ist nicht wählerisch was die Blütenauswahl anbelangt und klappert emsig alle Frühblüher ab. Sie nimmt auch gern künstliche Nisthilfen an und nutzt hohle Stängel oder Holzlöchern als Brutröhren.

Und nun viel Spaß beim eigenen Frühlingsspaziergang, auf dem sicher noch mehr und anderes zu entdecken sein wird!


 

Weitere Absagen

Aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19) finden unser Monatstreffen am Donnerstag (19.03.), die Aktion "Frühjahrsputz" zusammen mit der Kanu- und Segelgilde am Samstag (21.03.) und auch die Führung über die Wallanlagen am Sonntag (22.03.) leider nicht statt.

Absage

Der im Programm angekündigte Vortrag am 17.03.20 "30 Jahre Ackerwildkrautschutz im NSG Wernershöhe" wird  auf Grund des Corona-Virus leider bis auf unbestimmte Zeit abgesagt.

"Krötentaxi"

Kröte auf Frosch Kröte auf Frosch  (S. Raube)

Anscheinend sind nicht nur wir Menschen dabei Kröten zu den Teichen zu tragen, sondern auch einige Frösche helfen eifrig mit ;-)


 

"Bäume befreien" im Wildkatzenkorridor Gerzen

Am 7. März um 9 Uhr sind wir zu dritt nach Gerzen gefahren um dort einige der Bäume von ihren Schutzhüllen zu befreien.

Diese Hüllen hatten sie ursprünglich bekommen als Fraßschutz gegen die dort lebenden Wildtiere. Nach einigen Jahren werden diese Hüllen zu eng und die Bäume außerdem groß und widerstandsfähig genug um sie entfernen zu können.

Nach etwa 3 Stunden Arbeit hatten wir recht viel geschafft. Weitere Hüllen werden wir dann in den nächsten Jahren entfernen.


Impressionen unserer Winterwanderung am 22.02.2020 von Listringen nach Grasdorf


Amphibien retten

Helfer am frühen Samstag Helfer am frühen Samstag  (C. Keil)

Am Samstagmorgen waren 9 SammlerInnen ab 8 Uhr beim Röderhof unterwegs um zu kontrollieren, ob sich schon Kröten und Molche bei Ihrer Suche nach einem Durchlass im neu aufgestellten Krötenzaun in den dahinter eingegrabenen Eimern finden ließen.

Insgesamt konnten eine Kröte, 18 Teichmolche und 18 Bergmolche über die Straße gebracht werden. Die Strecke ist noch nicht komplett aufgebaut, am kommenden Montag wird der Zaun von der Firma fertig gestellt.

Parallel wurde auch Müll gesammelt, da dort recht viel rumlag.

Mehr zum Thema und zu den Terminen gibt es hier.....


 

Zwei Samstage, zwei Arbeitseinsätze

Drossel mit sichtbaren Mistelsamen im Kot..... Drossel mit sichtbaren Mistelsamen im Kot.....  (R. Beckerschmidt)

Wir hatten an den letzten beiden Wochenenden zwei arbeitsreiche Samstagvormittage.

Am Samstag dem 25. Januar haben wir uns um halb 10 am Sportplatz in Itzum getroffen und sind dann zum Louisgraben gegangen um die dort wachsenden Bäume von den Misteln zu befreien.

Leider waren einige der Bäume stark betroffen und mussten sehr zurückgestutzt werden. Insgesamt haben wir allerdings viele Misteln entfernen können!

Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese in Gronau Arbeitseinsatz auf der Streuobstwiese in Gronau  (M. Köhler)

Gleich am darauffolgenden Samstag - am 1. Februar - haben wir uns dann wieder getroffen - nun auf der Streuobstwiese in Gronau. Hier mussten wieder Weiden geschneitelt und Pappeltriebe entfernt werden.

Diesmal spielte das Wetter nicht wirklich mit - es regnete fast die gesamte Zeit - dies hat uns aber nicht von der Arbeit abgehalten. Nach drei Stunden hatten wir doch einiges geschafft!

Und wer Lust hatte, konnte sich nach beiden Einsätzen noch bei einem gemeinsamen Mittagessen stärken.


"Agrarwende anpacken, Klima schützen!"

