Willkommen bei der BUND Kreisgruppe Hildesheim!

Kreisgruppe Hildesheim

Willkommen bei der BUND Kreisgruppe Hildesheim!

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) setzt sich für den Schutz unserer Natur und Umwelt ein, damit die Erde für alle, die auf ihr leben, bewohnbar bleibt. Die BUND Kreisgruppe Hildesheim setzt sich ehrenamtlich für Natur- und Umweltschutz „vor der Haustür“ also in Stadt und Landkreis Hildesheim ein. Wir machen sowohl aktive Naturschutzarbeit (Pflege und Neuanlage von Biotopen wie z.B. Streuobstwiesen, Halbtrockenrasen, Feuchtgebiete), als auch kommunale Umweltpolitik In unserer Öffentlichkeitsarbeit zeigen wir auf geführten Wanderungen oder Radtouren die Schönheit der Natur vor unserer Haustür. Interessierte Bürger, passive Mitglieder und aktive Umweltschützer sind gleichermaßen bei uns willkommen. Kommen Sie einfach bei uns vorbei, schreiben eine Mail oder stöbern vorerst auf unserer Seite!

Globaler Klimastreik: der BUND war mit dabei

Klimastreik am 23.9.2022 Klimastreik am 23.9.2022  (M. Köhler)

Fridays for Future rief zu einem globalen Klimastreik am 23 September auf.

BUNDjugend und BUND waren in Hildesheim mit dabei und zogen gemeinsam mit 400 weiteren Demonstranten vom Hauptbahnhof zur Lilie. Dort nahmen unter anderem die Landtagskandidierenden von SPD, Grünen und Linken die Gelegenheit wahr, ihre Position zum Klimaschutz darzulegen.


Pflegeeinsatz auf der Schwarzen Heide

Heide Heide  (R. Beckerschmidt)

Am Samstag 15. Oktober ist ein Arbeitseinsatz auf dem Mühlenberg vorgesehen. Wir pflegen wieder das Naturschutzgebiet Schwarze Heide. Diesmal soll nicht nur der Birkenjungwuchs, sondern auch abgestorbene große Birken entfernt und die Heide geschnitten werden.

Start ist um 9:30 Uhr. Parkplätze stehen am Friedhof Barienrode, Eichstraße zur Verfügung. Hier ist ein Picknick geplant, wenn das Wetter es zulässt.


Klimastreik

Am 23. September wird auch in Hildesheim gegen den Klimawandel und für mehr Klimagerechtigkeit gestreikt.

Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Bahnhofsplatz.


„Aufs Land“ Das Landleben als Chance für Klima und Umwelt?

Unterhaltsame, interaktive Lesung mit Dr. Ernst Paul Dörfler am 5.10.2022

Wir haben den Blick für das Wesentliche verloren: unser Wohlergehen und das der Natur. Wir leben in engen Städten. Wir arbeiten viel, und konsumieren noch mehr. Leidenschaftlich und kompetent ruft der Ökologe Ernst Paul Dörfler dazu auf, endlich auszubrechen und nachhaltige Lösungen zu finden. Der Weg dorthin führt seiner Überzeugung nach aufs Land. Als unbequemer Umweltschützer schon in der DDR vermittelt er glaubhaft wie kein Zweiter, was freies und selbstbestimmtes Leben bedeutet und wie es gehen kann. Wer weniger braucht, muss weniger arbeiten und verdienen, schont zugleich die natürlichen Lebensgrundlagen, lebt zufriedener und gesünder.

Am 5. Oktober um 19:30 Uhr stellt Dr. Dörfler sein neues Buch „Aufs Land“ vor und zeigt auf: Die Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlagen haben wir in der Hand. Es gibt kein Erkenntnisproblem, es ist eine Frage des Willens und der Umsetzung. Sein Fazit: Es gibt nichts Wichtigeres, als diese Herausforderung tagtäglich anzunehmen, mit Freude und Zuversicht.

Über den Autor:

Ernst Paul Dörfler, geboren 1950 in Kemberg bei Lutherstadt Wittenberg, ist promovierter Ökochemiker. Sein Buch Zurück zur Natur? (1986) wurde zum Kultbuch der ostdeutschen Umweltbewegung. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem EURONATUR-Preis der Stiftung Europäisches Naturerbe.

