Willkommen bei der BUND Kreisgruppe Hildesheim!

Kreisgruppe Hildesheim

Willkommen bei der BUND Kreisgruppe Hildesheim!

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) setzt sich für den Schutz unserer Natur und Umwelt ein, damit die Erde für alle, die auf ihr leben, bewohnbar bleibt. Die BUND Kreisgruppe Hildesheim setzt sich ehrenamtlich für Natur- und Umweltschutz „vor der Haustür“ also in Stadt und Landkreis Hildesheim ein. Wir machen sowohl aktive Naturschutzarbeit (Pflege und Neuanlage von Biotopen wie z.B. Streuobstwiesen, Halbtrockenrasen, Feuchtgebiete), als auch kommunale Umweltpolitik In unserer Öffentlichkeitsarbeit zeigen wir auf geführten Wanderungen oder Radtouren die Schönheit der Natur vor unserer Haustür. Interessierte Bürger, passive Mitglieder und aktive Umweltschützer sind gleichermaßen bei uns willkommen. Kommen Sie einfach bei uns vorbei, schreiben eine Mail oder stöbern vorerst auf unserer Seite!

EU-LIFE BOVAR-Projekt für die Gelbbauchunke

Führung mit Christoph Petersen im Schulbiologiezentrum

Unke "Anna" Unke "Anna"  (E. Gutting-Vos)

Seit Sommer 2020 werden auf dem Gelände des Schulbiologiezentrums Gelbbauchunken nachgezogen. Dies ist Teil des LIFE Förderprojekts der EU „Management der Gelbbauchunke und anderer Amphibienarten dynamischer Lebensräume“, kurz: „LIFE BOVAR“. Hier hat man sich auf Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und die Nachzucht der Gelbbauchunke spezialisiert. Die Tiere werden dann in Hildesheimer Projektgebieten ausgewildert.

Am 20. August 2022 gibt Herr Petersen uns von 10.00 - 13.30 Uhr eine Führung im Schulbiologiezentrum Ochtersum (Am Wildgatter 60) und wird uns zu diesem Thema viel erzählen können.

Bitte anmelden unter info(at)bund-hildesheim.de


Exkursion zu „Batman“ auf der Streuobstwiese in Gronau.

Mit Matthias Köhler

Große Abendsegler Große Abendsegler  (Rüdiger Habeck (Quelle: BUND Fledermauszentrum Hannover))

Streifen Sie am 19. August ab 19.30 Uhr mit uns zusammen zur Dämmerung über unsere Streuobstwiese und beobachten Sie die Luftakrobaten bei ihrem Beuteflug. Mit dem „Bat-Detektor“ ausgestattet hören wir auch ihre Rufe im Ultraschallbereich.

Ort:

Breite Straße 8A, Gronau - beim Bootsclub.

Bitte anmelden unter info(at)bund-hildesheim.de


Führung durch den Sonnengarten Sorsum Solidarische Landwirtschaft/ Permakultur Sonnengarten Sorsum

André Brun im "Sonnengarten" André Brun im "Sonnengarten"  (M. Köhler)

Am 13. August 2022 ab 10.00 Uhr lernen wir bei einem gemeinsamen Rundgang viel über die ökologischen und ökonomischen Vorteile der Permakultur. Außerdem stellt uns André Brun u.a. seine Laufenten vor.

Für Gartenbesitzer, die ökologisch gärtnern möchten, gibt es viele wertvolle und praktische Tipps für Gemüse- und Obstanbau!

Ort: Sorsumer Hauptstraße 149a, 31139 Hildesheim.

Anmeldung erforderlich unter info(at)bund-hildesheim.de


Was blüht denn da? Blühflächen und ihre Bedeutung

Flora am Hangbereich wird betrachtet Flora am Hangbereich wird betrachtet  (M. Köhler)

Am Sonntag, den 10.7.2022 schauten wir uns drei verschiedene Hildesheimer Landschaftsbereiche während einer gemeinsamen Veranstaltung der BUND Kreisgruppe Hildesheim und der Botanik AG des Ornithologischen Vereins genauer an.
Bei sonnigem Wetter wurden nacheinander der von der Stadt Hildesheim seit mehreren Jahren bestellte Blühstreifen neben der Tankstelle Alfelder Straße, der Wasserlauf und die flachen Bereiche des Überlaufbeckens der Innerste sowie ein Hangbereich desselben, beobachtet und hinterfragt.
Mit Neugierde, teilweise schon vorhandenem Vorwissen und Spaß an der Natur wurden Pflanzen bestimmt und das Pro und Kontra der Pflanzung von Blühwiesen besprochen.

Die Rolle der Blühstreifen mit ihrem vielfältigen Blütenangebot als Nahrungsgrundlage ausgewachsener Insekten sowie ihre Rolle als Standort für potentielle Futterpflanzen von Insektenlarven wurden herausgestellt.
Insgesamt stellen solche einzelnen punktuellen Flächen wichtige "Trittsteine" für besonders mobile Arten dar.
Langfristig bewirkt jedoch eher die tatsächliche Vernetzung von naturnahen Standorten eine effektive Verbesserung für Flora und Fauna.
Wie so oft bedeutet auch hier "weniger ist mehr". Das Spannungsfeld zwischen den durch Menschen angelegten Flächen und der damit verbundenen Verdrängung heimischer und standortspezifischer Pflanzen, darf dabei nicht außer Acht gelassen werden.
So wurde auch klargestellt, dass es keinen Sinn ergibt, die neuerdings sehr modernen "Saatkugeln" oder Saatmischungen willkürlich einfach in der Stadt oder im außerstädtischen Freiland auszusäen: Dies gefährdet die lokale ökologische Vielfalt.

Doch was kann der Privatmensch in seinem Einflussbereich, wie dem Balkon oder Garten, beitragen?
Hier konnten Ideen und Tipps aller Beteiligten ausgetauscht werden, wobei der Auswahl regionaler Pflanzen und der zentralen Rolle der Pflanzen für die Artenvielfalt ein hoher Stellenwert zugesprochen wurde.
Dank der erfreulichen Teilnehmerzahl von 14 Personen und vielfältigen Sichtungen wertvoller Pflanzen und Tiere war die Veranstaltung ein toller Erfolg.

Und wer sich außerhalb des eigenen Gartens für die naturnahe Gestaltung der öffentlichen Grünanlagen im Landkreis Hildesheim einsetzen möchte, kann sich gerne hier melden: info(at)bund-hildesheim.de


Ausflug zum Gipskarst im Südharz

15. Mai 2022

Dr. Friedhart Knolle in Aktion Dr. Friedhart Knolle in Aktion  (M. Köhler)

Blauer Himmel, Sonnenschein und in der Ferne der Gipskarst - dies erwartete uns am 15. Mai am Bahnhof von Bad Sachsa.

Wir, das waren neben den 16 Teilnehmern aus verschiedenen BUND Gruppen aus Südniedersachsen, auch Dr. Friedhart Knolle. Er ist Geologe und befasst sich sowohl beruflich als auch ehrenamtlich seit vielen Jahren mit dem Gipskarst und der Problematik des Gipsabbaus.

Blick auf den Sachsenstein Blick auf den Sachsenstein  (M. Köhler)

Die Ausflugsroute führte uns vom Bahnhof in Bad Sachsa auf den Sachsenstein, eine markante Erhebung im Südharzer Gipskarst, zu einem Gipsabbaugebiet. Der Gipskarst in dieser Region nennt sich "Grüner Karst" , denn anders als andere Karstlandschaften beispielsweise in Südeuropa ist dieser mit vielfältiger Vegetation bedeckt und wäre von Natur aus bewaldet. Laut dem "Bundesamt für Naturschutz" gilt dieses Gebiet als ein "Hotspot“ der biologischen Vielfalt. Der Gipsabbau in der Flanke des Sachsensteins wirkte wie eine offene Wunde in dieser ansonsten wunderschönen Landschaft. Nach diesem erschreckenden Eindruck ging es hinauf zur Ruine der Sachsenburg und anschließend durch ein Bachtal hinunter zur Teichlandschaft, die durch Mönche des Zisterzienserklosters Walkenried geschaffen wurde und nun Teil des Naturschutzgebiets “Priorteich/Sachsenstein” ist. Die Wanderung endete in Walkenried an den Ruinen des Klosters mit Klostercafé. Anschließend fuhren wir mit dem Zug zurück nach Bad Sachsa, wo sich die Gruppe trennte.

Am Rande des Gipsabbaus Am Rande des Gipsabbaus  (M. Köhler)

Die Exkursion hat uns zwei Extreme gezeigt. Zum einen die wunderschöne Landschaft mit ihrer schützenswerten Natur.  Zum anderen den Gipsabbau, der diese Landschaft trotz des jahrzehntelangen Engagements der Naturschützer und den dadurch erreichten Änderungen im niedersächsischen Landesraumordnungsprogramm immer noch bedroht, weil die Gipsindustrie den Naturgips in Anspruch nimmt, statt den REA Gips aus der Rauchgasreinigung viel stärker einzusetzen.

  

Wer Interesse hat, kann hier mehr über die Problematik in diesem Gebiet nachlesen.

https://www.bund-niedersachsen.de/themen/natur-landwirtschaft/harzer-gipskarst-retten/harzer-gipskarst-retten/

https://www.researchgate.net/publication/351664436_Den_Harzer_Gipskarst_retten

https://www.bund-goettingen.de/arten-und-biotopschutz/hintergrund-gipskarst/

Hier geht es zu vielen interessanten Publikationen von Dr. Knolle.


BUND Obstwiesentour zum Tag der Artenvielfalt

22.5.2022

Gotlandschaf mit Lämmchen Gotlandschaf mit Lämmchen  (M. Köhler)

Die BUND Kreisgruppe Hildesheim organisierte zum "Tag der Artenvielfalt" Besuche bei laufenden Obstwiesenprojekten am Ith. Die Kontakte dorthin waren bei Arbeitseinsätzen auf der BUND Obstwiese bei Gronau geknüpft worden.