"Wir haben es satt!" 2020 in Berlin

Wir haben es satt 2020 Wir haben es satt 2020  (M. Köhler)

Noch etwas verschlafen, aber gut gelaunt starteten wir am Samstag den 18. Januar um 7:30 Uhr mit dem Bus in unser Demo-Abenteuer. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Peine waren wir mit nunmehr 30 Teilnehmern auf dem Weg nach Berlin. Unterwegs informierte uns der Kreisgruppenvorsitzende Matthias Köhler über den Konflikt zwischen Landwirt*innen, Naturschutzverbänden, EU, Bundesregierung und Bauernverbänden.

Es seien bewegte Zeiten: Buchstäblich und im übertragenen Sinn. Weil die Landwirt*innen gesellschaftlich und wirtschaftlich unter Druck stehen, rollen sie auf tausenden Traktoren in die Landeshauptstädte um zu protestieren. Sie verdienen zweifellos mehr Wertschätzung, allerdings kein Verständnis für ihr Festhalten am „weiter so“ und gegen überfällige Änderungen im Düngerecht und Verbesserungen beim Insektenschutz. Weiterlesen


Der BUND räumt Feuerwerksreste und appelliert: Keine Böller im Grünen

Aufgelesener Silvestermüll Aufgelesener Silvestermüll  (R. Beckerschmidt)

Unter dem Motto „Work after Party“ räumten Aktive des BUND Hildesheim am 1. Januar 2020 die Hinterlassenschaften der Silvesternacht auf. Rund um den Hohnsensee, im Ernst-Ehrlicher-Park, am Kehrwiederturm und am Galgenberg sammelten sie die zurückgelassenen Feuerwerksbatterien, Böller, Raketen, Sektflaschen, Wunderkerzen und Verpackungen ein und füllten damit recht schnell viele blaue Müllsäcke.

Zahlreiche Feiernde zieht es in der Silvesternacht hinaus zu den beliebten Aussichtspunkten am Kehrwiederwall, am Denkmal oberhalb der „Acht“ am Galgenberg, am Berghölzchen und am Panoramaweg, um das Feuerwerk über der Stadt zu genießen und auch von dort aus das neue Jahr mit Böllern und Raketen zu begrüßen. „Wir haben gezielt an solchen Plätzen im Grünen gesammelt wo der Kehrdienst nicht hinkommt, um zu verhindern, dass Schadstoffe aus den Feuerwerkskörpern in Boden und Wasser gelangen und der Müll liegenbleibt.“ erläutert Matthias Köhler. „Diese Aktion ist auch als Aufruf, künftig die Reste wieder mitzunehmen und am besten auf das Böllern im Grünen ganz zu verzichten, gedacht.“ ergänzt Marie Hilgenfeld. In Anbetracht der Folgen des Silvesterfeuerwerks wie schlechte Luft, Müllberge an den Straßen, verängstigte Tiere und auch Menschen, fordert der BUND über Alternativen zur privaten Böllerei nachzudenken und eine angemessenere Form für den Start ins neue Jahr zu finden.

Auf kommunaler Ebene sollte Feuerwerk nur in noch festzulegenden Gebieten erfolgen, in denen Brandschutz, Immissionsschutz und Naturschutz gewahrt sind. Statt Feuerwerk an jeder Straßenecke kann es Licht-Shows an zentralen Plätzen geben.


Jahresabschlusswanderung der OG Lamsprige

Am Gerd Heine Stein, stehend links K. H. Wiese 2. Vorsitzender, stehend von rechts G. Löke 1. Vorsitzender Am Gerd Heine Stein, stehend links K. H. Wiese 2. Vorsitzender, stehend von rechts G. Löke 1. Vorsitzender  (W. Frisch)

Wie in jedem Jahr haben die Aktiven der OG zum Ende des Jahres 2019 eine kurze Wanderung gemacht. Leider konnten krankheits-und urlaubsbedingt nicht alle Fleißigen teilnehmen.

Es ging bei Gegenwind wieder auf den Heberberg und durch das gleichnamige Naturschutzgebiet. Am Gerd Heine Stein machten wir eine kurze Rast und weiter ging es auf dem Gerd-Heine-Weg. Leider konnte unser Ehrenvorsitzender Gerd Heine nicht teilnehmen, er geht auf den 89. Geburtstag zu und das Laufen fällt ihm schwer.