Ort: Ameis in der Andreaspassage, Hildesheim

Eintritt: 6,00 €/
4,00 € (erm.)


Mitwirkung der BUND Kreisgruppe am ISEK Prozess der Stadt Hildesheim

15.9.2022

Die Stadt Hildesheim arbeitet seit Oktober 2021 an einem Integrierten Städtischen EntwicklungsKonzept (ISEK) unter dem Motto "Meine Innenstadt". Am 15.09.22 fand eine Zukunftswerkstatt mit Beteilung zahlreicher Hildesheimer Bürger statt. Es bestand im Vorfeld für jeden Bürger die Möglichkeit, sich für diesen Workshop anzumelden und die bereits bestehenden Projekte zu sichten, zu bewerten und eigene Projektideen beizutragen. Von unserer Kreisgruppe waren zwei Vertreter beteiligt.

Mehr dazu gibt es hier.....


Wildbienen entdecken und erkennen

Wildbiene Wildbiene  (M. Köhler)

Beim Stichwort "Biene" denken die meisten von uns wohl zuerst an die Honigbiene. Doch die Honigbiene ist nur eine Bienenart unter vielen. Allein in Niedersachsen leben etwa 360 verschiedene Wildbienenarten. Eines haben alle Wildbienen gemeinsam: Sie übernehmen eine entscheidende Funktion in unseren Ökosystemen. Sie bestäuben zahlreiche Wild- und Kulturpflanzen. Das Erkennen und Bestimmen der Wildbienen ist allerdings nicht so leicht.

Deswegen findet am 25. September 2022 von 10.00 - 15.00 Uhr im Schulbiologiezentrum Hildesheim (Am Wildgatter 60 31139 Hildesheim) ein Bestimmungskurs statt.

Dieser Kurs richtet sich an Interessierte ohne Bestimmungserfahrung. Gemeinsam entdecken wir die Vielfalt der Wildbienen und ihre spannende Lebensweise. Wir üben die Bestimmung anhand von Sammlungsmaterial mit dem Stereomikroskop und lernen spielerisch häufige Arten anhand von auffälligen Merkmalen zu erkennen.

Dank der Förderung durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung ist der Kurs kostenlos.
Bestimmungsliteratur wird für die Dauer des Kurses gestellt.


Anmeldungen per Email an jakob.klucken(at)nds.bund.net

Anmeldeschluss ist am 18. September 2022.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.


BUND Hildesheim untersucht Gewässer im Rahmen des FLOW-Projektes

Bei der Arbeit Bei der Arbeit  (M. Köhler)

Seit 2021 beteiligen wir uns an dem Projekt FLOW, welches vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig (UFZ) und dem BUND-Bundesverband durchgeführt wird. Das Projekt ist seit diesem Jahr auf ganz Deutschland ausgeweitet worden. Gegenstand der Untersuchungen ist der ökologische Zustand kleiner Bäche im Hinblick auf die Ziele der EU-weit geltenden Wasserrahmenrichtlinie.

Bislang werden/wurden in Deutschland diesbezüglich lediglich große Gewässer untersucht. Ziel des Projektes ist, mit Hilfe interessierter bürgerlicher Gruppen die Zustände kleiner Gewässer zu erfassen. Es handelt sich also um ein sogenanntes Citizen Science Projekt.Nachdem wir im Juni 2021 mit Unterstützung der Projektleitung und des Umweltmobils den Auebach bei Mölme an der Grenze zum Landkreis Peine beprobt haben, wurde in diesem Jahr der Alpebach bei Algermissen untersucht. Mehr dazu gibt es hier......


BUND auf dem Bergfest

Wanderbaumallee auf dem Moritzberg

BUND-Infostand beim Bergfest BUND-Infostand beim Bergfest  (M. Köhler)

Erstmalig war die BUND Kreisgruppe mit einem Infostand auf dem traditionsreichen Bergfest auf dem Moritzberg vertreten. Anlass war die Wanderbaumallee, die auf dem Bergfest eröffnet wurde und  nun für 4 Wochen die Bergstraße verschönert. Wanderbäume, die für eine begrenzte Zeit aufgestellt werden, um für mehr kühlendes Grün und eine höhere Aufenthaltsqualität zu sorgen, haben schon in vielen Städten den Straßenraum neu belebt.