In Capellenhagen pflegen und rekultivieren Esther und Bernd Wöckener mit Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörden Hildesheim und Hameln-Pyrmont eine Kalkmagerrasenfläche. Dieser, die Ithregion prägende Wiesentyp, ist ursprünglich durch Beweidung entstanden und zeichnet sich durch Arten- und Blütenreichtum aus. Davon konnten sich auch die Besucher überzeugen und einige, auch geschützte Pflanzen- und Tierarten beobachten. Ein Teil des Magerrasens wurde erst im letzten Jahr maschinell von Verbuschung und Überwaldung befreit. Die eigentliche Pflegearbeit übernimmt nun eine kleine Herde gehörnter Gotlandschafe, eine robuste Landrasse, die hier abschnittweise zu festen Zeiten übers Jahr weidet. Im angrenzenden Gartenland steht noch die Bepflanzung mit weiteren, geeigneten Obstsorten an.

Die Gruppe auf der Obstwiese in Lauenstein Die Gruppe auf der Obstwiese in Lauenstein

Die zweite Station der Exkursion, die von Matthias Köhler geleitet wurde, war das Obstwiesenprojekt Krähenberg in Lauenstein. Hier haben Britta Kellermann und Werner Anders eine Kooperation mit dem Flecken Salzhemmendorf und der BUND Kreisgruppe Hameln-Pyrmont initiiert.

Auch hier wird auf Entwicklungsdynamik durch extensive Beweidung gesetzt. Schwerpunkt der Pflege ist aber das Zurückdrängen der durch die Waldrandlage drohenden Verbuschung.

Späte Mahd und Abharken des Schnitts gibt auch Spätblühern die Chance, Samen zu bilden. Auch Insekten, insbesondere vielen Schmetterlingsarten, nützt das Blütenangebot für die Falter allein nichts. Nur wenn die spezifischen Wirtspflanzen ihrer Larven bis zum Abschluss der Entwicklung stehen bleiben, können sie sich erfolgreich fortpflanzen.

Britta Kellermann wies beim Rundgang auf eine lange Benjeshecke, stehendes Totholz und Steinhaufen hin. Solche Strukturen werden von vielen Arten gern angenommen und erhöhen die Artenvielfalt.

Abschließend fand ein ausführlicher Informationsaustausch bei Tee und Kuchen statt.


Demonstration am Tag der Artenvielfalt

21.5.2022

Vorbereitung der Demo zum Tag der Artenvielfalt Vorbereitung der Demo zum Tag der Artenvielfalt  (M. Reich)

Unter dem Motto „Retten, was wir lieben und brauchen. 6. Massenartensterben stoppen“ fand am 21. Mai 2022 und somit am Tag der Artenvielfalt eine Demonstration in der Innenstadt Hildesheims statt. Eingeladen hatten dazu die Klima- und Artenschutzinitiative Extinction Rebellion, sowie die Naturschutzverbände NABU, Greenpeace und der BUND. Mit einem Angebot an verschiedenen aktionsbegleitenden Features wie Kinderschminken, Tomatenverkauf und Informationsständen entlang der Route des Demonstrationszuges wurde auf die Dringlichkeit der Korrektur unseres Lebensstils und der bestehenden Verantwortung der Politik und der Gesellschaft im Allgemeinen eindrucksvoll hingewiesen.

Neben Teilnehmenden in Tierkostümen stellten dabei die Stelzenläuferinnen der Gruppe „Hochkant“ ein besonderes Highlight mit ihren fantastischen Kostümen und ihrer artistisch anmutenden Performance dar. Untermalt von Musik wurde die Aufmerksamkeit zahlreicher Menschen in der Einkaufszone auf unseren Zug und die Kernthemen Klima- und Artenschutz gelenkt.

Dies ist auch bitter nötig, denn die Lage ist sehr ernst und das nicht erst seit Kurzem. 2022 jährt sich der versuchte Weckruf „Die Grenzen des Wachstums“ durch den Club of Rome zu 50sten Male. Zuviel Zeit ist bereits vergangen, seitdem wir vor Augen geführt bekamen, dass wir die Erde weder ungebremst ausbeuten können, noch einen Planet-B haben, auf den wir uns verkrümeln könnten. „Wir erleben derzeit das größte Massenartensterben seit dem Ende der Dinosaurier vor ca. 66 Millionen Jahren. In nur zwei Jahrhunderten haben wir Menschen es im Vergleich zu den letzten 10 Millionen Jahren um das 10 bis 100-fache beschleunigt.“, nennt Susanne Reinhardt von Extinction Rebellion erdrückende Fakten. Die gute Nachricht: Damit haben wir als Menschen es aber auch in der Hand diesen Trend zu stoppen.

Als Fazit lässt sich festhalten, dass viele der persönlich angesprochenen Einkaufsbummler:innen gerne auch unseren Flyer mit vertiefenden Informationen entgegen nahmen. Sehen wir es als ermutigenden Hinweis darauf, dass Klima- und Artenschutz bereits vielen Menschen bekannt ist. Lasst uns weiterhin alle Hebel in Bewegung setzen, damit dies auch bei den Entscheidern endlich zu Konsequenzen führt. Vielen Dank an alle, die dabei waren und unsere Sache bereits unterstützen oder unterstützen werden!


Neuer Amphibien-Rekord am Röderhof: 35.400 Tiere erreichen in diesem Frühjahr wohlbehalten ihre Laichgewässer

Pressemitteilung - 14.5.2022

Kröten auf dem Weg in die Freiheit Kröten auf dem Weg in die Freiheit  (E. Gutting-Vos)

Die diesjährige Amphibien-Schutzaktion der BUND Kreisgruppe Hildesheim war die bislang längste und „ertragreichste“: Vom 22. Februar bis zum 19. April haben rd. 60 Sammlerinnen und Sammler morgens und abends insgesamt 35.400 Amphibien bei ihrem Weg zu den Laichgewässern unterstützt. An der Straße nach Röderhof war ein kilometerlanger Amphibienschutzzaun aufgestellt. Die Tiere fallen dort in Eimer und müssen morgens und abends über die Straße zu den Gewässern getragen werden. „Diese Aktion war ein voller Erfolg, der aber nur mit den vielen engagierten Helferinnen und Helfer möglich gewesen ist“, bilanzierte BUND-Amphibien-Koordinatorin Claudia Keil auf einem Nachbereitungstreffen.

Die Zusammensetzung der Sammlerinnen und Sammler war sehr bunt: von Schulklassen, über Familien, Einzelpersonen und Jugendgruppen.

Die größte Amphibiengruppe stellen die Erdkröten mit über 30.000 Tieren, aber auch 4700 Molchen konnte der gefährliche Weg über die Straße erspart bleiben. Dazu zählen in diesem Jahr 387 Kammmolche. Dies ist das beste Ergebnis seit 2017 bei dieser   selten gewordenen und deshalb besonders geschützten Molchart. Bergmolche, Teichmolche und Fadenmolche sind ebenfalls am Röderhof nachgewiesen. Erfreulich auch die zunehmende Anzahl dokumentierter Frösche mit über 500 Tieren.

Die diesjährige Herausforderung lag bei dem Wetter. Nach dem Einsetzen der Amphibienwanderung Ende Februar wurde es wieder kalt und trocken. Kein Wetter, bei dem sich Amphibien gerne auf den Weg machen. Die größte Wanderbewegung erfolgte dann erst wieder ab dem 21. März und dann noch einmal über die Osterfeiertage. Das erforderte ein insgesamt acht-wöchiges Engagement der Helferinnen und Helfer: Solange der Schutzzaun steht, muss regelmäßig gesammelt werden, damit die Tiere nicht in den Sammeleimern verenden.

Auch die untere Naturschutzbehörde – die für den Aufbau und Abbau des Amphibien-Schutzzauns verantwortlich zeichnet, zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Die Ergebnisse vom Röderhof sind beeindruckend und freuen uns sehr“, so Carsten Lange. Sein Kollege Kevin Schulz ergänzte: „Die Zahlen sind ein Beleg dafür, dass sich der umfangreiche Aufwand des Zaunbaus und des Sammelns am Röderhof auszahlt.


Wildkatze in Gerzen!

Wildkatze in Gerzen Wildkatze in Gerzen  (Wildkamera)

Gehofft und geahnt hatten wir es ja schon immer, aber nun ist es Gewissheit: Unser Wildkatzenwanderkorridor bei Gerzen wird von den Tieren auch tatsächlich genutzt. Außerdem nutzen ihn natürlich auch viele andere Tiere.  Rehe, Hasen, Dachse, Füchse, ein Marderhund ( und auch schon mal ein Motorradfahrer) wurden von den Wildkameras, die wir auf dem Korridor platziert hatten eingefangen.

Nun aber ist es in einem neuen Anlauf mit neuen Wildkameras, gespendet von der Aktion Heimatherzen der Sparkasse, gelungen, eine Wildkatze im Bild festzuhalten. In der aufgehellten Version der Aufnahme ist ihr Hauptmerkmal, der buschige Schwanz mit der schwarzen Spitze und den schwarzen Ringen gut zu erkennen. Auch die verwaschene Fellzeichnung spricht für eine Wildkatze. Dank an Bastian Schmitt und Lars Jankowski für’s Aufhängen und Auswerten der Kameras. Wir bleiben dran und werden hoffentlich weitere Wildkatzenbewegungen dokumentieren können. Heimisch in unseren Wäldern sind sie schon seit mehreren Jahren.

Übrigens: der Wildkatzenkorridor bei Gerzen verbindet die Waldgebiete von Reuberg und Hils im Südwesten des Landkreises Hildesheim. Er ist Teil eines bundesweiten Biotopverbundprojekts für Waldlebensräume und des niedersächsischen Wildkatzenwegplans.


„Frühjahrsputz“ auf der schwarzen Heide

23.4.2022

Bei der Arbeit..... Bei der Arbeit.....  (M. Köhler)

Auch in diesem Frühjahr war wieder eine Gruppe BUND Aktiver mit Hacken auf der schwarzen Heide bei Barienrode unterwegs, um Birken- und Pappelschösslinge zu entfernen. Deren grüne Triebe waren zwischen den noch winterlich braunen Heidebüschen gut auszumachen und konnten mit entschlossenen Hackenschlägen samt Wurzel entfernt werden. Daher stellte Ulrich Weber von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises, der selbst tatkräftig mit anpackte, bereits nach wenigen Stunden Arbeitseinsatz einen guten Pflegezustandes der Heidefläche fest. Die Gefahr, dass das Heidekraut von den Jungbäumen in den Schatten gestellt wird, ist für eine Weile gebannt.