Die Wanderer freuten sich an ihren hier geleisteten Entböschungsarbeiten in den ehemaligen Steinbrüchen, wo sich die Rotelistenblüher nun wieder entfalten können. Leider haben auch hier die vergangenen trockenen Jahre ihre Spuren hinterlassen. Über den Trompeter ging es zurück in Richtung Lamspringe auf dem Wirtschaftsweg am östlichen Heberhang. Hier hatte Dr. Wilken Krending, Klostergut, an dem von der Ortsgruppe angelegtem Aussichtspunkt die Feldrandhecke gestutzt. Mit nun wieder freiem Blick auf den Söhrberg ging es weiter.

Gegen Mittag erreichten wir das Weiße Roß, wo uns kräftiger Grünkohl mit Zutaten erwartete. Einige weitere Helfer hatten sich bereits hierher begeben, so auch Gerd Heine, der sich das Essen schmecken ließ und sich unter seinen alten Mitstreitern sichtlich wohl fühlte. Bei anregenden Gesprächen mit Planungen für das Jahr 2020 zur Erhaltung von Biotopen und anderen naturwertvollen Bereichen klang der Nachmittag langsam aus.


Weihnachtsbrief der BUND Kreisgruppe Hildesheim

Weihnachtsgruß Weihnachtsgruß  (M. Köhler)

Liebe Freunde der Erde,

das Jahr 2019 wird als Jahr der Klimaschutzdemonstrationen in die Geschichtsbücher eingehen. Greta Thunberg ist die Person des Jahres und die Jugendlichen von Fridays for Future weisen eindringlich darauf hin, dass uns nur noch sehr wenig Zeit bleibt, um die Welt wie wir sie kennen vor dem Hitzetod zu bewahren. Auch wir sind mit auf die Straße gegangen. Leider haben alle Klimaproteste nicht bewirkt, dass Erkenntnisse in entschlossenes Handeln umgesetzt werden. Das zeigt nicht zuletzt der aktuelle Fehlschlag der Klimakonferenz in Madrid.

Die Folgen des Klimawandels sind auch in unserer Region spürbar. Die beiden letzten trockenen Jahre haben Wälder zum Absterben gebracht und Feldfrüchte verdorren lassen. Der Grundwasserspiegel ist gesunken. Die Niederschläge der letzten Monate haben nicht ausgereicht, die Grundwasservorräte wieder aufzufüllen. Gleichzeitig belasten wir diese wertvolle Ressource mit Schadstoffen wie Nitrat und sogar mit Salz. Allein in Niedersachsen hat der Kalibergbau sieben riesige Salzhalden hinterlassen, die der Regen nun auflöst und in die Gewässer und das Grundwasser spült. Millionen Tonnen Salz haben bereits noch mehr Kubikmeter Grundwasser unbrauchbar gemacht. An manchen Haldenstandorten, so auch in Giesen, bewegt sich eine kilometerlange „Fahne“ stark salzhaltigen Wassers unterirdisch in Richtung auf das nächste Gewässer. In die Werra sickert seit langem salzhaltiges Grundwasser ein, demnächst auch in die Innerste?

Leider beabsichtigt die K+S AG, das Bergwerk in Giesen wieder in Betrieb zu nehmen, ohne die Wasser- und Grundwasserbelastung durch die Althalde zu stoppen. Wir sind der Auffassung, dass es für das Aufschütten eines Salzbergs auf einem Acker keinen Bestandsschutz geben darf und dass K+S diese Altlast zügig beseitigen muss. Da dies im Planfeststellungsverfahren zur Wiederinbetriebnahme nicht erreicht werden konnte, hat der BUND Landesverband Niedersachsen Anfang 2019 Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss erhoben. Inzwischen haben wir diese Klage sehr umfassend auf 120 Seiten begründet, zusätzlich Widerspruch gegen die wasserrechtliche Erlaubnis zur Einleitung von Salzwasser in die Innerste eingelegt und sind momentan dabei, die Erwiderungen der Gegenseite zu bearbeiten. Da das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) den Widerspruch gegen die wasserrechtliche Erlaubnis zurückgewiesen hat, hat der BUND Landesvorstand entschieden, nun auch im wasserrechtlichen Verfahren Klage zu erheben. Wir wollen, dass bei Bau und Betrieb des Kalibergwerks zeitgemäße Umweltstandards eingehalten werden. Das gilt nicht nur für die Wasserbelastungen, sondern auch für die Emissionen aus dem Schacht in Ahrbergen, die Lärmbelastung durch die Werksbahn sowie für den Schutz von Feldhamstern und Feldvögeln, die durch die 60 Hektar große Neuhalde verdrängt werden.

