Zehn Balkonsolaranlagen gehen an die Gewinner der Müllwette 2025
Überreichen der Balkonkraftwerk an Gewinner der Müllwette 2025
Auch beim diesjährigen Frühjahrsputz gab es eine Müllwette von Fridays for Future. Wettpartner war diesmal nicht die Stadt selbst , sondern die städtischen Tochtergesellschaften EVI Energieversorgung, Stadtentwässerung Hildesheim SEHi und die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft GBG.
Die Wette: Wenn 2 große Container mit gesammeltem Müll gefüllt werden, kann pro fünf Kubikmeter Müll eine Balkonsolaranlage unter den eifrigen Müllsammlern verlost werden. Da insgesamt 50 m3 Müll gesammelt wurde, gab es 10 glückliche Gewinner. Die erhielten nun ihre Balkonsolaranlage aus den Händen von Fridays for Future und BUND Kreisgruppe Hildesheim. Der BUND konnte dank der finanziellen Unterstützung von EVI, GBG und SEHI die Anlagen kaufen, um sie an die von FFF ausgelosten Gewinner zu übergeben. Die produzieren nun kostenlosen Solarstrom und schützen so das Klima.
Bestimmung des Makrozoobenthos am Limbach bei Mehle
Mai/Juni 2025
Eintagsfliegenlarve Siphlonurus
(M. Köhler)
Tiere wie die Eintagsfliegenlarve auf dem Foto zählen zu den Bewohnern unserer Bäche und Flüsse. Sie kommen dort in vielen Arten und oft sehr zahlreich vor. Jedenfalls solange diese Gewässer nicht zu stark mit Nährstoffen und Pestiziden belastet sind. Das ist leider viel zu häufig der Fall. Schwärme von Eintagsfliegen über unseren Gewässern sind deshalb kaum noch zu beobachten.
Ob Gewässer durch die Einwirkung von Pestiziden geschädigt sind, kann man anhand des Vorkommens bzw. Nicht-Vorkommens empfindlicher Arten feststellen. Deshalb untersuchen wir seit 2021 Bäche im Landkreis Hildesheim im Rahmen des bundesweiten Citizen Science Projektes FLOW.
Diesmal waren wir am Limbach bei Mehle. Der Limbach entspringt im Osterwald und hat bis zu unserer Untersuchungsstelle an einem renaturierten Abschnitt beim Sportplatz von Mehle nur wenige hundert Meter durch die Feldmark zurückzulegen. Deshalb waren wir zuversichtlich, dort noch eine reichhaltige Fauna anzutreffen. Beim ersten Untersuchungstermin im April, bei dem die Gewässerstruktur beurteilt und die Wasserchemie getestet wurde, floss der Bach noch munter über die Steine im Bachbett. Wenige Wochen später im Mai, war er leider wegen des trockenen Frühjahrs fast verschwunden. Dennoch gingen uns nicht nur die abgebildete Eintagsfliegenlarve, sondern weitere Insektenlarven, Krebse und Würmer ins Netz.
Inzwischen haben wir die Daten unserer Beprobung in die FLOW App eingegeben. Anbei das Ergebnis. Die Gewässerstrukturgüte ist gut. Der Spear Index trotz der wenigen Exemplare, die wir aufgrund der Trockenheit nur keschern konnten, immerhin mäßig. Mit dazu beigetragen hat offenbar die hübsche Eintagsfliegenlarve auf dem Foto.
BUND fordert Lösung für die Kali-Althalde in Giesen
Mai 2025
Kaliberg
(M. Köhler)
Aktuell fließt kein Salzwasser von der Kalihalde bei Giesen mehr in die Innerste – die 1995 erteilte Einleiterlaubnis ist Ende 2023 ausgelaufen. Jetzt will die K+S AG das Salzwasser wieder über den Fluss entsorgen und hat eine neue wasserrechtliche Erlaubnis beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) beantragt. Der BUND warnt: Die Wiederaufnahme der Einleitung beeinträchtigt das Leben im Wasser erheblich und gefährdet das gesetzlich vorgegebene Ziel, einen guten ökologischen Zustand der Innerste zu erreichen. In einer aktuellen Stellungnahme fordert der Umweltverband nachhaltige Maßnahmen zur Reduzierung der Salzbelastung – zum Schutz von Wasser und Grundwasser.