Zusätzlich wurde ein Birkenstamm nahe der Bank auf dem Kamm des Mühlenbergs aus Verkehrssicherungsgründen gefällt. Hornissen hatten die Baumrinde abgenagt, um sich an dem zuckerhaltigen Birkensaft zu laben, und den Baum so zum Absterben gebracht.


Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe: Vorstand im Amt bestätigt

Auf der Online Jahreshauptversammlung am 21.4.2022 konnte der Kreisgruppenvorsitzende auf ein sehr ereignisreiches Jahr zurückblicken. Wer regelmäßig auf dieser Seite zu Gast ist, hat unsere Aktivitäten hier verfolgt. Kurz zusammengefasst pflegt und entwickelt die BUND Kreisgruppe Lebensräume wie zum Beispiel die große Streuobstwiese bei Gronau, beteiligt sich am Citizen Science Projekt FLOW zur Gewässerbeurteilung, vertritt die Interessen von Natur und Umwelt in den entsprechenden Ausschüssen von Stadt und Landkreis, im Umweltbeirat der KNRN GmbH und bei Genehmigungsverfahren. Der BUND ist außerdem Mitglied im Hildesheimer Bodenbündnis, das Herr Wulf Grube zu Beginn der Jahreshauptversammlung vorstellte. Das Bodenbündnis will das Bewusstsein für die Verletzlichkeit des Bodens als „dünne Haut der Erde“ schärfen, setzt sich für eine Verringerung der Bodeninanspruchnahme z.B. durch Bautätigkeit ein und sucht den konstruktiv-kritischen Dialog mit Behörden und Unternehmen, die aktuell den Bau der SuedLink Trasse durch den Landkreis vorbereiten. Weitere Mitglieder des Hildesheimer Bodenbündnisses sind Vertreter der Landwirtschaft und der Wissenschaft (Universität Hildesheim, Institut für Geologie).

Die Vorstandswahlen bestätigten den bisherigen Vorstand mit Matthias Köhler als erstem Vorsitzenden und Michael Reich sowie Stefan Walingen als seine Stellvertreter. Stefan folgt in diesem Amt auf Marie Hilgenfeld, die auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand ausgeschieden ist. Er wird weiterhin die Kasse der Kreisgruppe führen. Ebenfalls bestätigt wurden Catrin Dorow und Dr. Bernd Brehm als weitere Vorstandsmitglieder.

Der Vorstand bedankte sich bei Marie für Ihre wertvollen Beiträge zur Vorstandsarbeit und nahm erfreut zur Kenntnis, dass sie die Kreisgruppe weiterhin als aktives Mitglied unterstützen wird. Ein besonderer Dank ging auch an Eva Gutting-Vos, die ihren Bundesfreiwilligendienst bei der Kreisgruppe gerade beendet hat, jedoch u.a. das FLOW Projekt weiter ehrenamtlich betreuen wird.

Die Versammlung wählte außerdem die drei Delegierten, die die Kreisgruppe auf der Delegiertenversammlung des BUND Landesverbands im Juni vertreten werden.


Nächste Woche wird Amphibienzaun abgebaut

17.4.2022

Molche auf dem Weg ins Wasser Molche auf dem Weg ins Wasser  (C. Keil)

Gestern wurden u.a. 13 Kammmolche in den Eimern gefunden. Ein tolles Ergebnis!

Und nun wird der Zaun bald wieder abgebaut. Das genaue Datum steht allerdings noch nicht fest.


Mein Jahr beim BUND in Hildesheim

Bundesfreiwilligendienst beim BUND Hildesheim

Nach einem ausgefüllten Berufsleben als leitende Angestellte im Vertrieb eines Konzerns die Hände in den Schoss legen? Nein, endlich hatte ich Zeit für Dinge, die ich „schon immer mal machen“ wollte, und dazu gehört auf jeden Fall Naturschutz. Ein erstes Gespräch im Februar 2021 mit unserem Vorsitzenden Matthias Köhler an der Bischofsmühle gab mir das gute Bauchgefühl, bei der Kreisgruppe richtig zu sein und so startete ich schon im März meinen Bundesfreiwilligendienst in Teilzeit.
Anfangs konzentrierte ich mich auf Bürotätigkeit wie Mitgliederbetreuung und Organisation, aber dann entdeckte ich die vielfältigen Themen wie zum Beispiel der Kampf für den Klimaschutz, Insektenschutz, Amphibienrettung und war auch bei fast jedem Arbeitseinsatz dabei, um Heidelandschaften, Streuobstwiesen oder Wiesen mit seltenen Orchideen zu pflegen und zu schützen. Die Aktiven in der Kreisgruppe, allen voran unser Vorsitzender Matthias, erklärten mir dabei jedes Mal geduldig, was zu tun ist und wozu, so dass ich recht schnell in die Themen kam und mich entsprechend als nützlich erweisen konnte.

Durch Kontakte zu Experten für Wildbienen oder naturnahe Gartenbepflanzung hat auch mein eigener großer Garten mit seinen tierischen und pflanzlichen Bewohnern profitiert. Ganz stolz war ich zum Beispiel, als ich im Sommer auf meinem Balkon eine Holzbiene auf Anhieb erkennen konnte.

Das Thema Kleingewässermonitoring nach wissenschaftlichem Standard hat mit nach einer Beprobung des Auebachs im Rahmen des Projekts FLOW nicht mehr losgelassen, und so werde ich mit drei anderen Aktiven eine Ausbildung zum Teamleiter machen und dafür gemeinsam die Grundlagen zur Bestimmung des Makrozoobenthos „pauken“, um u.a. Schlammfliegen und Köcherfliegenlarven richtig zuordnen zu können. Das ist wichtig, weil unsere Bäche und Flüsse häufig in keinem guten ökologischen Zustand sind und das sollte fachgerecht dokumentiert werden.
Besonders liegt mir aber am Herzen, mich mit Menschen zum Plastikkonsum und seinen Gefahren für unsere Gesundheit auszutauschen. An 4 Abenden lade ich daher online in einem Mix aus Vortrag und Austausch zu Themen wie weniger Plastik in Küche und Bad ein. Dabei geht es nicht um den totalen Verzicht, sondern um clevere Lösungen, die funktionieren und mit denen ich auch persönlich gut leben kann.

Wenn meine offizielle Zeit dann demnächst beendet ist, werde ich mitnehmen, dass Naturschutz vor Ort erstens ein riesiges buntes Kaleidoskop an Möglichkeiten bietet und dass die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichsten Menschen unglaublichen Spaß macht. Insofern kann ich nur jeden ermutigen, sich ganz zwanglos bei uns zu melden (info@bund-hildesheim.de).

Eva Gutting-Vos

März 2022


Amphibienwanderung

7.4.2022

Kröten auf dem Weg in die Freiheit Kröten auf dem Weg in die Freiheit  (E. Gutting-Vos)

Letzte Woche kam es durch die Kälte und den Schnee bei der Amphibienwanderung zu einem Stillstand. Aber während der letzten Tage -  bei einsetztendem Regen und den etwas höheren Temperaturen von 6 - 8 Grad - wandern die Tiere wieder!

Diese Woche haben sich bislang schon 10.000 Tiere auf den Weg gemacht. Das ist rund ein Drittel der Gesamtmenge von 2021.

Seit dem 22. Februar steht der Zaun - nun schon in der 7. Woche - und nun endlich kommt richtig Bewegung rein.


Stand vom BUND bei der Eröffnung des neu renovierten Otto-Platz

26.3.2022

Info- und Upcyclingstand Info- und Upcyclingstand  (S. Walingen)

Bei der Eröffnung des neu renovierten Otto-Platzes am 26.3.2022 in der Nordstadt war der BUND Hildesheim mit einem Informations- und Upcyclingstand vertreten: Hierdurch sollte das Thema Müllvermeidung praxisnah an die Anwohner:innen des Ottoplatzes herangetragen werden - auf lokaler sowie auf globaler Ebene. Der Platz in der Nähe des Hauptbahnhofs ist durch die Renovierungsaktion der Kulturfabrik sowie anderer Freiwilliger zu einem gemütlichen, nachhaltigeren Ort geworden, an dem öffentliches Leben stattfinden kann: Es gibt hier nun Hochbeete mit Blühpflanzen und einen öffentlichen Bücherschrank, in dem alte Bücher neue Besitzer:innen finden können. Solche kleinen Oasen gilt es als Gemeinschaft zu erhalten und zu pflegen. Dafür kann jede:r einzelne etwas tun: Durch korrekte Müllentsorgung und (am besten!) Müllvermeidung.


Jetzt wandern sie......

27.3.2022 - Amphibienwanderung beim Röderhof

Bergmolch, der ein Krötentaxi nutzt Bergmolch, der ein Krötentaxi nutzt  (C. Keil)

Letzte Woche hatte das Wetter die Kröten und Molche weitestgehend davon abgehalten zu wandern. Die Grundschullehrerin Sabine Blanc, die mit ihrer Grundschulklasse der Joseph Müller-Schule sammelt, berichtete von ihrem Sammeleinsatz letzten Mittwoch: "Die Joseph Müller-Schule meldet: 1 Kröte, 1 hübscher Tausendfüßler, 2 Nacktschnecken und 3 Laufkäfer, bei 10 Grad und sternenklarem Himmel. Einfach zu trocken für Amphibien heute. Spaß hatten wir trotzdem".

Das nebelfeuchte Wetter von Samstag früh hat dann aber einige Tiere in die Eimer gebracht: rund 450 Kröten, 2 Kammmolche, 58 Bergmolche, 18 Teichmolche und 17 Fadenmolche. Und am Sonntagmorgen wurde sogar von rund 3500 Amphibien (ca. 3100 Kröten, 300 Molche und ein paar Frösche) berichtet.