Diese Klagen fordern uns nicht nur inhaltlich, sondern auch finanziell, da die Kosten von unserer Kreisgruppe sowie der Bürgerinitiative Giesen Schacht getragen werden. Wir freuen uns daher über jede Spende auf unser Konto:

BUND Landesverband Niedersachsen Kreisgruppe Hildesheim,

IBAN: DE86 2595 0130 0050 7221 89 bei der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine.

Verwendungszweck: Spende SALZ

Wir wollen uns nicht nur um die Salzbelastung, sondern um den ökologischen Zustand der Innerste insgesamt kümmern, denn dieser ist unbefriedigend. Der Fluss wurde stark begradigt und eingetieft, zahlreiche Wehre stauen ihn auf und stoppen wandernde Fischarten. Konkrete Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung dieses Zustands enthält der bereits 2012 erstellte Gewässerentwicklungsplan, dem wir zu neuer Aktualität verhelfen wollen. Erste Informationsveranstaltungen haben bereits stattgefunden.

Auch die „ganz normale“ BUND Arbeit soll fortgeführt und intensiviert werden. Auf unserer Streuobstwiese in Gronau gedeihen inzwischen fast 60 neue, hochstämmige Obstbäume und wir haben dort noch viel vor. Wir betreuen unsere Wildkatzenkorridore, geben Tipps zur naturnahen Gestaltung von Gärten und öffentlichen Grünflächen, um dem Insektensterben etwas entgegenzusetzen und nicht zuletzt vertreten wir die Interessen des Naturschutzes in Ausschüssen und bei Planungsverfahren. Die Planungen in Hildesheims Süden (Wasserkamp) und Norden (Gewerbegebiet Nord, Ausbau des Stichkanals, Verlegung der B6, Monoklärschlammverbrennungsanlage) begleiten wir kritisch. Auch die Förderung umweltfreundlicher Mobilität liegt uns am Herzen.

Erfreulicherweise unterstützt uns seit September Katrin Bitterling als Bundesfreiwillige. Im neuen Jahr ist zusätzlich Ulrich Germer als Bundesfreiwilliger mit an Bord.

Übrigens: auch im neuen Jahr sind wir bei der nunmehr 10. „Wir haben es satt!“ Demonstration in Berlin dabei. Unser Bus fährt am Samstag dem 18. Januar um 7:30 Uhr ab Hildesheim Ratsbauhof.

Ich freue mich auf die gemeinsamen Aktivitäten des nächsten Jahres, bedanke mich bei Ihnen für Ihre Unterstützung und das aufmerksame Lesen dieser Weihnachtspost und wünsche uns allen einen guten Start in das neue Jahr.

Mit vorweihnachtlichen Grüßen

Matthias Köhler


Wildkatzenkorridor in Gerzen

Wildkatzenkorridor Gerzen Herbst 2019 Wildkatzenkorridor Gerzen Herbst 2019  (S. Walingen)

Im Oktober wurden - wie berichtet - einige Sträucher im Wildkatzenkorridor nachgepflanzt. Insgesamt entwickelt sich der Korridor recht gut. Die 9 nachgepflanzten Gebüsche haben alle Knospen entwickelt und sind offensichtlich gut angewachsen.

Auf den Kameras wurden in der Zeit vom 15.10. - 30.11.2019 vor allem Rehe, ein oder mehrere Füchse sowie Wildschweine aufgenommen. Besonders erfreulich war auch eine Aufnahme eines Grünspechtes. Aber leider weiterhin keine Hinweise auf wandernde Wildkatzen. Wir warten und hoffen weiter!


Gemeinsame Einschätzung von VCD und BUND zum Start des Tarifverbundes „ROSA“ in Stadt und Landkreis Hildesheim

 (RVHI Hildesheim)

Mit Spannung haben VCD (Verkehrsclub Deutschland) und BUND als Befürworter eines attraktiven ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) das Ergebnis der jahrzehntelangen Diskussionen zu einem Tarifverbund in Hildesheim erwartet.