Mehr zu diesem Tag auf dem Bergfest gibt es hier......


Stadt Hildesheim wirtschaftet pestizidfrei

02.09.2022

Die Stadt Hildesheim wurde nun Dank ihrer bereits in den Jahren 2018 und 2019 getroffenen Beschlüsse in die BUND Liste Pestizidfreier Kommunen aufgenommen.

Mehr erfahren sie hier.......


Verkauf des Grundstücks am PvH – Update

Park am PvH Park am PvH  (M. Köhler (Bearbeitung M. Reich))

Im März diesen Jahres hatte der BUND Hildesheim ein Schreiben an die Mitglieder des Rats der Stadt Hildesheim verschickt, worin wir sie aufforderten, dem Verkauf des Grundstücks am PvH nicht zuzustimmen und eine weitere inhaltliche Debatte zu führen.

Dem zum Trotz hat der Rat dem Verkauf des Grundstückes grundsätzlich zugestimmt. Nun rückt der Zeitpunkt näher, wo Nägel mit Köpfen gemacht und der Verkauf und die Bebauung über den Bauträger Hanseatic unter Dach und Fach gebracht werden soll. Das alles ist für die Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 14.09.2022 um 17:30 im Rathaus geplant.

Hier weiterlesen.....


Was blüht denn da? Blühflächen und ihre Bedeutung

Flora am Hangbereich wird betrachtet Flora am Hangbereich wird betrachtet  (M. Köhler)

Am Sonntag, den 10.7.2022 schauten wir uns drei verschiedene Hildesheimer Landschaftsbereiche während einer gemeinsamen Veranstaltung der BUND Kreisgruppe Hildesheim und der Botanik AG des Ornithologischen Vereins genauer an.
Bei sonnigem Wetter wurden nacheinander der von der Stadt Hildesheim seit mehreren Jahren bestellte Blühstreifen neben der Tankstelle Alfelder Straße, der Wasserlauf und die flachen Bereiche des Überlaufbeckens der Innerste sowie ein Hangbereich desselben, beobachtet und hinterfragt.
Mit Neugierde, teilweise schon vorhandenem Vorwissen und Spaß an der Natur wurden Pflanzen bestimmt und das Pro und Kontra der Pflanzung von Blühwiesen besprochen.
Mehr hierzu gibt es hier.....
 


Was blüht denn da? - "Wiesentag" für Kinder

Am 15. Juni fand auf der großen Wiese am Brandisweg in Drispenstedt von 16.00 bis 19.00 Uhr eine Veranstaltung für Kinder statt.Wir haben uns dort mit 4 Kindern und 2 Betreuern des Kinder- und Jugendhaus in Drispenstedt im Schatten eines großen Baums getroffen. Ziel der Veranstaltung war, dass die Kinder sich intensiver mit der Natur in ihrer Nachbarschaft beschäftigen.

Mehr hierzu gibt es hier.....


Ausflug zum Gipskarst im Südharz

15. Mai 2022

Dr. Friedhart Knolle in Aktion Dr. Friedhart Knolle in Aktion  (M. Köhler)

Blauer Himmel, Sonnenschein und in der Ferne der Gipskarst - dies erwartete uns am 15. Mai am Bahnhof von Bad Sachsa.

Wir, das waren neben den 16 Teilnehmern aus verschiedenen BUND Gruppen aus Südniedersachsen, auch Dr. Friedhart Knolle. Er ist Geologe und befasst sich sowohl beruflich als auch ehrenamtlich seit vielen Jahren mit dem Gipskarst und der Problematik des Gipsabbaus.