Die Überwachungswerte für den Salzgehalt die Innerste sind im Antrag zu hoch angesetzt und müssen durch niedrigere, auf die Verhältnisse in der Innerste abgestimmte Werte ersetzt werden. Eine dauerhafte Lösung für den Schutz von Innerste und Grundwasser ist das jedoch nicht – denn die Ursache der Salzwasserbelastung, die Althalde, bleibt bestehen. Daher fordern wir, die massive Gewässerbelastung bereits an der Quelle zu stoppen, indem die alte Kalihalde abgedeckt oder ganz beseitigt wird.
Mehr dazu gibt es HIER.
Toxischer Etikettenschwindel: Alarmierende Pestizidfunde in als „bienenfreundlich“ deklarierten Blühpflanzen
Mai 2025
Als bienenfreundlich gekennzeichnete Scabiose
(M. Köhler)
Die Testaktion des BUND Niedersachsen, an der auch unsere Kreisgruppe beteiligt war, brachte besorgniserregende Ergebnisse: fast alle der in Baumärkten, Supermärkten und Gartencentern gekauften als „bienenfreundlich“ deklarierte Pflanzen waren mit Pestiziden belastet. Darunter solche, die tödlich für bestäubende Insekten sind. Anstatt Insekten etwas Gutes zu tun, schadet man ihnen sogar durch den Kauf stark belasteter, aber als „bienenfreundlich“ deklarierter Blühpflanzen.
Damit die Pflanzen schon früh im Jahr schön blühend angeboten werden können, werden sie aus wärmeren Ländern, z.B. Afrika, importiert und dort mit Insektiziden und Fungiziden behandelt. Besser ist es daher, Pflanzen aus heimischer Produktion zu kaufen, Pflanzenbörsen zu besuchen, Pflanzen zu tauschen oder selbst heranzuziehen.
Auch Küchenkräuter, wie Rosmarin und Bohnenkraut. wiesen teils auffallend erhöhte Pestizidwerte auf.
Mehr dazu gibt es HIER.
Außerdem gibt es noch einen Podcast von Radio Tonkuhle, in welchem Matthias Köhler sich zu diesem Thema äußert.
Jahreshauptversammlung der Kreisgruppe wählt Vorstand und nimmt Bericht über Jubiläumsjahr 2024 entgegen
Vorstand seit April 2025
Auf der Jahreshauptversammlung am 24.4.2025 bestätigte die BUND Kreisgruppe Hildesheim den bisherigen Vorstand für weitere drei Jahre im Amt und konnte Jürgen Menthe als neues Vorstandsmitglied hinzugewinnen. Der Vorstand besteht damit aus Matthias Köhler als Vorsitzendem, Catrin Dorow und Michael Reich als dessen Stellvertreter, Stefan Walingen als Schatzmeister sowie Jürgen Menthe, den die übrigen Vorstände freudig in ihrer Runde begrüßten.
Neu gewählt wurde Matthias Brand als Kassenprüfer und Nachfolger von Claudia Keil, die mit Dank aus diesem Amt verabschiedet wurde. Viel Lob erhielt sie auch für die Koordination der gerade beendeten Amphibienschutzaktion bei Röderhof.
In einer reich bebilderten Präsentation ließ der Kreisgruppenvorsitzender das Jubiläumsjahr 2024 noch einmal Revue passieren. Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der Kreisgruppe fand die Delegiertenversammlung des Landesverbandes in Hildesheim statt. Gekennzeichnet war das Jahr, ebenso wie die ersten Monate 2025, aber vor allem von den vielfältigen Aktivitäten der Kreisgruppe in den Bereichen Klima-, Wasser-, Natur- und Umweltschutz mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm, Arbeitseinsätzen, Infoständen, einem Balkonsolaranlagen Workshop, Teilnahme an Demonstrationen und Abgabe von Stellungnahmen zum Beispiel zur geplanten Ortsumgehung der B1 Burgstemmen/Mahlerten.
Nachruf
Gert Murschall an einem seiner Lieblingsplätze, dem Berggarten in Hannover .
(M. Murschall)
Wir trauern um Gert Murschall, Gründungsmitglied und ehemaliger Vorsitzender der BUND Kreisgruppe Hildesheim, der am 13.3.2025 verstorben ist.