Klimastreik am 25.3.2022

Es ist Krieg in Europa und Fridays for Future rufen zum Klimastreik auf. Für den Frieden und für Klimagerechtigkeit. Und wir machen natürlich gerne mit!

Am 25. März treffen sich alle zur Fahrraddemo ab 14:00 Uhr vom Platz auf der Lilie.


Impressionen der Amphibienrettung am Röderhof


Verkauf des Grundstücks am PvH Berücksichtigung des Klima- und Bodenschutzes

Brief an die Mitglieder des Rats der Stadt Hildesheim

Park am PvH Park am PvH  (M. Köhler)

Der BUND Hildesheim hat ein Schreiben an die Mitglieder des Rats der Stadt Hildesheim aufgestellt, in welchem wir sie bitten, dem Verkauf des Grundstücks am PvH nicht zuzustimmen und eine weitere inhaltliche Debatte zu führen.

Ein kleiner Ausschnitt aus dem Brief:

".....Aktuell kann nur festgestellt werden, dass die geplante Bebauung am PvH zwar einen Beitrag
zum Erreichen einiger städtebaulicher Ziele leistet, aber dem innerstädtischen Klimaschutz, z.B.
zur Vermeidung von Wärmestau, der Luftreinhaltung und -verbesserung, dem Bodenschutz
durch Vermeidung von Neuversiegelung und dem Wasserrückhalt in der Fläche widerspricht.........


Citizen Science-Projekt „FLOW“ Gewässerbewertung im Landkreis Hildesheim

Fließgewässerforscher*innen gesucht!

Sortieren der gefundenen wirbellosen tierischen Organismen Sortieren der gefundenen wirbellosen tierischen Organismen  (M. Köhler)

FLOW ist ein Projekt zum ökologischen Monitoring von kleinen Fließgewässern. Ziel ist es, den ökologischen Zustand der Gewässer zu untersuchen. Es geht um die Gewässerstrukturgüte sowie die Nährstoff- und Pestizidbelastung. Dies soll an zwei Samstagen im Zeitraum April bis Juni an einem Bach im Landkreis Hildesheim gemessen und untersucht werden.

Begrenzte Teilnehmerzahl

Anmeldung bis 20.03.2022 unter info(at)bund-hildesheim.de

In Zusammenhang mit dieser Aktion stehen 3 Termine:

1. Vorbereitungstermin ONLINE am 28. März ab 19 Uhr

2.  Erste Beprobung eines Baches am 9. April 2022 von 10.00 - 17.00 Uhr. Treffpunkt: wird bei Anmeldung mitgeteilt

3. Zweite Beprobung eines Baches am Samstag, den 11. Juni (10 bis 17 Uhr)


Naturspaziergangs über den Mühlenberg

13.3.2022

Der Weg links soll zum Damm werden, der im Hochwasserfall das Wasser der Beuster im Talraum bis zum Ende der Baumreihe (am Bildrand rechts) zurückstaut. Der Weg links soll zum Damm werden, der im Hochwasserfall das Wasser der Beuster im Talraum bis zum Ende der Baumreihe (am Bildrand rechts) zurückstaut.  (M. Köhler)

Allerbestes Frühlingswetter konnten die Teilnehmer des BUND Naturspaziergangs über den Mühlenberg genießen. Sie freuten sich über den blauen Frühlingshimmel, die fast ebenso blauen ersten Veilchen und das Vogelgezwitscher aus den alten Obstbäumen. Von den Höhen des Mühlenberges warfen sie zudem einen Blick auf die Fläche des zukünftigen Hochwasserrückhaltebeckens im Beustertal.


Die Amphibien wandern wieder

16.3.2022

Zaungast Zaungast  (S. Preißler)

Nachdem wegen der Kälte und Trockenheit in letzter Zeit so gut wie keine Wanderaktivität bei den Amphibien zu erkennen war, geht es jetzt wieder los.

Und so haben wir gestern rund 70 Kröten und ca. 50 Molche gesammelt.


Unser neues Programm für 2022

Unser Veranstaltungsprogramm für 2022 ist fertig und lädt Sie zum Naturerleben ein. Wir haben es um neue Formate mit mehr Möglichkeiten, sich persönlich einzubringen, Leute zu treffen und Themen auch einmal intensiver zu diskutieren, erweitert.

Letzteres ist auf unseren „Themenabenden“ angesagt, die zukünftig im Wechsel mit den „normalen“ monatlichen Runden stattfinden werden, auf denen wir unsere aktuellen Projekte besprechen und Veranstaltungen planen. Während hier eine Vielzahl von Punkten auf der Tagesordnung steht, diskutieren die Teilnehmer eines Themenabends nach einem einführenden Impulsvortrag ein einziges Thema ausführlich.

Weil die Monatstreffen bis auf Weiteres überwiegend online am Bildschirm stattfinden werden, sollen sich die Teilnehmer an „Walk & Talk“ Naturspaziergängen auch einmal persönlich in die Augen schauen und dabei interessante Ecken Hildesheims und seiner Umgebung erkunden. Die persönliche Begegnung steht bei diesem Format viel stärker im Vordergrund als bei den klassischen Naturführungen, die wir ebenso weiter anbieten werden wie Arbeitseinsätze beispielsweise auf der Streuobstwiese in Gronau oder in den Schutzgebieten rund um Lamspringe.

Für alle Veranstaltungen gilt, dass wir flexibel auf aktuelle Entwicklungen reagieren werden, egal ob es sich dabei um die Coronalage, politische Entwicklungen oder das Wetter handelt. Wir informieren Sie über Programmänderungen gern per E-Mail, Facebook oder auf unserer Homepage. So erfahren Sie auch von zusätzlichen Veranstaltungen.

Auch Exkursionen zu entfernteren Zielen haben wir im Programm; wenn es die Corona Lage erlaubt gern auch wieder mehrtägig.

Kurz: unser Veranstaltungsprogramm wird vielfältiger, niederschwelliger und dynamischer. Zu den „Klassikern“ gesellen sich die Themenabende sowie die neuen „Draußen“ Formate zum Kennenlernen neuer Leute und Orte.

Wir bedanken uns bei Allen, die Beiträge zum Programm beigesteuert haben. Ein besonderer Dank gilt Eva Gutting-Vos, nicht nur für die Programmzusammenstellung, sondern auch für die tolle Arbeit, die sie in ihrem nun leider endenden Jahr als Bundesfreiwillige geleistet hat.

Ein Highlight wird in diesem Jahr unsere Teilnahme am bundesweiten Citizen Science-Projekt „FLOW“ zur Gewässerbewertung sein. Wir suchen dazu noch Fließgewässerforscher*innen. Nähere Infos gibt es auf dem Einführungsabend am 28.3. und im Programm.

Dort finden Sie auch die Tagesordnung unserer Jahreshauptversammlung am 21. April, zu der wir hiermit herzlich einladen. In diesem Jahr wird der Kreisgruppenvorstand neu gewählt. Wir freuen uns über Jede, die diese Gelegenheit beim Schopf ergreift und sich zur Wahl stellt.

Die Versammlung wird online stattfinden. Alle BUND Mitgliedern, deren E-Mail-Adresse uns bekannt ist, erhalten den Einladungslink per Mail. Alle anderen können ihn per Mail an info(at)bund-hildeheim.de anfordern.


Wanderpause bei den Amphibien

Morgenstimmung am oberen Teich beim Röderhof Morgenstimmung am oberen Teich beim Röderhof  (E. Gutting-Vos)

Leider legen die Amphibien aufgrund der kalten Temperaturen einen Zwischenstopp ein bei ihrer Wanderung. Seit letzter Woche gibt es nichts zu sammeln......


Frühjahrsputz in Hildesheim

5.3.2022

Ungewöhnliche Funde bei der Müllsammelaktion Ungewöhnliche Funde bei der Müllsammelaktion  (K. Nadler)

Um 10.00 Uhr versammelten sich zahlreiche Menschen bei der Kanu- und Segelgilde Hildesheim um von dort aus zur großen Müllsammelaktion zu starten. Mitglieder des Kanuvereins nahmen die Aufräumarbeiten auf der Innerste in Angriff, während wir Fußgänger uns auf die umliegenden Gebiete verteilten.

Die Aktion fand dieses Jahr in Zusammenarbeit mit Fridays for Future Hildesheim statt. Diese hatten mit der Stadt gewettet. Für jeden gefüllten Rollcontainer soll die Stadt Hildesheim jeweils 5 Bäume pflanzen. Diese Aktion haben wir natürlich gerne unterstützt!

Mehr als 2 Container haben die Mitglieder der Kanugilde und die Teilnehmer der BUND Gruppe gefüllt. Und am Ende des Tages haben alle Mitwirkende in der Stadt zusammen 20 Container gefüllt. Also sollte die Stadt nun 100 Bäume pflanzen.

Anschließend gab es Kaffee und Kuchen, den wir uns nach getaner Arbeit – bei schönem Wetter – schmecken ließen.


Weitere Arbeitseinsätze auf der Streuobstwiese in Gronau

Februar 2022

Abgesägte Äste werden zur Seite gezogen Abgesägte Äste werden zur Seite gezogen  (M. Köhler)

Am 12. Februar gab es auf unserer Streuobstwiese mal wieder einen größeren Arbeitseinsatz, und zwar zum „Schneiteln“ der Kopfweiden und zur Beseitigung von zu stark wuchernden Pappelschösslingen am Wiesensaum. Mit Hacken, Hand- und Motorsägen wurden die teilweise bereits mehr als armdicken Äste entfernt. Dies war notwendig, um die typische Gestalt der Weiden als Kopfweiden zu erhalten sowie das Vordringen der Pappeln auf die Mähwiese zu verhindern.

In der Nacht vor der Aktion waren die Temperaturen unter null gefallen und daher erwartete uns die Wiese morgens um 9 Uhr zauberhaft bereift und bei strahlendem Sonnenschein.
Die Stimmung war super und so war es auch kein Wunder, dass wir innerhalb von ungefähr 4 Stunden mehr geschafft haben, als unser „Pflegemeister“ Stephan Thiele erwartet hatte.
Eine nettes kleines Outdoor-Päuschen mit Kaffee und Brötchen hatten wir uns zwischendurch aber auch gegönnt.