Die erste interne Einschätzung der veröffentlichten Tarifbedingungen war ernüchternd. Die grundlegenden Anforderungen an einfache Verständlichkeit und Transparenz wurden nicht erreicht und die Preise steigen zum Teil kräftig.

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Mäuse zu haben, erfreut auch die Schleiereule - Vortrag von Angelika Krueger: Schleiereulen im Raum Hildesheim

Neun junge Schleiereulen Neun junge Schleiereulen  (A. Krueger)

Wer freut sich nicht, viele Mäuse zu haben. Das Wortspiel mit der bekannte Redewendung wird im Zusammenhang mit Schleiereulen sehr konkret. Im Rahmen des Vortrages von der Hildesheimer Fachfrau für Eulen, Angelika Krueger, wurde deutlich, dass in der zurückliegenden Brutsaison die Schleiereulen im Raum Hildesheim sehr erfolgreich gewesen sind. Das zeigen die Sichtungen aus den 90 betreuten Brutkästen rund um Hildesheim. Besonders erfreulich waren die vielen Mehrfachbruten. Weitere Daten sind in den beigefügten Folien zu finden (1, 2, 3).

Die Bestände der Schleiereulen sind jedoch über den Zeitablauf betrachtet nicht stabil und an vielen Stellen Deutschlands sogar über die letzten Jahre hinweg deutlich rückläufig. Veränderte Lebensräume und der Wegfall von möglichen Brutplätzen sind oftmals der Hintergrund dieser Entwicklung.

In 2019 war im Umland von Hildesheim ein sogenanntes Mäusejahr zu verzeichnen. „Das wird als ein wesentlicher Faktor für die erfolgreiche Brutsaison 2019 gesehen …“,  so Angelika Krueger, die mit ihrem Team zum einen eine Reihe von in Hildesheim bekannten Schleiereulenkästen regelmäßig kontrolliert hat. Zum anderen sind mehrere neue Brutkästen installiert worden.

In den nächsten Jahren soll insbesondere das Monitoring vorgesetzt werden, um weitere Erkenntnisse zu den Bestandsentwicklung zu erlangen.


Klimastreik von Fridays For Future

Fridays For Future Demo in Hildesheim Fridays For Future Demo in Hildesheim  (M. Köhler)

Auch die BUND Kreisgruppe Hildesheim und die BUNDjugend haben sich am Klimastreik von Fridays For Future in Hildesheim beteiligt. Es war wieder eine eindrucksvolle Kundgebung, die sich in gleich drei Demo-Zügen Richtung Hindenburgplatz bewegte. Die Hildesheimer Allgemeine spricht von 800 Teilnehmern, die Veranstalter nannten bei der Abschlusskundgebung am Hauptbahnhof 1300 Demonstranten, die mindestens zeitweise mit dabei gewesen sind. Lautstark forderten sie die Politik zum Handeln auf und ließen sich auch von dem zwischendurch einsetzenden heftigen Novemberregen nicht entmutigen. Im Gegenteil die Sprechchöre wurden eher noch lauter. Die Politiker, die jetzt zur Klimakonferenz in Madrid reisen, haben sie sicher gehört. Angesichts der immer deutlicheren und dramatischeren wissenschaftlichen Erkenntnisse ist sofortiges Handeln das Gebot der Stunde.


Themenabend Wasserschutz: Auf dem Weg zum guten Zustand

Mit Beiträgen von Lothar Gerner, BUND Nienburg

Sohlschwelle unterhalb der Kläranlage Giesen Sohlschwelle unterhalb der Kläranlage Giesen  (M. Köhler)

Auf dem Weg zum guten Zustand?

So lautete der Titel einer Veranstaltung zu der die BUND Kreisgruppe unter anderem auch Politiker eingeladen hatte. Der gute ökologische Zustand ist das von der europäischen Wasserrahmenrichtlinie für unsere Gewässer vorgegebene Ziel, von dem sie aber noch weit entfernt sind.

Lothar Gerner, der „Wasserexperte“ der BUND Kreisgruppe Nienburg sowie Matthias Köhler von der BUND Kreisgruppe Hildesheim stellten Maßnahmen vor, die dazu beitragen können, dieses Ziel zu erreichen.