Gert gehörte zu der kleinen Gruppe von Naturfreunden aus Bad Salzdetfurth, die sich zusammenfanden, um Amphibien vor dem Tod durch Überfahren auf einer Straße zu bewahren. Das gelang und führte zu der Erkenntnis, dass die Natur noch mehr und gut organisierte Unterstützer braucht. So gründeten sie 1984 die BUND Kreisgruppe Hildesheim, die schnell zu einem aktiven Umwelt- und Naturschutzverband mit 800 Mitgliedern, vielen Ortsgruppen und einem breiten Themenspektrum heranwuchs. Gert war treibende Kraft dieses Aufschwungs. Er erarbeitete sich Expertenwissen zu vielen Themen, argumentierte scharfsinnig und formulierte scharfzüngig. So holte er „seinen“ BUND aus der „Spinner“ Ecke, in die wir „Ökos“ damals noch oft gestellt wurden, und verschaffte ihm Aufmerksamkeit und Anerkennung in den politischen Gremien und der Öffentlichkeit.
Gert konnte sich und andere nicht nur für Umweltthemen, sondern für vieles andere begeistern. Er war Gartenfreund und Pflanzenexperte, Freund der klassischen Musik und Opernfan. Die BUND-Rundbriefe bereicherte er mit Nachrichten und Pflanzenporträts aus dem großen Garten, den seine Frau Maria und er rund um Ihr Haus in Klein Ilde angelegt hatten und liebevoll pflegten. Womöglich noch liebevoller kümmerten sich die Beiden um ihre Katzen und das Wohl der Gäste, die sie gern in Haus und Garten einluden.
Gert und die anderen Gründer*innen haben das Fundament unserer Kreisgruppe gelegt. Bis in die frühen 1990er Jahre hat er sie geprägt. Wir profitieren heute noch von den richtigen Weichenstellungen seiner Aufbauarbeit und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Wanderbaumallee willkommen im Wohl
April 2025
Wanderbäume wandern zum Wohl
(M. Köhler)
Geschafft!
Nach der langen Winterpause hat die Hildesheimer Wanderbaumallee die erste Station ihrer Stadtteilrundreise 2025, den Wohl, erreicht. Dort wurde sie sehr herzlich von Anwohnern der Süsternstraße und des Wohl willkommen geheißen. Beide Straßen sind Spielstraßen, in denen Schrittgeschwindigkeit gilt. Viele Auto- und auch Fahrradfahrer sind dort allerdings schneller unterwegs. Sie müssen nun einen kleinen Schlenker um die Wanderbaumelemente machen und insgesamt vorsichtiger fahren. Das ist wichtig, denn den Straßenraum teilen sie sich hier mit den Kindern der Anwohner und aus zwei ansässigen Kindertagesstätten sowie den Seniorinnen des Altenheims Magdalenenhof.
Das Orga-Team der Wanderbaumallee dankt Alex, Ruben und dem Team der Waldorfschule für die Beherbergung der Wanderbäume über den Winter und die Frühjahrskur mit frischer Farbe, die sie den Sitzelementen gegönnt haben. Herzlichen Dank auch allen, die die Wanderbäume mit Rollen versehen und vom Moritzberg auf den Michaelishügel geschoben haben.
Ein großer „Anschieber“ der Hildesheimer Wanderbaumallee im wörtlichen und übertragenen Sinn ist der Ortsbürgermeister von Innenstadt/Neustadt Tobias Eckardt. Die Aktion im Wohl hat er maßgeblich unterstützt und er war auch diesmal als Schieber mit dabei. Nicht zuletzt gilt unser Dank der Initiative aus dem Wohl für die Einholung der Erlaubnisse und den Empfang der Helfer mit Getränken, Kuchen und Snacks.
Wir wünschen „Wohlbefinden“ mit und unter den bald blühenden Wanderbäumen!
Balkon-Solaranlagen-Workshop: gut besucht mit guten Gesprächen
7.2.2025
Einige der BUND-Aktiven, die als „Experten“ für Beratungsgespräche zur Verfügung standen.
(M. Köhler)
20 Personen hatten sich zu unserem Workshop angemeldet, um zu erfahren, wie sie fossile Energie kostengünstig durch Sonnenenergie ersetzen können. Ihnen standen vier BUND-Aktive als „Experten“ für Beratungsgespräche zur Verfügung.
Den Einstieg machte eine kurze Präsentation, in der die Basics der Stecker-Solaranlagen erläutert wurden. Die Möglichkeiten eine solche Solaranlage anzubringen sind außerordentlich vielfältig. Das zeigten sowohl die vorgestellten Beispiele unserer Experten als auch die mitgebrachten Vorhaben der Gäste. Ob Garagen- oder Gartenschuppendach, Hauswand oder Balkongeländer, Flachdach oder Garten, mit oder ohne Speicher, mit zwei oder vier Paneelen, alles kommt in Frage und erfordert individuelle Lösungen, die wir mit unseren Gästen erarbeiteten. Einige verließen den Workshop mit einem konkreten Plan und der festen Absicht zum Solarstromproduzenten zu werden.
