Termine
- 14.3.2026 Müllsammelaktion für Spätaufsteher
- 18.3.2026 Einführung in das Projekt „FLOW“
- 19.3.2026 Monatstreffen der KG Hildesheim
Die Amphibienwanderung geht wieder los!
7.3.2026
Am Montag und Dienstag dieser Woche wurde der Schutzzaun am Röderhof aufgebaut. Das wurde auch dringend Zeit, denn mit dem frühlingshaften Wetter sind die Amphibien direkt losgezogen.
Unsere Sammler haben bislang 220 Erdkröten und 70 Molche über die Strasse zu den Laichgewässern gebracht.
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Großmuscheln - der verlorene Schatz unserer Gewässer
10.2.2026
In der linken Hand befindet sich die eingewanderte Chinesische Teichmuschel (erkennbar an den dicken Wirbelfalten) und rechts die schlankere, heimische Große Teichmuschel.
(M. Köhler)
In früheren Jahrhunderten besiedelten sie zu Tausenden den Boden unserer Bäche, Flüsse und Seen: Muscheln mit bis zu 10 cm langen Schalen, manche davon mehr als 100 Jahre alt. Heute weist oft nur noch der Fund einer Muschelschale am Flussufer, oder die Reste einer Muschelbank im Bodengrund eines Baches auf ihre frühere Existenz hin. Jonas Waletzky befasst sich ehrenamtlich wissenschaftlich mit dieser Artengruppe und hat die noch existierenden Vorkommen in unserer Region mit Unterstützung der Naturkunde-IG „NUGAA“ erforscht. In seinem Vortrag erläuterte er die Biologie der Muscheln sowie die Gründe für das Verschwinden des einstigen Reichtums in unseren Gewässern. Dies darf man wörtlich nehmen: Die Flussperlmuschel wurde einst wegen der Perlen, die sich in einigen wenigen Exemplaren finden ließen, zu zigtausenden aus den Bächen geholt und geöffnet. Die aus Süßwasserperlen hergestellten üppigen Ketten und anderen Schmuckstücke kann man heute noch bewundern, die Muschel selbst existiert nur dank intensiver Bemühungen um ihre Wiederansiedlung und Vermehrung in einer sehr kleinen Population in klaren Bächen der Lüneburger Heide.
Gewässerverschmutzung, Nährstoffeintrag, Gewässerausbau und -unterhaltung vernichteten im 20. Jahrhundert 90 % der heimischen Muschelbestände. Über die Restbestände machen sich heute invasive Tierarten wie der Waschbär und Bisam her. In unserer Region hat Jonas Waletzky noch robustere Arten wie die Malermuschel und die Entenmuschel in der Oker und Schunter nachweisen können, und das sogar mitten in Braunschweig.
In die Innerste und die Nette werden die Großmuscheln wohl nicht wieder großflächig zurückkehren können, denn zur Ausbreitung brauchen sie gewisse Fischarten, die ungehindert wandern können. In deren Kiemen setzen sich die winzigen Muschellarven fest und reisen dann als blinde Passagiere auf den Fischwanderungen zu den Laichgebieten mit. Dort sinken sie zu Boden und wachsen mit Glück in vielen Jahren zur geschlechtsreifen Muschel heran.
Nur invasive Muschelarten breiten sich heute noch großflächig aus. Anders als die heimischen Muschelarten brauchen die Dreikantmuschel und Zebramuschel keine Fische zur Verbreitung ihrer Larven und sie sind in der Lage, sich mit klebrigen Fäden am Untergrund zu befestigen, ähnlich wie die Miesmuscheln in der Nordsee.
In unseren Gewässern finden spannende Entwicklungen statt und interessante Entdeckungen sind möglich, wenn man, wie Jonas Waletzky, einen Blick unter die Wasseroberfläche wirft.
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Infostand auf der Saatgutbörse in Hildesheim
31.1.2026
Stand auf der Saatgutbörse 2026
(E. Gerdes)
Am 31. Januar war der BUND mit der Naturgarten AG auf der 5. Hildesheimer Saatgutbörse mit einem Infostand vertreten. An unserem Stand boten wir Saatgut von zwölf verschiedenen einheimischen Stauden an. Ziel war, die Besucher einzuladen, mithilfe dieser Pflanzen, die einheimische Vielfalt in ihren Gärten zu fördern. Dies soll nicht nur der pflanzlichen Vielfalt, sondern auch der Vielfalt der Tiere – z. B. die der Wildbienen – helfen.
Neben dem Saatgut gab es auch viel Informationsmaterial zum Thema Naturgarten, Igel-freundlichen Gärten und Wildbienen. Besucher wurden außerdem eingeladen an einem Wildbienenquiz teilzunehmen. Anhand des Spiels und der dazugehörenden Infotafel sollte verdeutlicht werden, wie groß die Zahl der Wildbienen ist und wie unterschiedlich dadurch auch ihre Bedürfnisse an Pflanzen, Nistmöglichkeiten und Nistmaterial ist.
Wir freuen uns schon auf die nächste Saatgutbörse und weitere ähnliche Veranstaltungen, bei denen wir unsere Begeisterung für das Thema „Naturnah Gärtnern“ teilen können.
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Rückblick auf vergangene Aktionen
Hier geht es zu einem Rückblick vergangener Aktionen unserer BUND Gruppe.