Durch die Stürme war dann recht spontan am Samstag, den 25. Februar noch eine weitere Aufräumaktion nötig, weil umgestürzte Bäume, darunter leider auch ein alter Obstbaum, von der Wiese geräumt werden mussten. Dieses Altholz wird aber neben der Wiese erhalten bleiben, um wertvollen Lebensraum und Unterschlupf für Insekten und andere Tiere zu bieten.

Wer Lust hat, sich bei einem unserer Arbeitseinsätze in der Natur auszutoben, ist herzlich willkommen! Sie müssen kein Forst- oder Gartenexperte sein, es reicht, motiviert eine Hacke oder einen Spaten zu schwingen. Einfach melden unter info(at)bund-hildesheim.de


Die Amphibien-Schutzaktion am Röderhof hat begonnen

27.2.2022

Mit den steigenden Temperaturen nach den starken Stürmen haben sich Mitte/Ende Februar die ersten Molche auf den Weg zu ihren Laichgewässern gemacht. Dieses Jahr stehen rd. 70 Helfer/-innen bereit, die Amphibien auf ihrer Wanderung zu den Teichen über die Straße zu tragen. 

Und schon direkt in der ersten Woche landete ein Exemplar der besonders stark gefährdeten Kammmolche in einem unserer Eimer. Eva Gutting-Vos und Jörg Päsler filmen den Kammmolch, der - just  über die Straße gerettet - seinen Weg in das Wasser fortsetzten kann.

Gestern abend und heute war kein Tier in den Eimern, da es  mit -1,5 Grad zu kalt war.

Die Sammeldaten der ersten Woche sind noch nicht ganz vollständig, da manche Sammler*innen zeitich verzögert ihre Daten melden. Was bisher bekannt ist: 17 Erdkröten, 1 Kammmolch, 15 Bergmolche, 56 Teichmolche, 15 Fadenmolche und 2 Frösche!


Winterwanderung durch den Hildesheimer Wald

Wandern Sie am 19. Februar mit uns durch die winterliche Natur des Hildesheimer Waldes von Hildesheim nach Söhre. Alle Mitglieder und Interessierte sind herzlich eingeladen.

Wir treffen uns um 13.00 Uhr an der Bushaltestelle "Bockfeld" (Linie 6 Richtung Bockfeld bzw. Im Kokenhof).

Die Wanderung führt uns über den Gallberg durch den Finkenberg/Lerchenberg zum Hildesheimer Wald, dann in Richtung Aussichtsturm und weiter nach Diekholzen, von dort durch den Wald zum Söhrer Forsthaus. Von Söhre soll es mit Öffis zurück nach Hildesheim gehen.


Verpflegung ist coronabedingt bitte selbst zu organisieren.


Eine Anmeldung ist unter info(at)bund-hildesheim.de erforderlich.
Treffpunkt und Zeit können sich evtl. noch ändern, wir informieren Sie zeitnah vor der Veranstaltung.

Ansprechpartner: Stefan Walingen.


Biber

Der Biber breitet sich im Landkreis Hildesheim immer weiter aus, seine Fraßspuren sind vielerorts zu sehen. Dem Naturfotografen Bastian Schmitt ist es gelungen, ihn mit einer Wildkamera bei der Arbeit sowie der genüsslichen Fellpflege zu filmen.

Biber halten keinen Winterschlaf, nur eine Art Winterruhe, d. h. auch zur kalten Jahreszeit betätigen Sie sich als Landschaftsgestalter und Umweltschützer, weil sie Bäume fällen und daraus unglaublich geschickt Staudämme und natürlich ihre Biberburg bauen. Dabei bevorzugen Biber Baumarten mit weichem und schnell nachwachsendem Holz wie Weiden und Pappeln. Als reine Vegetarier sorgen sie schon im Herbst vor, indem sie sich unter Wasser größere Vorräte mit Zweigen anlegen, auf die sie auch bei zugefrorenen Teichen zugreifen können.

Der Rückstau des Wassers durch Biberdämme bewirkt, dass in der Landschaft mehr und tiefere Wasserstellen entstehen, wovon zahlreiche Fische, Libellen, Amphibien, selten gewordene Wasservögel wie der Eisvogel und die Wasseramsel profitieren können. Die Verlangsamung der Fließgeschwindigkeit des Wassers führt nachweislich auch zu einer erhöhten Selbstreinigungskraft, was eingebrachten Pestizide und anderen Schadstoffen entgegen wirkt. Damit ist das possierliche Tier ein fleißiger Helfer für unsere Umwelt und verdient unseren Respekt.


Obstbaumschnitt

23.1.2022

Herr Heisig beim Obstbaumschnitt Herr Heisig beim Obstbaumschnitt  (S. Thiele)

Jedes Jahr im Winter müssen die Obstbäume auf der Streuobstwiese in Gronau geschnitten werden. Deswegen haben sich Klaus Heisig und Stephan Thiele dort am Samstag dem 15. Januar getroffen. Von 9 bis 15 Uhr waren sie damit beschäftigt den Obstbäumen ihren jährlichen Schnitt zu verpassen.

Nach diesen doch recht arbeitsreichen Stunden sind aber auch alle Bäume versorgt.

Und am 12. Februar sind bei einem Arbeitseinsatz die Weiden dran. Wer Lust hat mitzumachen, ist herzlich willkommen. (Siehe Termine.)


Smart City

Eine Chance für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz

Weltweit werden immer mehr Smart Cities und Smart Regions ausgerufen - auch in Deutschland. Unter anderem wurde die Stadt Hildesheim im Jahr 2021 als eine von 28 Kommunen vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat zur "Modellkommune Smart Cities" berufen. Nennenswerte EU Fördermittel sind für die nächsten Jahre zur Verfügung gestellt worden.

Städte und Regionen sind in Zukunft effizienter, technologisch fortschrittlicher, sozialer und deutlich grüner zu gestalten. Die Entwicklung hin zu Smart Cities und Smart Regions bietet viele Chancen für den Umwelt-, Natur- und Klimaschutz und damit für eine nachhaltige städtische Umwelt.

Der Weg hin zu einer nachhaltigeren städtischen Umwelt ist multidisziplinär geprägt und muss umfangreich die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sicherstellen. Wir als BUND Hildesheim möchten in unterschiedlichen Formaten einen Rahmen schaffen, in dem sich Interessierte austauschen können, mit dem Ansatz, eine SMART CITY als Chance für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz zu verstehen und zu ergreifen.

Mehr Infos zum Thema "Smart City" gibt es in dieser "Smart City Charta".

Ansprechpartner: Bernd Brehm.


Winter auf der Streuobstwiese in Gronau

Raureif auf der Streuobstwiese Raureif auf der Streuobstwiese  (S. Thiele)

Mit diesen winterlichen Bildern unserer Streuobstwiese mit Raureif und ein bißchen Sonne wünschen wir einen schönen Jahreswechsel und alles Gute für 2022!


Pflanzeinsatz auf der Streuobstwiese in Gronau

Pflanzloch mit Drahtnetz Pflanzloch mit Drahtnetz  (M. Köhler)

Am Sonntag, den 17.10. ab 10 Uhr starteten wir unsere Pflanzaktion von 9 jungen Bäumchen. Diese waren aus alten, schon auf der Streuobstwiese vorgefundenen und teilweise unbekannten Sorten, nachgezogen und auf Hochstamm-Unterlagen veredelt worden, um die jeweilige Sorten genetisch zu erhalten.

Das Wetter war mit 10 Grad zwar frisch und der Himmel etwas trübe, aber trocken. Mit 17 Leuten waren wir eine größere Gruppe, in der jeder nach seinen Möglichkeiten Aufgaben fand. Aber zunächst ging es ans Ausheben der Pflanzlöcher, mitten in einen der neuen Blühstreifen, so dass den Bäumchen im nächsten Jahr eine von einheimischen Pflanzen geprägte Blühwiese „zu Füßen liegen“ wird.

Der Lehmboden bot unseren Spaten und Hacken erheblichen Widerstand beim Anlegen der geräumigen Pflanzgruben, in die Metalldrahtnetze als Wurzelschutz gegen die Wühlmäuse eingearbeitet wurden. Diese Netze werden in einigen Jahren verrottet sein, wenn dann unsere Bäumchen richtig Fuß gefasst haben und die ein oder andere Wühlmaus locker verkraftet wird.

Mit Bohrer und Pfahlramme wurden dann um jedes Bäumchen noch drei dicke Holzpfähle in den schweren Boden gerammt, ein schweißtreibender Job, der körperlichen Einsatz forderte. Auch die Stämme wurde mit Manschetten und Drahthosen gegen hungrige tierische Knabberer geschützt. Schließlich gab es noch „Futter“ für unsere komplette Baumkinderschar in Form speziell an den Boden angepassten Düngergaben und Kompost, der auch den älteren Bäumchen gut tun wird.

Jetzt ist alles getan und damit die Natur gefragt, damit hier eine eindrucksvolle und charakterstarke Baumgruppe entsteht, die auch noch künftigen Generationen Freude bereiten wird.

Als Abschluss gab es einen überwiegend veganen Imbiss mit Gemüseantipasti, Hefegebäck, Kaffee und Bier und natürlich gemütlichem Plausch unter Naturfreunden. Hat wieder mal allen Spaß gemacht und Stephan, unser Pflegemeister war zufrieden mit dem Ergebnis dieses Einsatzes.


Ehrenamtliche „Vertretung“ für eine Schafherde auf der Schwarzen Heide am 09. Oktober 2021

Eine der letzten Calluna-Blüten in diesem Jahr Eine der letzten Calluna-Blüten in diesem Jahr  (T. Dedolf)

Am Samstagmorgen um halb 10 war es mit 8 Grad und Nebel noch ein wenig frisch, als wir mit Hacken und Geräten vom Parkplatz am Friedhof zur Kuppe des Mühlenbergs bei Barienrode aufbrachen. Spinnennetze und Tau erzeugten im Gegenlicht eine zauberhafte Stimmung, aber später kam dann die Sonne richtig durch.