Auch im Landkreis Hildesheim gibt es seit langem sogenannte Gewässerentwicklungspläne für die Leine, die Innerste, die Lamme und die Nette. Nur sehr wenige der in diesen Fachgutachten enthaltenen Vorschläge wurden jedoch bislang umgesetzt. Immer noch versperren Wehre den wandernden Fischarten den Aufstieg zu ihren Laichgründen. Begradigte, eingetiefte und monotone Flussabschnitte bieten wenig Lebensraum.

Lothar Gerner zeigt anhand praktischer Beispiele was im Landkreis Nienburg getan wurde, um Gewässer zu renaturieren.

Die zahlreichen Fragen und Redebeiträge der interessierten Zuhörer zeigten, dass auch im Landkreis Hildesheim mehr Gewässerentwicklung notwendig ist.

Mehr zum Thema Gewässerentwicklung gibt es HIER.

Präsentation zum Thema "Wasserrahmenrichtlinie - mögliche Projekte" von Lothar Gerner und "Gewässer im LK Hildesheim. Auf dem Weg zum guten Zustand" von Matthias Köhler zum Download.


Pflegeeinsatz der Ortsgruppe Lamspringe im NSG Irmenseul am 7. Oktober 2019

NSG Irmenseul NSG Irmenseul  (W. Frisch)

Der erste Einsatz bei den diesjährigen Pflegearbeiten in den Naturschutzgebieten (NSG) fand im NSG Irmenseul statt. Ein paar Tage vorher wurde die Fläche mit eigenen Balkenmähern teilweise gemäht, somit konnte das lästige Verhacken des Hartrigelausschlags entfallen. Alle Arbeiten wurden mit den zuständigen Naturschutzbehörden abgestimmt.

Bei herrlichem Wetter wurde das Schnittgut auf der hängigen Fläche abgeharkt, verladen und von dem Landwirt Markwort aus Irmenseul fachgerecht entsorgt.12 fleißige Helfer haben die schweißtreibenden Arbeiten erledigt, sodass weitere Arbeiten, bis auf Kleinigkeiten, hier nicht mehr durchzuführen sind. Anschließend gab es in der nahen Wanderhütte einen deftige Eintopf auf offenem Feuer gekocht, und erfrischende Getränke.

Nun kann sich im kommenden Jahr der blühenden Wildkräuterbestand wieder voll entfalten.

Auch im NSG Heberberg wurden schon die meisten nötigen Pflegearbeiten durchgeführt. Dies ist aber nur möglich mittels freiwilliger Helfer. Bewegen in der Natur hält jung und fördert die Gesundheit.

Wer also Lust hat sich ehrenamtlich an unseren Naturaktionen zu beteiligen ist herzlich willkommen, egal ob Rentner oder noch Berufstätiger. Aber es wird nicht nur gearbeitet, Wandern, Radfahren, Naturstammtische und Vorträge sind in unserem Jahresprogramm. Also bei Bedarf bitte 05183-2525 Herrn Löke anrufen oder ein bekanntes Mitglied ansprechen.


Haubenlerche

Haubenlerche Haubenlerche  (R. Beckerschmidt)

Vor drei Wochen haben zwei aus unserer Gruppe mal wieder eine Haubenlerche auf dem Gelände vor Realkauf gesichtet. Wir waren gerade auf dem Weg zur Pflanzaktion in Gronau und haben noch kurz etwas beim Baumarkt holen müssen.

Dieses Gelände ist eines der wenigen, auf welchem die Haubenlerche in Hildesheim noch vorkommt.

Deswegen soll hier nochmal auf die Aktion der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Hildesheim hingewiesen werden. Auf ihrer Internetseite kann man ein Faltblatt downloaden auf welchem verschiedene Schutzmaßnahmen für den inzwischen sehr selten gewordenen Vogel genannt werden.


Bundesdelegiertenversammlung in Nürnberg

Bundesdelegiertenversammlung in Nürnberg Bundesdelegiertenversammlung in Nürnberg  (M. Köhler)

Fototermin bei der Bundesdelegiertenversammlung in Nürnberg mit dem neu gewählten Vorstand mit Olaf Bandt als neuen Bundesvorsitzenden des BUND. 


Pilze: gemeinsam sammeln, kochen und genießen

Beim Kochen der gesammelten Pilze mit Herrn Labitzke Beim Kochen der gesammelten Pilze mit Herrn Labitzke  (M. Hilgenfeld)

Bei sonnigem Herbstwetter und guter Stimmung fand am Sonntag eine Pilzsuche auf dem Rottsberg mit dem Experten Horst Labitzke statt. Elf eifrige Sucher wurden immer wieder fündig und entdeckten eine reiche Auswahl an essbaren Sorten, aber auch das ein oder andere giftige Exemplar.