Blick auf den Sachsenstein Blick auf den Sachsenstein  (M. Köhler)

Die Ausflugsroute führte uns vom Bahnhof in Bad Sachsa auf den Sachsenstein, eine markante Erhebung im Südharzer Gipskarst, zu einem Gipsabbaugebiet. Der Gipskarst in dieser Region nennt sich "Grüner Karst" , denn anders als andere Karstlandschaften beispielsweise in Südeuropa ist dieser mit vielfältiger Vegetation bedeckt und wäre von Natur aus bewaldet. Laut dem "Bundesamt für Naturschutz" gilt dieses Gebiet als ein "Hotspot“ der biologischen Vielfalt. Der Gipsabbau in der Flanke des Sachsensteins wirkte wie eine offene Wunde in dieser ansonsten wunderschönen Landschaft. Nach diesem erschreckenden Eindruck ging es hinauf zur Ruine der Sachsenburg und anschließend durch ein Bachtal hinunter zur Teichlandschaft, die durch Mönche des Zisterzienserklosters Walkenried geschaffen wurde und nun Teil des Naturschutzgebiets “Priorteich/Sachsenstein” ist. Die Wanderung endete in Walkenried an den Ruinen des Klosters mit Klostercafé. Anschließend fuhren wir mit dem Zug zurück nach Bad Sachsa, wo sich die Gruppe trennte.

Am Rande des Gipsabbaus Am Rande des Gipsabbaus  (M. Köhler)

Die Exkursion hat uns zwei Extreme gezeigt. Zum einen die wunderschöne Landschaft mit ihrer schützenswerten Natur.  Zum anderen den Gipsabbau, der diese Landschaft trotz des jahrzehntelangen Engagements der Naturschützer und den dadurch erreichten Änderungen im niedersächsischen Landesraumordnungsprogramm immer noch bedroht, weil die Gipsindustrie den Naturgips in Anspruch nimmt, statt den REA Gips aus der Rauchgasreinigung viel stärker einzusetzen.

  

Wer Interesse hat, kann hier mehr über die Problematik in diesem Gebiet nachlesen.

https://www.bund-niedersachsen.de/themen/natur-landwirtschaft/harzer-gipskarst-retten/harzer-gipskarst-retten/

https://www.researchgate.net/publication/351664436_Den_Harzer_Gipskarst_retten

https://www.bund-goettingen.de/arten-und-biotopschutz/hintergrund-gipskarst/

Hier geht es zu vielen interessanten Publikationen von Dr. Knolle.


BUND Obstwiesentour zum Tag der Artenvielfalt

22.5.2022

Gotlandschaf mit Lämmchen Gotlandschaf mit Lämmchen  (M. Köhler)

Die BUND Kreisgruppe Hildesheim organisierte zum "Tag der Artenvielfalt" Besuche bei laufenden Obstwiesenprojekten am Ith. Die Kontakte dorthin waren bei Arbeitseinsätzen auf der BUND Obstwiese bei Gronau geknüpft worden.

In Capellenhagen pflegen und rekultivieren Esther und Bernd Wöckener mit Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörden Hildesheim und Hameln-Pyrmont eine Kalkmagerrasenfläche. Dieser, die Ithregion prägende Wiesentyp, ist ursprünglich durch Beweidung entstanden und zeichnet sich durch Arten- und Blütenreichtum aus. Davon konnten sich auch die Besucher überzeugen und einige, auch geschützte Pflanzen- und Tierarten beobachten. Ein Teil des Magerrasens wurde erst im letzten Jahr maschinell von Verbuschung und Überwaldung befreit. Die eigentliche Pflegearbeit übernimmt nun eine kleine Herde gehörnter Gotlandschafe, eine robuste Landrasse, die hier abschnittweise zu festen Zeiten übers Jahr weidet. Im angrenzenden Gartenland steht noch die Bepflanzung mit weiteren, geeigneten Obstsorten an.

Die Gruppe auf der Obstwiese in Lauenstein Die Gruppe auf der Obstwiese in Lauenstein

Die zweite Station der Exkursion, die von Matthias Köhler geleitet wurde, war das Obstwiesenprojekt Krähenberg in Lauenstein. Hier haben Britta Kellermann und Werner Anders eine Kooperation mit dem Flecken Salzhemmendorf und der BUND Kreisgruppe Hameln-Pyrmont initiiert.

Auch hier wird auf Entwicklungsdynamik durch extensive Beweidung gesetzt. Schwerpunkt der Pflege ist aber das Zurückdrängen der durch die Waldrandlage drohenden Verbuschung.

Späte Mahd und Abharken des Schnitts gibt auch Spätblühern die Chance, Samen zu bilden. Auch Insekten, insbesondere vielen Schmetterlingsarten, nützt das Blütenangebot für die Falter allein nichts. Nur wenn die spezifischen Wirtspflanzen ihrer Larven bis zum Abschluss der Entwicklung stehen bleiben, können sie sich erfolgreich fortpflanzen.