Wir Helfer verteilten uns nach kurzer Einweisung auch durch einen Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde auf der Fläche, die von Pappel- und Birkenschösslingen befreit werden musste, damit die auch naturschutzrechtlich geschützte Heide nicht auf Dauer überwuchert wird. Zumeist verwendeten wir Hacken und Scheren. Aber am unteren Rand des Geländes kam auch „schweres Gerät“ wie Motorsägen zum Einsatz, um Bäume, die schon einige Meter hoch waren, zu entfernen und den freien Blick in das Beustertal wieder herzustellen.

Diese alte Kulturlandschaft ist einmal durch Schafbeweidung entstanden. Leider lohnt sich das heute nicht mehr, und so gaben wir mit Hacke und Schere unser Bestes, um eine ganze hungrige Schafherde würdig „zu vertreten“.

Das Schnittgut musste außerdem möglichst schonend für die Vegetation an den Fußweg gebracht und gestapelt werden, um es von da dann abtransportieren zu können. Sicher wunderte sich der ein oder andere zufällig vorbei gekommene Fußgänger auch über die Aktion, zumal auch ein Teil der Heidesträucher mit der Heckenschere einen Verjüngungsschnitt erhielt. Dies alles ist nötig, damit die Heide erhalten bleibt, in den nächsten Jahren wieder wunderbar blühen kann und als Lebensraum für viele besondere Pflanzen, Insekten und weitere Tiere – darunter seltene Arten - dienen kann.

Die Stimmung unter uns Helfern war super, und es gab auch eine kleine Kaffeepause mit frischem Gebäck, das in der Natur natürlich doppelt so gut schmeckte. Um halb zwei waren wir dann fertig und schauten zufrieden und mit gutem Gefühl über die schöne Landschaft.

Hätten Sie auch mal Lust, sich an solchen Arbeitseinsätzen zu beteiligen? Dann melden Sie sich einfach bei uns unter info(at)bund-hildesheim.de oder 05121 15 73 71.
Wir freuen uns auf Sie!


Pflegeeinsatz im Naturschutzgebiet am Heberberg in Lamspringe

Mähen und Hacken für Orchidee, Lilie und Enzian

Fleißige Helfer am Heberberg Fleißige Helfer am Heberberg  (E. Gutting-Vos)

Am Samstag den 02. Oktober haben sich mal wieder im Naturschutzgebiet am Heberberg insgesamt 8 Helfer eingefunden, um die am Hang gelegene Wiese von hohem Gras und von Büschen zu befreien. Die Arbeit war schon anstrengend, besonders für Pflegemeister Dieter mit dem Balkenmäher. Es kamen etliche Schubkarren Grünschnitt zusammen, die von der Wiese entfernt werden mussten, damit der Lebensraum mit Kalkmagerrasenfläche erhalten bleibt.

Neben den erfahrenen Einsatzkräften war auch der ein oder andere „Neue“ dabei, aber durch die gute Stimmung der Gruppe fühlten sich alle gleich als ein Team.

Nun haben die seltenen Orchideen- und Enzianarten wieder Luft zum Wachsen und das gab allen ein gutes Gefühl. Die Gruppe traf sich dann noch zum Ausklang zu einer leckeren Suppe an den Schabellenteichen.

Wer Interesse hat auch mal mitzumachen, ist herzlich willkommen und kann sich unter info(at)bund-hildesheim.de oder Tel 05121 137371 vormerken lassen.


Neuer Blühstreifen auf der Streuobstwiese Gronau angelegt

Etwa so könnte der Blühstreifen in Zukunft aussehen Etwa so könnte der Blühstreifen in Zukunft aussehen  (E. Gutting-Vos)

Durch die extensive Landwirtschaft haben Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten immer weniger Chancen zu Überleben. In der Folge sind aber auch Pflanzen, Vögel, Kleinsäuger und weitere Tierarten vom Artensterben betroffen.

Eine Wiese bietet allerdings einen besonderen Lebensraum für Insekten, Vögel und auch einige Säugetiere. Mit unserer Streuobstwiese möchten wir zeigen, was alles möglich ist.

Daher wurde am 30. September 2021 eine Fläche von 2250 qm um die gepflanzten Obstbäume herum als Blühfläche mit regionalem Saatgut mit Blühpflanzen und Gräsern angelegt, da soll es dann spätestens im nächsten Frühsommer tüchtig summen und brummen.

Verwendet wurde eine Regiosaatgutmischung "Feldraine und Säume für die Region UG 6" (Ursprungsgebiet Oberes Weser- und Leinebergland mit Harz) des Saatgut-herstellers "Saaten Zeller GmbH & Co. KG". Gefördert wurde das Projekt von der BINGO Umweltstiftung. Da die Wiese jahrelang zur Erzeugung von Futtermittelgewinnung genutzt worden war, wurde sie durch Düngung und häufige Mahd relativ artenarm. Wir hoffen aber, dass durch sich die eingebrachten Pflanzen im Blühstreifen auch nach und nach über die Wiese verteilen.

Die Sortenliste der neu gesäten 23 Kräuter, 4 Hülsenfrüchte und der 3 Gräser gibt es hier als PDF.


Alle fürs Klima

Klimastreik am 24. 9. 2021 mit FFF in Hildesheim Klimastreik am 24. 9. 2021 mit FFF in Hildesheim

Auch wir waren dabei! Am 24.9.2021 beim großen Klimastreik mit Fridays for Future in Hildesheim

Ob es nun 2400 (wie die Veranstalter gezählt haben) oder 900 Menschen (wie die Polizei ermittelt hat) waren, ist fast egal. Jedenfalls zog ein beeindruckend großer Demonstrations-Zug, gut gemischt aus Jung und nicht mehr so jung, vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt zur Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz.

Es war ein gutes Gefühl Teil dieser großen Bewegung zu sein. Zwei Tage vor der Bundestagswahl haben wir ein starkes Zeichen gesetzt, damit diese Wahl zur Klimawahl wird.


Klimawette

Die Klimawette wird angenommen! Die Klimawette wird angenommen!  (E. Gutting-Vos)

Wetten ist normalerweise nicht so unser Ding, denn wir möchten lieber verlässliche und solide Projekte für Mensch und Umwelt voranbringen. Doch diesmal machen wir eine Ausnahme…

Am 3.9.2021 hat die Stadt Hildesheim die KLIMAWETTE mit dem Vertreter der Aktion Klimawette.de auf seiner 100-tägigen Fahrradtour durch Deutschlands Städte angenommen!

Die KLIMAWETTE ist eine digitale Klimaschutzaktion, mit der bis zur nächsten Weltklimakonferenz im November in Glasgow 1 Million Menschen zusammen 1 Million Tonnen CO2 einsparen sollen.  In Hildesheim sollen es 1525 Menschen werden, die globale Verantwortung für besseren Klimaschutz nicht nur fordern, sondern glaubhaft und solidarisch mit dem eigenen Tun verbinden.

Sind Sie dabei?

Entweder mit einer Spende für die Einsparung einer Tonne CO2* für ein Klimaschutzprojekt Ihrer Wahl dieser gemeinnützigen Organisationen

oder durch Ihre Einsparungen mit dem CO2-Avatar der KLIMAWETTE.

Dies würde ein nicht zu übersehendes Zeichen zur Weltklimakonferenz setzen und dazu beitragen, dass endlich die Weichen für den CO2-Ausstieg richtig gesetzt werden.

Und es zeigt den Willen der Menschen, das 1.5°C Klimaziel doch noch zu schaffen. Man erinnere sich: Dies ist der Wert, den führende Wissenschaftler als gerade noch hinnehmbar definiert haben, um schwerwiegende und nicht mehr umkehrbare Veränderungen des Weltklimas zu vermeiden.

Also, versuchen wir zusammen die anhand der Einwohnerzahl berechnete magische Zahl von 1525 Teilnehmern aus Hildesheim und Umgebung zu knacken! Hier kommen Sie zur Internetseite, um direkt unsere Stadt zu unterstützen und im Städteranking nach oben zu bringen: https://www.dieklimawette.de/co2-staedteliga


Naturkundliche Exkursion am Mühlenberg

29.8.2021

Exkursion mit Günter Grein Exkursion mit Günter Grein  (M. Köhler)

Obwohl es für einen Vormittag im August ziemlich kühl und nass war, waren am Sonntag dem 29. August doch 10 Interessierte zur Schwarzen Heide gekommen um am naturkundlichen Spaziergang mit Günter Grein teilzunehmen.

Schon auf dem Weg vom Parkplatz zur eigentlichen Heide wurden uns einige der dort wachsenden Pflanzen erklärt. Die Heide selber blühte zu dieser Jahreszeit, was besonders schön anzusehen war. Es handelt sich bei der dort wachsenden Heide um die sogenannte Besenheide.

Allerdings wachsen in diesem Bereich auch noch weitere Pflanzen, die diesen Boden lieben. Etwas mehr als gewünscht, wachsen hier auch Birkentriebe. Diese sollen bei dem nächsten Arbeitseinsatz am 9. Oktober wieder so gut wie möglich entfernt werden, da diese sonst die Heide verdrängen.

Kleiner Heidegrashüpfer Kleiner Heidegrashüpfer  (M. Köhler)

Günter Grein fand auch einen Kleinen Heidegrashüpfer. Dies ist eine seltene Art der Kurzfühlerschrecken und kommt im Landkreis Hildesheim nur noch auf der Schwarzen Heide vor.

Birken auf der Schwarzen Heide Birken auf der Schwarzen Heide  (M. Köhler)

Auch an der Birke neben der Bank war Interessantes zu sehen, da dort so gut wie immer Hornissen zu beobachten sind. Dies war auch heute wieder der Fall. Außerdem sahen wir hier auch Schmetterlinge – Admirale – die sich den Birkensaft schmecken ließen. (Die Birken auf dem Foto sind allerdings nicht die Beschriebenen.)

Gallen unter einem Eichenblatt Gallen unter einem Eichenblatt  (M. Köhler)

Auf der Heide und in der Umgebung wachsen auch verschiedene Eichen. An einem der Blätter zeigte uns Günter Grein auch gleich zwei verschiedene Arten Galle. Diese werden durch verschiedene Arten von Gallwespen verursacht.

Es war eine sehr interessante Exkursion!