Herr Labitzke nahm die Fundstücke immer wieder auch kritisch unter die Lupe und half nicht nur mit den richtigen Namen wie Mönchskopf, Butterpilz, Schirmling oder Bovist, sondern wies auch auf die Besonderheiten hin und machte auf die Verwendungsmöglichkeiten aufmerksam. So konnten selbst erfahrene Pilzsammler noch einiges an neuem und amüsantem Wissen mitnehmen.


Nachdem die Körbe aller voll waren, wurden gemeinsam im b-west der Fund begutachtet, fachmännisch geputzt und über geeignete Zubereitungen gesprochen. So wurde ein großer Teil blanchiert und dann den in Butterschmalz angebrateten Pilzen hinzugegeben. Zusammen mit Schmand und Saurer Sahne entstand so ein einfaches und herrliches Pilzgericht, das allen mundete. Einhellig war die Meinung, das eine Wiederholung im nächsten Jahr dringend nötig sei, um von dem umfangreichen Wissen von Herrn Labitzke weiter zu profitieren.



Stellungnahme der BUND Kreisgruppe Hildesheim zum Nahverkehrsplan des Landkreises

 (RVHI Hildesheim)

Ein attraktiver öffentlicher Personennahverker (ÖPNV) trägt zu einer nachhaltigen CO2-Reduktion bei. Daher hat die Kreisgruppe sich erstmals mit dem alle fünf Jahre fortzuschreibenden Nahverkehrsplan (NVP) des Landkreises befasst.

Der NVP ist die gesetzlich verankerte Grundlage für einen tragfähigen ÖPNV.

Auch wenn das Beteiligungsverfahren nur für Fahrgastverbände und nicht für einen Umweltverband wie den BUND gedacht war, so haben wir uns dennoch mit dem vorliegenden Entwurf 2020 befasst und eine Stellungnahme erarbeitet. Diese beinhaltet folgende Schwerpunkte:

Verzahnung aller Verkehrsträger auf Straße (SVHi, RVHI) und Schiene (DBRegio, NWB, erixx, Enno)

  • mit abgestimmten Fahrplänen
  • mit einem einheitlichen, einfachen und preislich attraktiven Tarifsystem 
  • mit zentralen Informationsmedien (online, offline) mit Echtzeitinformationen (online, telefonisch)

Die Details lesen Sie hier in unserer Stellungnahme, die auch von VCD und AStA unterstützt wird.


Pflanzaktion auf der Streuobstwiese in Gronau

Bäumepflanzer nach der Arbeit Bäumepflanzer nach der Arbeit  (R. Beckerschmidt)

Nach der Pflanzaktion am 26. Oktober stehen nun fast alle der geplanten Obstbäume auf der Streuobstwiese in Gronau! Es fehlen noch die Bäume mit den Reisern der alten Bäume der Streuobstwiese und einige Sträucher, die wir in den nächsten Jahren noch pflanzen wollen.

Nach den letzten Pflanzaktionen ging uns die Arbeit nun leichter von der Hand, da wir in den vergangenen zwei Jahren Erfahrung haben sammeln können. Die Löcher waren schon gebuddelt, sodass wir "nur noch" die Bäume einpflanzen, deren Wurzeln durch einen unverzinkten Wühlmausdraht schützen, Pfähle in den Boden rammen und stabilisieren mussten. Einige der Bäume bekamen auch keine Pflanzmanschette mehr, sondern eine sogenannte Drahthose mit einem bedeutend größeren Durchmesser.

Außerdem wurde eine Niströhre für den Steinkautz auf einem Ast eines älteren Baums auf der Wiese angebracht.

Dadurch dass viele Helfer an diesem sonnigen Tag gekommen sind, klappte die Arbeit nochmal besonders gut und wurde mit einer gemeinsamen Vesper abgeschlossen!


Steinkauz: Wohnraumprogramm für die kleine Eule gestartet.

