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Kreisgruppe Hildesheim

Demonstrationen

"Agrarwende anpacken, Klima schützen!"

"Wir haben es satt!" 2020 in Berlin

Wir haben es satt 2020 Wir haben es satt 2020  (M. Köhler)

Noch etwas verschlafen, aber gut gelaunt starteten wir am Samstag den 18. Januar um 7:30 Uhr mit dem Bus in unser Demo-Abenteuer. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Peine waren wir mit nunmehr 30 Teilnehmern auf dem Weg nach Berlin. Unterwegs informierte uns der Kreisgruppenvorsitzende Matthias Köhler über den Konflikt zwischen Landwirt*innen, Naturschutzverbänden, EU, Bundesregierung und Bauernverbänden.

Es seien bewegte Zeiten: Buchstäblich und im übertragenen Sinn. Weil die Landwirt*innen gesellschaftlich und wirtschaftlich unter Druck stehen, rollen sie auf tausenden Traktoren in die Landeshauptstädte um zu protestieren. Sie verdienen zweifellos mehr Wertschätzung, allerdings kein Verständnis für ihr Festhalten am „weiter so“ und gegen überfällige Änderungen im Düngerecht und Verbesserungen beim Insektenschutz.

Gegen 11:30 Uhr erreichten wir die Straße des 17. Juni und machten uns ausgerüstet mit Warnwesten und verschiedenen Fahnen auf den Weg Richtung Demonstration. Dort erwartete uns die Auftaktveranstaltung mit zahlreichen Bannern, riesigen Ballons von BUND, Greenpeace, dem Deutschen Tierschutzbund und einer beeindruckenden fliegenden toten Biene der Bürgerbewegung Campact vor dem Panorama des Brandenburger Tors.

Auch hier rollten Landwirte mit ihren Traktoren, aber sie forderten gemeinsam mit 27.000 Menschen eine nachhaltige Politik, die Höfesterben und Artensterben gleichzeitig bekämpft. Dies ist der Kern der überfälligen Agrarwende: Keine Subventionen mit der Gießkanne mehr, sondern Steuergelder nur noch für gesellschaftlich erwünschte Leistungen. Wer, wie die Bauernverbände, an überholten Strukturen und Subventionen pauschal nach Fläche festhält, über den werden die bewegten Zeiten des Wandels hinwegrollen. Angesichts von Klimawandel und Artensterben fordert die Gesellschaft mehr Nachhaltigkeit und den Schutz der natürlichen Ressourcen. Es sind nicht mehr nur „grüne Spinner“, die dies tun. Der Wandel ist in Politik und Wirtschaft angekommen.

Klimastreik von Fridays For Future

Fridays For Future Demo in Hildesheim Fridays For Future Demo in Hildesheim  (M. Köhler)

Auch die BUND Kreisgruppe Hildesheim und die BUNDjugend haben sich am Klimastreik von Fridays For Future am 29. November 2019 in Hildesheim beteiligt. Es war wieder eine eindrucksvolle Kundgebung, die sich in gleich drei Demo-Zügen Richtung Hindenburgplatz bewegte. Die Hildesheimer Allgemeine spricht von 800 Teilnehmern, die Veranstalter nannten bei der Abschlusskundgebung am Hauptbahnhof 1300 Demonstranten, die mindestens zeitweise mit dabei gewesen sind. Lautstark forderten sie die Politik zum Handeln auf und ließen sich auch von dem zwischendurch einsetzenden heftigen Novemberregen nicht entmutigen. Im Gegenteil die Sprechchöre wurden eher noch lauter. Die Politiker, die jetzt zur Klimakonferenz in Madrid reisen, haben sie sicher gehört. Angesichts der immer deutlicheren und dramatischeren wissenschaftlichen Erkenntnisse ist sofortiges Handeln das Gebot der Stunde.

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