Und wer Lust hat kann am 9. Oktober bei unserem nächsten Arbeitseinsatz mithelfen. Näheres hierzu können Sie unter der Rubrik "Termine" finden.


Pflege der städtischen Grünflächen - das neue Konzept

27.7.2021

Frau Biel, Herr Falke und Vertreter Hildesheimer Naturschutzverbände Frau Biel, Herr Falke und Vertreter Hildesheimer Naturschutzverbände  (M. Köhler)

Das neue Konzept für die Pflege der städtischen Grünflächen sollte am 30. Juni im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt werden. Leider kam es wegen technischer Probleme nicht dazu.

Bei einem Ortstermin gab Frau Biel - die Leiterin der städtischen Grünflächenpflege - zusammen mit ihrem Mitarbeiter Herrn Falke Vertretern der Hildesheimer Naturschutzverbände - dem Ornithologischen Verein (OVH) und BUND - nun aber einen kurzen Einblick.

Viele Rasenflächen werden bereits seit dem letzten Jahr extensiver und insektenfreundlicher gepflegt.Es zeigen sich nun bunte Blüten zum Beispiel von Flockenblume, Schafgarbe und Hornklee. Damit alles gepflegt aussieht, wird ein breiter Streifen entlang der Wege nach wie vor regelmäßig gemäht. Wiesen können nur dort entstehen, wo genügend Platz ist und der Rasen nicht intensiv genutzt wird. Spätestens im Winter wird dann die gesamte Fläche gemäht.

Auch die Heckenpflege soll in Zukunft regelmäßiger und systematischer erfolgen. Um zu harte Rückschnitte zu vermeiden, sollen die Hecken zukünftig alle sechs Jahre „auf den Stock gesetzt“ werden, um sie zu verjüngen. So bleiben sie bis zum Boden dicht geschlossen und bieten brütenden Vögeln den benötigten Schutz für ihre Nester. Der Rückschnitt soll abschnittsweise erfolgen, damit nicht der Eindruck eines „Kahlschlags“ entsteht. In einer Übergangszeit muss sich der neue Pflegerhythmus allerdings noch einspielen.


Permakultur und Solidarischen Landwirtschaft im Sonnengarten in Sorsum (HI) mit André Brun am Samstag, den 17.Juli

Rückblick auf die Führung

Kartoffeln vertragen sich gut mit dicken Bohnen Kartoffeln vertragen sich gut mit dicken Bohnen  (E. Gutting-Vos)

Für eine kleine Gruppe interessierter Gartenliebhaber öffnete André letzten Samstag für einige Stunden seinen Garten und führte uns über das zwei Hektar große Gelände, das zugleich auch die Heimat von quicklebendigen Laufenten und ihren Küken ist.

Hier wird Biolandbau und Permakultur eindrucksvoll in bestmöglicher Form betrieben. Der Boden wird gepflegt und gemulcht, Kartoffelkäfer einzeln abgelesen und mit Beinwelljauche gedüngt. Ein paar „Unkräuter“ sind normal, aber die Kulturpflanzen gedeihen dazwischen optimal, und auch Insekten, Vögel und andere Tiere jeder Art fühlen sich hier wohl.

Durch das durchdachte Biokisten-Konzept und die ein oder andere tatkräftige Unterstützung bei der Gartenarbeit durch die Abonnenten trägt sich das Ganze auch gerade so finanziell, kann und soll aber auch keinen Gewinn abwerfen. Stattdessen geht es um die gesunde Erzeugung von Lebensmitteln mit Geschmack in Verbindung mit der Natur, die Erhaltung alter Sorten und die Wertschätzung der gemeinsamen landwirtschaftlichen Arbeit.

André teilt sein fundiertes Wissen und seine Garten-Erfahrung sehr gerne und geht auch offen mit Fehlschlägen um, die wohl jeder Gärtner kennt. Wir erfuhren, dass Pflanzen in der Lage sind, über ihre kurzlebigen feinen Wurzeln auch Cyano-Bakterien aus der kaliumhaltigen Beinwell-Jauche aufzunehmen. Statt Schädlinge chemisch zu bekämpfen, werden Nützlinge wie die charmanten Glühwürmchen gefördert, deren Larven zum Beispiel Nacktschnecken zum Fressen gern haben.
In den beiden Gewächshäusern wachsen neben besonders schmackhaften Tomaten auch Exoten wie Physalis und Kichererbsen mit Buschbohnen einträchtig nebeneinander.

Wichtig ist auch eine gute und langfristige Beplanung der Flächen, was man besonders bei der Anlage der Streuobstwiese mit Windschutz durch Erlen sehen kann, die das Grundstück zukünftig mit lichtem Schatten schützen und gleichzeitig mit ihrem Laub auch Stickstoff liefern. Somit können viele Pflanzen gleich mehrfachen Nutzen bringen, die auf den ersten Blick wie „Unkraut“ wirken.

Inspiriert und mit vielen neuen Anregungen für den eigenen Garten verabschiedeten wird uns nach diesem spannenden Rundgang und haben gleich einen weiteren Anschlusstermin im Herbst vereinbart, wo die alten Obstsorten auf der riesigen Streuobstwiese reif sein dürften.


Wildbienen für Einsteiger am Moritzberg am Samstagnachmittag, den 10. Juli 2021

Ein Rückblick auf unsere Veranstaltung

v Wollbiene auf Färberkamille  (E. Gutting-Vos)

Geführt durch Marie Hilgenfeld (Mitglied des Vorstands der Kreisgruppe Hildesheim) und eine unserer Aktiven, Claudia Keil, lernten wir bei einem Spaziergang über das Friedhofsgelände in einer Gruppe von ca. 20 Naturliebhabern die Lebensweise von Wildbienen kennen.

Wildbienen sind wichtige und effiziente Bestäuber für vielen Pflanzen, daher ist ihr dramatischer Rückgang für die Natur, aber auch für uns Menschen ein Problem, das zum Handeln aufruft.

Marie und Claudia nahmen uns auf kurzweilige Art und anhand großer Fotos mit in das spannende Reich der wildlebenden Bienen, die sich ohne Schutz durch ein ganzes Volk oder einen Imker durchschlagen und erfolgreich reproduzieren müssen.

Wir erfuhren, welche Futterpflanzen wichtig sind und dass es Arten mit extremer Spezialisierung auf bestimmte Pflanzenarten gibt, in der Fachsprache als streng oligolektisch bezeichnet. Auf dem Friedhof werden daher Pflanzen wie Natternkopf, echter Gamander und rundblättrige Glockenblume usw. angeboten, in unmittelbarer Nähe auch Nistmöglichkeiten in Mauern und im alten Holz von Bäumen. Wildbienen sind „alleinerziehend“, legen nur ca. 40 Eier – je nach Art – und haben flugtechnisch nur geringe Reichweiten, so dass sie auf solche Lebensräume mit Futterangebot und Nisthilfe angewiesen sind.
Unter Wildbienen sind aber ca. 75 % Bodenbrüter, die auf offene lehmige oder sandige Stellen an sonnigen Plätzen angewiesen sind. Das sieht im Garten zwar nicht „ordentlich“ aus, ist aber wichtig für viele Wildarten. Bienenfreundliche Stauden hingegen bieten auch etwas fürs Auge, beispielsweise der hochwüchsige Muskateller-Salbei oder zart anmutende Glockenblumen.

Auf der Suche nach der schwarzen Holzbiene mit ihren blau schillernden Flügeln wurde wir an diesem Nachmittag zwar nicht fündig, aber es gab dennoch einige interessante Insekten zu bestaunen.

Ein netter Abschluss war dann ein kleiner Umtrunk mit selbstgemachter Limonade im insektenfreundlichen und malerisch üppigen Streuobstwiesengarten der Gartenfreunde-Berggarten e.V. in unmittelbarer Nähe des Friedhofsgeländes. Dort konnten wir uns auch perfekt angelegte Nisthilfen für Wildbienen anschauen. Mit vielen Anregungen für den eigenen Garten oder Balkon ausgestattet, können wir nun selbst aktiv werden.


„EU-LIFE BOVAR-Projekt“ zur Gelbbauchunke

Rückblick zur Führung mit Christoph Petersen im Schulbiologiezentrum am Samstagvormittag den 03.07.

Unke "Anna" Unke "Anna"  (E. Gutting-Vos)

Seit Sommer 2020 werden auf dem Gelände des Schulbiologiezentrums Gelbbauchunken nachgezogen, als Teil des LIFE Förderprojekts der EU „Management der Gelbbauchunke und anderer Amphibienarten dynamischer Lebensräume“, kurz: „LIFE BOVAR“. Hier hat man sich auf Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit und die Nachzucht der Gelbbauchunke spezialisiert.


Christoph Petersen, der Leiter des Hildesheimer Projekts unter Federführung des NABU Niedersachsen, zeigte unserer kleinen Gruppe die verschiedenen Entwicklungsstadien von der Kaulquappe zum adulten Tier in der Aufzuchtstation, aber auch in den bewusst vegetationsarm gehaltenen Tümpeln auf den Freiflächen des FFH-Gebiets am Steinberg, wo die Tiere unter anderem ausgewildert werden. Wir erfuhren, dass diese Unkenart bei uns in Hildesheim ihre nördliche Verbreitungsgrenze hat. Durch den Wegfall von natürlichen Lebensräumen wie dynamische Überflutungsgebiete, aber auch durch Einsatz von Pestiziden ist sie selten geworden und kommt bei uns nur noch in Lebensräumen aus zweiter Hand wie Tongruben vor.

Unken sind aber keine „dicken Kröten“ wie im Märchen, sondern eher relativ kleine Tiere, siehe Foto. Im Unterschied zu Fröschen haben sie keine Fangzunge für Insekten, sondern springen nach ihrer Beute. Wie der Name schon sagt, haben die Tiere an der Körperunterseite leuchtend gelbe Zeichnungen, die individuell ausgeprägt sind und Fressfeinde abhalten sollen. Auffällig sind auch die herzförmigen Pupillen der Tiere.