Baum mit Niströhre für den Steinkautz Baum mit Niströhre für den Steinkautz  (R. Beckerschmidt)

Das Brutvorkommen des Steinkauzes ist lückenhaft. In Deutschland ist der Steinkauz mit seinen etwa 6.000 Brutpaaren auf der Roten Liste verzeichnet. Der Bestandsrückgang hat u.a. in der Rodung von Streuobstwiesen und alten Kopfbäumen - oftmals mit dem Ziel Bauland in Ortsrandlage zu schaffen -   seine Gründe.

Einhergehend mit den vielfältigen Biotopaufwertungen auf unserer Streuobstwiese in Gronau ist jetzt ergänzend ein „Wohnraumprogramm“ am 26. Okt. 2019 für die kleine Eule gestartet worden. Eine Niströhre wurde erfolgreich installiert und ist einzugsbereit. Eine zweite wird bald folgen.

Die Leiterin der AG Eulenschutz, Angelika Krueger, freut sich, „ … ein Auftakt für die Schaffung von Nistkastenangeboten für den Steinkauz im Raum Hildesheim. Weitere Installationen sollen schrittweise folgen … “. In Niedersachsen, u.a. am Harzrand und auch in der Nähe von Höxter, gibt es kleinere Steinkauzpopulationen, sodass gehofft werden kann, dass das Wohnraumangebot in den Folgejahren auch in Gronau angenommen wird.   

Steinkäuze willkommen!


Gründung einer Hildesheimer BUNDjugend-Gruppe geplant!

Es soll bald auch eine Hildesheimer BUNDjugend-Gruppe gegründet werden.
Aus diesem Grund nun folgender Aufruf:

Liebe Hildesheimer Jugendliche,

viele von Euch interessieren sich für ein klima- und umweltgerechteres Leben. Vielleicht ward ihr ja sogar schon auf einer Demonstration, um euch aktiv für eure Ziele einzusetzen. Aber was kann man langfristig noch bewirken?

Komm am…
Montag, 25. November 2019
um 18:30 Uhr
zum Bürgertreff „b-west“
(Ecke Alfelder Straße / Hachmeisterstraße 1, 31139 Hildesheim)!

Genau dann möchten wir eine BUNDjugend Hildesheim Gruppe gründen. Die Gruppe richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 27 Jahren. Die BUNDjugend ist die Jugendgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND). Sie kennzeichnet sich durch die Kombination des Umweltsbezugs und ihrer politischen Ausrichtung. Wir wollen eine nachhaltige Entwicklung für alle: ökonomisch, sozial-kulturell und ökologisch!
Was genau die BUNDjugend Hildesheim plant, kocht, organisiert, demonstriert etc. entscheiden wir basisdemokratisch in unserer Gruppe.

In Zukunft wollen wir uns dann an jedem 01. und 04. Montag des Monats im b-west treffen.

Kontaktieren kannst du uns unter hildesheim@bundjugend-niedersachsen.de


Wechselhafte Aussichten für die Innerste

Infostand beim Eine-Welt-Fest Infostand beim Eine-Welt-Fest  (M. Köhler)

Am Samstag den 28.9. bildete das Eine-Welt-Fest auf dem Platz an der Lilie den Höhepunkt der Hildesheimer Eine-Welt-Woche. Der Veranstalter - „Runder Tisch Hildesheim“ - hatte diesmal das Thema „Wasser ist Menschenrecht“ ausgerufen.

Auch wir waren mit einem Stand zum Thema "Wasser" vor Ort. Hier konnten sich die interessierten Besucher über die negativen Folgen der geplanten Wiederinbetriebnahme des Kalibergwerks in Giesen für das Grundwasser und die Innerste informieren. Weiterhin stellten wir den Gewässerentwicklungsplan zur Renaturierung der Innerste anhand von Karten und Fotos vor.

Das Element "Wasser" erlebten die Festbesucher und Aussteller auch ganz praktisch und persönlich: Der Tag war geprägt von einem aprilhaften Wechsel aus Sonnenschein und Regen.


BUND begründet seine Klage gegen die Wiederinbetriebnahme des Kalibergwerks Siegfried Giesen

Kaliberg Kaliberg  (M. Köhler)

5. Juli 2019

Der BUND Niedersachsen hat beim Verwaltungsgericht Hannover die Begründung seiner Klage gegen die Wiederinbetriebnahme des Kalibergwerkes Siegfried Giesen eingereicht.

Die Notwendigkeit dieses Schritts und seine wesentlichen Gründe erläutert die Presseerklärung des BUND Landesverbandes.

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