Kreisgruppe Hildesheim

Bebauungspläne werden ökologisch

Stadt Hildesheim hat eine neue Leitlinie

Wenn in der Stadt Hildesheim neue Bebauungspläne beschlossen oder auch Baugebiete ausgewiesen werden, gibt es jetzt einen Ökostandard. Mit dem Beschluss der "Leitlinie für Bebauungsplanfestsetzungen für Ökologie, Umweltschutz und Klimaschutz" hat der Stadtentwicklungsausschuss eine Basis dafür gelegt, dass in diesen Fällen die Umweltaspekte nicht jeweils neu diskutiert werden müssen.

Vielmehr liegt jetzt ein Mindeststandard vor, der ohne besondere Begründung nicht unterschritten werden darf. Dieser beinhaltet insbesondere:

  • Begrünung von Flachdächern,
  • Obergrenzen für die Flächenversiegelung,
  • Wasserdurchlässigkeit befestigter Flächen,
  • klimagerechte Vorgaben für Gärten und Vorgärten (keine Steingärten und Vorgabe von insektenfreundlicher Bepflanzung),
  • Einfriedungen nicht durch Mauern oder Gabionen, sondern durch Gehölzhecken und Rankzäune,
  • Mindestvorgaben für öffentliches Grün,
  • Vorgaben zum Energieverbrauch und dem Einsatz erneuerbarer Energien,
  • Insektenfreundliche Beleuchtung und Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse.

Hiermit ist ein erster Schritt zur Stärkung der Belange von Natur und Umwelt bei Bebauungsplänen getan. Die BUND Kreisgruppe Hildesheim begrüßt dieses und freut sich, hierzu wichtige Impulse geliefert zu haben.

Am besten für die Umwelt ist es natürlich, wenn nicht neu gebaut, sondern modernisiert und energetisch saniert wird. Wohn- und Gewerbegebiete, die unvermeidbar neu ausgewiesen werden müssen, sollten "grün" sein. Das gilt nicht nur für die Außenflächen, Dach- und Fassadenbegrünung sondern auch für Mobilitäts-, Energieversorgungs- und Beleuchtungskonzepte. Hier ist sicher noch mehr machbar als in den neuen Leitlinien vorgegeben wird, aber die Richtung, die die Stadt sich selbst vorgibt, stimmt. Planer und Bauherren können sich darauf einstellen.