Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

Kreisgruppe Hildesheim

Feldhamster

Feldhamster Feldhamster  (N. Lipecki)

Dieser kleine Bewohner unserer Bördesteppen gehört als Säugetier der Ordnung der Nagetiere (Rodentia) an. Aus der Unterfamilie der Wühler (Cricetidae) ist er mit drei Gattungen in Europa heimisch, dabei zählt der Feldhamster zum einzigen Vertreter der Gattung Großhamster.

Aussehen

Die Fellfärbung des Feldhamsters ist ein echter Hingucker. Seine gelbbraune Oberseite steht in Kontrast zu seiner fast schwarzen Unterseite, durchbrochen von mehreren weißen Flecken auf Flanken und Wange und um die Vorderbeine, sowie weißen Füßen und einer weißen Nasenspitze. Dazu ein rötliches Braun um die Schnauze und die Augen.

Bei diesem Farbspektakel ist schnell zu verstehen, warum der Feldhamster ungern im hellen Tageslicht über den Acker streift.

Bei einem Gewicht zwischen 200 und 500 g und einer Körperlänge von 20 – 35 cm hat der Hamster gut entwickelte Backentaschen und Krallen und lange Zähne, die ständig nachwachsen.

Ein Hamsterleben

Die meiste Zeit verbringt der Feldhamster unter der Erde in seinem Hamsterbau. Hier verbringt der Hamster auch die Winterzeit mithilfe seiner Vorratskammer. Erst im  März/April  wird der Winterbau geöffnet und der Hamster geht in den Dämmerungsstunden auf Nahrungssuche. Kurze Zeit später bringen die Hamsterdamen nach 20 Tagen den ersten Wurf zur Welt, ein zweiter folgt noch im selben Jahr.

Feinde

Gut geschützt liegt der Hamsterbau inmitten hoch stehender Weizenhalme. Doch dann, irgendwann im August steht die Getreidernte an und innerhalb weniger Tage gibt es kaum noch Deckung und Nahrung in der Börde und der Hamster ist sämtlichen Beutegreifern schutzlos ausgeliefert. Die Zeit des Sterbens beginnt… Ähnlich wie die Feldmaus sorgt der Hamster für einen stabilen Bestand seiner Prädatoren. Doch es sind weder Rotmilan noch Eulen, die seine Bestände so dramatisch haben einbrechen lassen. Vielmehr ist es die heutige effektive Getreideernte, die kaum noch genügend Nahrung für die Hamster übrig lässt.

Auf der Suche nach Nahrung wird der Hamster jetzt auch oft beim Überqueren der Straßen getötet und ist zudem leichte Beute für Hunde und Katzen. Mangels Deckung in der Feldflur kommen die Hamster vermehrt in die Ortschaften und Gärten und treffen dort auf diese Feinde.

Der Hamsterbau

Kreisrunde Löcher, die wie ausgestanzt aussehen, zeigen an, dass hier ein Feldhamster sein Revier hat. Mit einem Durchmesser von ca. 8 cm gehen sie vertikal in die Tiefe. Diese „Fallröhre“ dient dem Feldhamster zum schnellen Abtauchen, wenn er Gefahr wittert.

Daneben weisen Sommerbaue meist noch mehrere Zugänge auf. Unter der Erde hat der Hamster sich mehrere Kammern angelegt. Neben einem Vorratsbereich und einer „Wohnkammer“ gibt es sogar einen Toilettenbereich.

Gerade Junghamster sind emsige Buddelmeister, was am Erdaushub rund um ihre Baue deutlich erkennbar ist.

Hamstern

Im Dämmerlicht geht der Hamster auf Nahrungssuche. Neben den Körnern frisst er Kräuter, Klee, Kartoffeln und Zuckerrüben aber auch Regenwürmer und Käfer. Für seinen Wintervorrat lagert er zwischen zwei bis vier Kilo Getreide ein.

Unsere Gruppe setzt sich auch über das Feldhamsterforum Niedersachsen für den Schutz der Feldhamster ein.

BUND-Bestellkorb