Britta Kellermann wies beim Rundgang auf eine lange Benjeshecke, stehendes Totholz und Steinhaufen hin. Solche Strukturen werden von vielen Arten gern angenommen und erhöhen die Artenvielfalt.

Abschließend fand ein ausführlicher Informationsaustausch bei Tee und Kuchen statt.


Demonstration am Tag der Artenvielfalt

21.5.2022

Vorbereitung der Demo zum Tag der Artenvielfalt Vorbereitung der Demo zum Tag der Artenvielfalt  (M. Reich)

Unter dem Motto „Retten, was wir lieben und brauchen. 6. Massenartensterben stoppen“ fand am 21. Mai 2022 und somit am Tag der Artenvielfalt eine Demonstration in der Innenstadt Hildesheims statt. Eingeladen hatten dazu die Klima- und Artenschutzinitiative Extinction Rebellion, sowie die Naturschutzverbände NABU, Greenpeace und der BUND. Mit einem Angebot an verschiedenen aktionsbegleitenden Features wie Kinderschminken, Tomatenverkauf und Informationsständen entlang der Route des Demonstrationszuges wurde auf die Dringlichkeit der Korrektur unseres Lebensstils und der bestehenden Verantwortung der Politik und der Gesellschaft im Allgemeinen eindrucksvoll hingewiesen.

Neben Teilnehmenden in Tierkostümen stellten dabei die Stelzenläuferinnen der Gruppe „Hochkant“ ein besonderes Highlight mit ihren fantastischen Kostümen und ihrer artistisch anmutenden Performance dar. Untermalt von Musik wurde die Aufmerksamkeit zahlreicher Menschen in der Einkaufszone auf unseren Zug und die Kernthemen Klima- und Artenschutz gelenkt.

Dies ist auch bitter nötig, denn die Lage ist sehr ernst und das nicht erst seit Kurzem. 2022 jährt sich der versuchte Weckruf „Die Grenzen des Wachstums“ durch den Club of Rome zu 50sten Male. Zuviel Zeit ist bereits vergangen, seitdem wir vor Augen geführt bekamen, dass wir die Erde weder ungebremst ausbeuten können, noch einen Planet-B haben, auf den wir uns verkrümeln könnten. „Wir erleben derzeit das größte Massenartensterben seit dem Ende der Dinosaurier vor ca. 66 Millionen Jahren. In nur zwei Jahrhunderten haben wir Menschen es im Vergleich zu den letzten 10 Millionen Jahren um das 10 bis 100-fache beschleunigt.“, nennt Susanne Reinhardt von Extinction Rebellion erdrückende Fakten. Die gute Nachricht: Damit haben wir als Menschen es aber auch in der Hand diesen Trend zu stoppen.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass viele der persönlich angesprochenen Einkaufsbummler:innen gerne auch unseren Flyer mit vertiefenden Informationen entgegen nahmen. Sehen wir es als ermutigenden Hinweis darauf, dass Klima- und Artenschutz bereits vielen Menschen bekannt ist. Lasst uns weiterhin alle Hebel in Bewegung setzen, damit dies auch bei den Entscheidern endlich zu Konsequenzen führt. Vielen Dank an alle, die dabei waren und unsere Sache bereits unterstützen oder unterstützen werden!


Wildkatze in Gerzen!

Wildkatze in Gerzen Wildkatze in Gerzen  (Wildkamera)

Gehofft und geahnt hatten wir es ja schon immer, aber nun ist es Gewissheit: Unser Wildkatzenwanderkorridor bei Gerzen wird von den Tieren auch tatsächlich genutzt. Außerdem nutzen ihn natürlich auch viele andere Tiere.  Rehe, Hasen, Dachse, Füchse, ein Marderhund ( und auch schon mal ein Motorradfahrer) wurden von den Wildkameras, die wir auf dem Korridor platziert hatten eingefangen.

