Kröte

AG Amphibienwanderung

Amphibienhelfer beim Röderhof Amphibienhelfer beim Röderhof  (C. Keil)

Unsere Gruppe beteiligt sich jedes Frühjahr bei der Amphibienrettung am Röderhof/Egenstedt und koordiniert seit 2019 die Helfer*innen in Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreis Hildesheim.

Das geschützte FFH-Gebiet am Röderhof birgt eine Großzahl von Amphibien wie Erdkröten, Frösche und verschiedene Molcharten wie der Bergmolch, Teich- und Fadenmolch. Aber auch der heute eher selten gewordene Kammmolch. Seinen Fortbestand gilt es durch den "Krötenzaun" besonders zu schützen, denn die nachträglich unter der Straße installierten „Krötentunnel“ sind von den Tieren nie wirklich angenommen worden.

In den vergangen neun Jahren sind jährlich durchschnittlich rund 19.700 Amphibien an der Sammelstrecke zum Röderhof gerettet worden. Den Großteil machen dabei die Erdkröten mit durchschnittlich jährlich 16.000 Tieren aus. Die gezählten Molche kommen im Durchschnitt pro Laichsaison auf 3.000 Tiere, der Kammmolch ist mit durchschnittlich jährlich 190 Tieren am Röderhof vertreten. Dieser besonders gefährdete Molch hat –soweit dokumentiert – seinen Bestand über die letzten Jahre zwar ausbauen können; 2019 gab es jedoch einen leichten Einbruch.

Die Zahlen schwanken von Jahr zu Jahr. Trotz bester Vorbereitung und schnellem Handeln steht der Zaun nicht immer punktgenau an der Straße, wenn die ersten Molche aus dem Wald zu den Teichen wandern. Nicht selten helfen auch Spaziergänger spontan den Tieren über die Straße; diese Zahlen bleiben für die Dokumentation außen vor. Schätzungen des Ehepaares Wolf zufolge liegt die Dunkelziffer bei 15-20%.

Unsere AG "Amphibienwanderung" wird immer dann aktiv, wenn die Amphibien am Röderhof wandern. Hier gibt es mehr Infos.

Wer Lust hat sich aktiv an dieser AG zu beteiligen kann sich per Email bei Claudia Keil melden: Claudia.Keil1(at)gmx.de