Der Übergang vom Wassertier, der Kaulquappe, zum Landtier mit Beinen und Lungen erfolgt innerhalb kurzer Zeit und nicht bei allen Quappen gleichzeitig, so dass die Tiere neben Fütterung und Reinigung der Terrarien ständig überwacht und gepflegt werden müssen. Die vermittelten Inhalte waren so spannend präsentiert, dass wir in Absprache mit Herrn Petersen im Herbst einen weiteren Termin anbieten werden, um mehr Menschen für dieses ambitionierte Projekt direkt vor unserer Haustür zu begeistern.

Im Nachgang unserer Führung stellte sich heraus, dass es sich bei der auf der Freifläche vorgefundenen Unke um ein weibliches Exemplar - genannt Anna - handelt, dass bereits 2013 erstmals fotografiert wurde. Eine kleine Sensation!


Citizen Science-Projekt „FLOW“ Gewässerbewertung am Auebach am Sonntag den 20.06.

Daten für die Wissenschaft gesammelt!

Auf der Suche nach wirbellosen tierischen Organismen Auf der Suche nach wirbellosen tierischen Organismen  (E. Gutting-Vos)

FLOW ist ein Projekt zum ökologischen Monitoring von kleinen Fließgewässern.

Ziel war es, am Beispiel des Auebachs in der Nähe von Mölme (Gemeinde Söhlde im Landkreis Hildesheim) gemeinsam mit interessierten Laien den ökologischen Zustand eines Gewässers zu untersuchen. Es ging um die Gewässerstrukturgüte, die Nährstoff- und Pestizidbelastung und das Vorkommen bestimmter empfindlicher Arten wie Köcherfliegenlarven, Schlammfliegenlarven usw.

Wie das zu messen und zu bewerten ist wurde an diesem Tag gezeigt und erprobt. Dazu kam das FLOW-Projektteam mit einem speziell eingerichteten Fahrzeug und der erforderlichen Ausrüstung an den Auebach.

Das Ergebnis für diesen Bördebach war leider nicht positiv. Das Gewässer hat sich tief in den Auelehm eingeschnitten, es wurden hohe Belastungen mit Stickstoff und Phosphor gemessen und das Spektrum an Kleinlebewesen war deutlich verarmt. Libellen- und Eintagsfliegenlarven gingen nicht in den Kescher, allerdings zahlreiche Flohkrebse und überraschend viele Schlammfliegenlarven. Die vielen kleinen Krabbeltiere aus dem Material vom Gewässergrund, das ebenfalls in den Kescher geraten war, herauszusuchen, sie zu gruppieren und mehr oder weniger genau zu bestimmen, erwies sich als echte Herausforderung und spannende Entdeckungsreise. Mit Unterstützung durch das Flow-Team und mit den hervorragend aufbereiteten Bestimmungshilfen konnte schließlich ein immerhin mäßiger Zustand der „Biologie“ - trotz unbefriedigendem chemischen Zustand - festgestellt werden.

FLOW ist ein Projekt des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ, Leipzig) und des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Sollte sich das Projekt anhand weiterer Erprobungsteams mit geschulten Laien als erfolgreich erweisen, wird es mittelfristig weiter ausgerollt. So könnten wesentlich mehr kleinere Fließgewässer nach standardisierten wissenschaftlichen Methoden untersucht, in Bezug auf ihren ökologischen Zustand eingeschätzt und hoffentlich auch verbessert werden.


Spaziergang am Heberberg

13.6.2021

Guenter Löke führt durch die Natur am Heberberg Guenter Löke führt durch die Natur am Heberberg  (E. Gutting-Vos)

Am Sonntag, den 13.06. fand eine kleine Wanderung durch das landschaftlich wunderschöne Naturschutzgebiet am Heberberg in Lamspringe statt; mit einer kleinen Gruppe unter der Leitung der beiden botanisch erfahrenen ortskundigen Guenter Löke und Dieter Pfaff.

Wir konnten auf unserer abwechslungsreichen Tour geheimnisvoll wirkenden Niederwald, weite Ausblicke über blühende Felder und Lichtungen mit seltenen Pflanzen wie geflecktes Knabenkraut, Graslilien und Türkenbund bestaunen. Außerdem haben wir gelernt, dass diese ganz besondere Vegetation nur noch dank der liebevollen Pflege der Freiflächen auf dem kalkhaltigen Grund erhalten ist, die von der Ortsgruppe Lamspringe seit vielen Jahren geleistet wird. Die Gruppe sucht noch tatkräftige Helfer für den nächsten Arbeitseinsatz im Herbst.

Übrigens: Wer versuchen würde, die Orchideen verbotenerweise auszubuddeln und im Garten anzusiedeln, hätte keinen Erfolg: Die Pflanzen brauchen bestimmte Pilze im Boden, mit denen sie in Symbiose leben.


Eine tolle Kurzwanderung, die wir unbedingt wiederholen sollten!


Tour de BUND mit Erfolg erstmalig durchgeführt

12. Juni 2021

Gelbes Trikot - hängend an einem Fahrrad. Gelbes Trikot beim "Tour de BUND"  (B. Brehm)

Alle Teilnehmer*Innen erradelten sich mit Spaß und Freude am Samstagvormittag das „Gelbe Trikot“.

Zusätzlich konnten alle Radler*Innen an den jeweiligen Etappenzielen viele unterschiedliche Möglichkeiten kennenlernen, sich aktiv beim BUND in Hildesheim einzubringen. Neue und weiterhin fortlaufende Projekte und Themen werden in den nächsten Monaten umfangreich die Chance bieten aktiv zu werden. „ … solche und vergleichbare Veranstaltungsformate sind eine sehr schöne Form, den BUND in Hildesheim kennenzulernen und sollten weiterhin angeboten werden, um neue aktive Mitglieder zu finden und dann dauerhaft zu binden …“, so eine Anmerkung einer Teilnehmerin nach der Tour de BUND.

Diesen Hinweis hört der Vorstand der Kreisgruppe wirklich gerne und sieht darin auch eine Art Verpflichtung für die zukünftigen Zusammenstellungen der Veranstaltungsprogramme.


Internationaler Tag der Biodiversität

22.5.2021

Demo in Hildesheim zum Tag der Artenvielfalt. Demo in Hildesheim zum Tag der Artenvielfalt  (M. Köhler)

Am 22. Mai ist "Internationaler Tag der Biodiversität". Auch in Hildesheim gingen Menschen auf die Straße, um gegen den dramatischen Verlust der Artenvielfalt zu demonstrieren.

Organisiert wurde die Demo von extinction rebellion Hildesheim. Symbolisch „starben“ als bedrohte Tiere verkleidete Demo-Teilnehmer*innen auf Hildesheimer Plätzen.

Die Zerstörung der biologischen Vielfalt bedroht die Menschheit mindestens so sehr wie die Klimakrise, sagt der BUND Vorsitzende Olaf Bandt Bandt: „Ein radikaler Wandel in der Art, wie wir leben und wirtschaften ist dringend erforderlich. Wir Menschen sind von intakten Ökosystemen abhängig. Sie sind die Grundlage unseres Lebens und der Schatz künftiger Generationen.“ Zum Internationalen Tags der biologischen Vielfalt am Samstag fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die Bundesregierung zu konsequentem Naturschutz weltweit und hierzulande auf.

Mehr dazu unter diesem Link.

Außerdem gibt der BUND Landesverband Niedersachsen anlässlich des Tages der Biodiversität Tipps zum Erhalt der Artenvielfalt insbesondere im eigenen Garten. Dies können Sie unter diesem Link nachlesen.


Aktion naturnahe Gärten

Aufruf an alle Hobbygärtner*innen,

Bärlauch mit Biene Bärlauch mit Biene  (E. Gutting-Vos)

Private Gärten - egal ob groß oder klein - sind ein wunderbarer Ort, gerade in diesen Zeiten. Sie können lebendige Orte für Menschen und Tiere sein und damit eine sehr wichtige Rolle für unser Ökosystem spielen.


17 Millionen Privat- und Kleingärten bilden in Deutschland eine Gesamtfläche von 930.000 Hektar! Würden wir diese giftfrei und naturnah bewirtschaften, wäre das ein Riesenschritt für Insekten, Vögel und Co. Außerdem sind sie flächendeckend verteilt – damit entstünde ein einmaliger Biotopverbund, der auch seltenen Arten ein Zuhause gäbe.

Es soll ein großer, vernetzter Naturpark für Insekten und andere Tiere und Pflanzen werden - geschaffen durch Hobbygärtner. Machen Sie mit und tragen Sie Ihren Garten in unsere Karte ein!

Mehr zum Thema finden Sie unter diesem Link.


Arbeitsgruppe „Artenschutz an Gebäuden“

Fassadengestaltung - Lebensraum für Tiere

Entdeckerturm bei Langenholzen Entdeckerturm bei Langenholzen - als Beispiel und Inspiration für unser geplantes Projekt  (W. Wolze)

Wir beabsichtigen, eine Arbeitsgruppe „Artenschutz an Gebäuden“ einzurichten und suchen Interessierte.

An einem beliebten Fahrrad- und Wanderweg nah der Innerste steht uns eine großflächige Gebäudewand zur Verfügung, die zu einem besonders öffentlichkeitswirksamen Blickfang zum Thema Artenschutz am Gebäude umgestaltet werden soll.

„Schon mit einfachen, kostengünstigen Mitteln kann an Gebäuden die unmittelbare Umgebung von Flora, Fauna sowie das Mikroklima aufgewertet werden“, so der Initiator der Arbeitsgruppe Wilhelm Wolze.

Den Betrachtern sollen exemplarisch Anregungen zur Umsetzung eigener Maßnahmen an Fassaden geboten werden, die eine nachhaltig ökologische Wirkung entfalten. Bei der Renovierung und Dämmung von Wänden sowie auch beim Neubau lassen sich derartige Aspekte von vornherein einplanen und umsetzen.

Interessierte Helfer, die sich an Konzept und Umsetzung beteiligen möchten, sind herzlich willkommen. Besondere Vorkenntnisse oder eine Mitgliedschaft sind nicht erforderlich.

Kontakt: wwolze(at)t-online.de oder 05064/467


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Für diejenigen deren Computer diese Möglichkeit bietet -hier das Programm als ics-Datei für den Kalender und als QR-Code (aktualisiert am 10.8.2022):

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