Nun aber ist es in einem neuen Anlauf mit neuen Wildkameras, gespendet von der Aktion Heimatherzen der Sparkasse, gelungen, eine Wildkatze im Bild festzuhalten. In der aufgehellten Version der Aufnahme ist ihr Hauptmerkmal, der buschige Schwanz mit der schwarzen Spitze und den schwarzen Ringen gut zu erkennen. Auch die verwaschene Fellzeichnung spricht für eine Wildkatze. Dank an Bastian Schmitt und Lars Jankowski für’s Aufhängen und Auswerten der Kameras. Wir bleiben dran und werden hoffentlich weitere Wildkatzenbewegungen dokumentieren können. Heimisch in unseren Wäldern sind sie schon seit mehreren Jahren.

Übrigens: der Wildkatzenkorridor bei Gerzen verbindet die Waldgebiete von Reuberg und Hils im Südwesten des Landkreises Hildesheim. Er ist Teil eines bundesweiten Biotopverbundprojekts für Waldlebensräume und des niedersächsischen Wildkatzenwegplans.


Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe: Vorstand im Amt bestätigt

Auf der Online Jahreshauptversammlung am 21.4.2022 konnte der Kreisgruppenvorsitzende auf ein sehr ereignisreiches Jahr zurückblicken. Wer regelmäßig auf dieser Seite zu Gast ist, hat unsere Aktivitäten hier verfolgt. Kurz zusammengefasst pflegt und entwickelt die BUND Kreisgruppe Lebensräume wie zum Beispiel die große Streuobstwiese bei Gronau, beteiligt sich am Citizen Science Projekt FLOW zur Gewässerbeurteilung, vertritt die Interessen von Natur und Umwelt in den entsprechenden Ausschüssen von Stadt und Landkreis, im Umweltbeirat der KNRN GmbH und bei Genehmigungsverfahren. Der BUND ist außerdem Mitglied im Hildesheimer Bodenbündnis, das Herr Wulf Grube zu Beginn der Jahreshauptversammlung vorstellte. Das Bodenbündnis will das Bewusstsein für die Verletzlichkeit des Bodens als „dünne Haut der Erde“ schärfen, setzt sich für eine Verringerung der Bodeninanspruchnahme z.B. durch Bautätigkeit ein und sucht den konstruktiv-kritischen Dialog mit Behörden und Unternehmen, die aktuell den Bau der SuedLink Trasse durch den Landkreis vorbereiten. Weitere Mitglieder des Hildesheimer Bodenbündnisses sind Vertreter der Landwirtschaft und der Wissenschaft (Universität Hildesheim, Institut für Geologie).

Die Vorstandswahlen bestätigten den bisherigen Vorstand mit Matthias Köhler als erstem Vorsitzenden und Michael Reich sowie Stefan Walingen als seine Stellvertreter. Stefan folgt in diesem Amt auf Marie Hilgenfeld, die auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden ist. Er wird weiterhin die Kasse der Kreisgruppe führen. Ebenfalls bestätigt wurden Catrin Dorow und Dr. Bernd Brehm als weitere Vorstandsmitglieder.

Der Vorstand bedankte sich bei Marie für Ihre wertvollen Beiträge zur Vorstandsarbeit und nahm erfreut zur Kenntnis, dass sie die Kreisgruppe weiterhin als aktives Mitglied unterstützen wird. Ein besonderer Dank ging auch an Eva Gutting-Vos, die ihren Bundesfreiwilligendienst bei der Kreisgruppe gerade beendet hat, jedoch u.a. das FLOW Projekt weiter ehrenamtlich betreuen wird.

Die Versammlung wählte außerdem die drei Delegierten, die die Kreisgruppe auf der Delegiertenversammlung des BUND Landesverbands im Juni vertreten werden.


Stand vom BUND bei der Eröffnung des neu renovierten Otto-Platz

26.3.2022

Info- und Upcyclingstand Info- und Upcyclingstand  (S. Walingen)

Bei der Eröffnung des neu renovierten Otto-Platzes am 26.3.2022 in der Nordstadt war der BUND Hildesheim mit einem Informations- und Upcyclingstand vertreten: Hierdurch sollte das Thema Müllvermeidung praxisnah an die Anwohner:innen des Ottoplatzes herangetragen werden - auf lokaler sowie auf globaler Ebene. Der Platz in der Nähe des Hauptbahnhofs ist durch die Renovierungsaktion der Kulturfabrik sowie anderer Freiwilliger zu einem gemütlichen, nachhaltigeren Ort geworden, an dem öffentliches Leben stattfinden kann: Es gibt hier nun Hochbeete mit Blühpflanzen und einen öffentlichen Bücherschrank, in dem alte Bücher neue Besitzer:innen finden können. Solche kleinen Oasen gilt es als Gemeinschaft zu erhalten und zu pflegen. Dafür kann jede:r einzelne etwas tun: Durch korrekte Müllentsorgung und (am besten!) Müllvermeidung.


Verkauf des Grundstücks am PvH Berücksichtigung des Klima- und Bodenschutzes

Brief an die Mitglieder des Rats der Stadt Hildesheim

Park am PvH Park am PvH  (M. Köhler)

Der BUND Hildesheim hat ein Schreiben an die Mitglieder des Rats der Stadt Hildesheim aufgestellt, in welchem wir sie bitten, dem Verkauf des Grundstücks am PvH nicht zuzustimmen und eine weitere inhaltliche Debatte zu führen.

Ein kleiner Ausschnitt aus dem Brief:

".....Aktuell kann nur festgestellt werden, dass die geplante Bebauung am PvH zwar einen Beitrag
zum Erreichen einiger städtebaulicher Ziele leistet, aber dem innerstädtischen Klimaschutz, z.B.
zur Vermeidung von Wärmestau, der Luftreinhaltung und -verbesserung, dem Bodenschutz
durch Vermeidung von Neuversiegelung und dem Wasserrückhalt in der Fläche widerspricht.........


Naturspaziergangs über den Mühlenberg

13.3.2022

Der Weg links soll zum Damm werden, der im Hochwasserfall das Wasser der Beuster im Talraum bis zum Ende der Baumreihe (am Bildrand rechts) zurückstaut. Der Weg links soll zum Damm werden, der im Hochwasserfall das Wasser der Beuster im Talraum bis zum Ende der Baumreihe (am Bildrand rechts) zurückstaut.  (M. Köhler)

Allerbestes Frühlingswetter konnten die Teilnehmer des BUND Naturspaziergangs über den Mühlenberg genießen. Sie freuten sich über den blauen Frühlingshimmel, die fast ebenso blauen ersten Veilchen und das Vogelgezwitscher aus den alten Obstbäumen. Von den Höhen des Mühlenberges warfen sie zudem einen Blick auf die Fläche des zukünftigen Hochwasserrückhaltebeckens im Beustertal.


Frühjahrsputz in Hildesheim

5.3.2022

Ungewöhnliche Funde bei der Müllsammelaktion Ungewöhnliche Funde bei der Müllsammelaktion  (K. Nadler)

Um 10.00 Uhr versammelten sich zahlreiche Menschen bei der Kanu- und Segelgilde Hildesheim um von dort aus zur großen Müllsammelaktion zu starten. Mitglieder des Kanuvereins nahmen die Aufräumarbeiten auf der Innerste in Angriff, während wir Fußgänger uns auf die umliegenden Gebiete verteilten.

Die Aktion fand dieses Jahr in Zusammenarbeit mit Fridays for Future Hildesheim statt. Diese hatten mit der Stadt gewettet. Für jeden gefüllten Rollcontainer soll die Stadt Hildesheim jeweils 5 Bäume pflanzen. Diese Aktion haben wir natürlich gerne unterstützt!

Mehr als 2 Container haben die Mitglieder der Kanugilde und die Teilnehmer der BUND Gruppe gefüllt. Und am Ende des Tages haben alle Mitwirkende in der Stadt zusammen 20 Container gefüllt. Also sollte die Stadt nun 100 Bäume pflanzen.

Anschließend gab es Kaffee und Kuchen, den wir uns nach getaner Arbeit – bei schönem Wetter – schmecken ließen.


Biber

Der Biber breitet sich im Landkreis Hildesheim immer weiter aus, seine Fraßspuren sind vielerorts zu sehen. Dem Naturfotografen Bastian Schmitt ist es gelungen, ihn mit einer Wildkamera bei der Arbeit sowie der genüsslichen Fellpflege zu filmen.

Biber halten keinen Winterschlaf, nur eine Art Winterruhe, d. h. auch zur kalten Jahreszeit betätigen Sie sich als Landschaftsgestalter und Umweltschützer, weil sie Bäume fällen und daraus unglaublich geschickt Staudämme und natürlich ihre Biberburg bauen. Dabei bevorzugen Biber Baumarten mit weichem und schnell nachwachsendem Holz wie Weiden und Pappeln. Als reine Vegetarier sorgen sie schon im Herbst vor, indem sie sich unter Wasser größere Vorräte mit Zweigen anlegen, auf die sie auch bei zugefrorenen Teichen zugreifen können.

Der Rückstau des Wassers durch Biberdämme bewirkt, dass in der Landschaft mehr und tiefere Wasserstellen entstehen, wovon zahlreiche Fische, Libellen, Amphibien, selten gewordene Wasservögel wie der Eisvogel und die Wasseramsel profitieren können. Die Verlangsamung der Fließgeschwindigkeit des Wassers führt nachweislich auch zu einer erhöhten Selbstreinigungskraft, was eingebrachten Pestizide und anderen Schadstoffen entgegen wirkt. Damit ist das possierliche Tier ein fleißiger Helfer für unsere Umwelt und verdient unseren Respekt.


„EU-LIFE BOVAR-Projekt“ zur Gelbbauchunke

Rückblick zur Führung mit Christoph Petersen im Schulbiologiezentrum am Samstagvormittag den 03.07.

Unke "Anna" Unke "Anna"  (E. Gutting-Vos)

Seit Sommer 2020 werden auf dem Gelände des Schulbiologiezentrums Gelbbauchunken nachgezogen, als Teil des LIFE Förderprojekts der EU „Management der Gelbbauchunke und anderer Amphibienarten dynamischer Lebensräume“, kurz: „LIFE BOVAR“. Hier hat man sich auf Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und die Nachzucht der Gelbbauchunke spezialisiert.


Christoph Petersen, der Leiter des Hildesheimer Projekts unter Federführung des NABU Niedersachsen, zeigte unserer kleinen Gruppe die verschiedenen Entwicklungsstadien von der Kaulquappe zum adulten Tier in der Aufzuchtstation, aber auch in den bewusst vegetationsarm gehaltenen Tümpeln auf den Freiflächen des FFH-Gebiets am Steinberg, wo die Tiere unter anderem ausgewildert werden. Wir erfuhren, dass diese Unkenart bei uns in Hildesheim ihre nördliche Verbreitungsgrenze hat. Durch den Wegfall von natürlichen Lebensräumen wie dynamische Überflutungsgebiete, aber auch durch Einsatz von Pestiziden ist sie selten geworden und kommt bei uns nur noch in Lebensräumen aus zweiter Hand wie Tongruben vor.

Unken sind aber keine „dicken Kröten“ wie im Märchen, sondern eher relativ kleine Tiere, siehe Foto. Im Unterschied zu Fröschen haben sie keine Fangzunge für Insekten, sondern springen nach ihrer Beute. Wie der Name schon sagt, haben die Tiere an der Körperunterseite leuchtend gelbe Zeichnungen, die individuell ausgeprägt sind und Fressfeinde abhalten sollen. Auffällig sind auch die herzförmigen Pupillen der Tiere.

Der Übergang vom Wassertier, der Kaulquappe, zum Landtier mit Beinen und Lungen erfolgt innerhalb kurzer Zeit und nicht bei allen Quappen gleichzeitig, so dass die Tiere neben Fütterung und Reinigung der Terrarien ständig überwacht und gepflegt werden müssen. Die vermittelten Inhalte waren so spannend präsentiert, dass wir in Absprache mit Herrn Petersen im Herbst einen weiteren Termin anbieten werden, um mehr Menschen für dieses ambitionierte Projekt direkt vor unserer Haustür zu begeistern.

Im Nachgang unserer Führung stellte sich heraus, dass es sich bei der auf der Freifläche vorgefundenen Unke um ein weibliches Exemplar - genannt Anna - handelt, dass bereits 2013 erstmals fotografiert wurde. Eine kleine Sensation!


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Für diejenigen deren Computer diese Möglichkeit bietet -hier das Programm als ics-Datei für den Kalender und als QR-Code (aktualisiert am 10.8.2022):

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