BUND bei Demo gegen rechts
1.2.2025
BUND bei der Demo für Menschenwürde und Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit und rechte Politik
(M. Köhler)
Wir waren heute Teil einer großen Bewegung: Der größten Demo, die Hildesheim je gesehen hat.
Es war sehr bewegend und ermutigend, gemeinsam mit mehr als 8000 Menschen für Menschenwürde und Stärkung der Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit und rechte Politik zu demonstrieren.
Weiter geht es beim Klimastreik am 14.2. bis zur Wahl am 23.2. Klima- , Umwelt-, und Naturschutz sind Menschenschutz und müssen zum großen Thema in diesem Wahlkampf werden. Natürlich wählen!
Gemeinsame Pressemitteilung von BUND und VCD zur Ortsumgehung Burgstemmen/Mahlerten
Januar 2025
Blick auf Burgstemmen. Die Südvariante der geplanten Ortsumgehung wird die reizvolle, durch Hecken und Bäche strukturierte Landschaft durchqueren.
(M. Köhler)
Für die B1 sind Ortsumgehungen von Hildesheim Himmelsthür, Burgstemmen/Mahlerten und Elze geplant. Als erste der drei neuen Trassen wird nun die Ortsumgehung von Burgstemmen und Mahlerten einer sogenannten Raumverträglichkeitsprüfung unterzogen. Die niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat dafür verschiedene Trassenvarianten (siehe Abbildung) vorgeschlagen und empfiehlt einen Straßenneubau südlich der beiden Orte.
Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Kreisgruppe Hildesheim haben im Verfahren, das vom Landkreis Hildesheim als Raumordnungsbehörde geführt wird, dazu Stellung genommen. Sie stellen übereinstimmend fest, dass es keine raumverträgliche Trassenvariante für einen Straßenneubau gibt. Das gesamte Vorhaben ist mit Klima- und Naturschutz nicht vereinbar. Näheres ist der Presseinformation zu entnehmen.
Genaueres kann in der "Raumverträglichkeitsprüfung für das Vorhaben B1 Ortsumgehung Burgstemmen / Mahlerten" nachgelesen werden.
Mitglieder der BUND Kreisgruppe Hildesheim beim Umzug in das neue Büro in der Schuhstraße 33
14.12.2024
Umzug in das neue Büro in der Schuhstraße 33
(U. Schmidt)
Unter tatkräftiger Mithilfe von Mitgliedern ist die BUND Kreisgruppe Hildesheim umgezogen.
Das neue Büro in der Schuhstraße 33, Ecke Pferdemarkt, liegt nur wenige Meter entfernt vom bisherigen Domizil in der Scheelenstraße 22. Deshalb konnte das BUND-Material und die Akten in Eigenleistung und mit Sackkarren in das neue Büro hinübergeschafft werden.
Mit dabei war auch Anton Schulte, der im neuen Jahr seinen Bundesfreiwilligendienst bei der BUND Kreisgruppe antreten und den BUND Vorsitzenden Matthias Köhler bei seiner Arbeit unterstützen wird. Bis auf die Adresse ändern sich die Kontaktdaten der BUND Kreisgruppe nicht.
Sicherer Wohnraum für Vögel und Fledermäuse dank „Heimatherzen“
16.11.2024
Stephan hängt Fledermauskasten an Pappel
(M. Köhler)
Unsere Streuobstwiese in Gronau bietet beste Voraussetzungen für ein artenreiches Tierleben. Sie ist rings von Wasser und Hecken umgeben. Wiese, Blühstreifen und Bäume liefern reichlich Futter für Insekten, wovon wiederum Vögel und Fledermäuse profitieren.
In Zukunft finden Sie dort nicht nur Nahrung, sondern auch sicheren Wohnraum. Beim letzten Arbeitseinsatz haben wir in den Bäumen rings um die Wiese „Luxusquartiere“ für Vögel und Fledermäuse aufgehängt. Sie bestehen aus robustem und warmen Holzbeton und sind einbruchsicher. Räuber wie Katzen, Marder und Waschbären haben keine Chance, sie aufzubrechen oder mit der Pfote in die Kinderstube zu greifen. So viel Sicherheit muss sein. Unsere Wildkameras zeigen, dass eine siebenköpfige Waschbärenfamilie sich in einer hohlen Weide einquartiert hat und die Wiese von dort aus Nacht für Nacht nach Futter absucht.
Zum Abschluss des Arbeitseinsatzes gelang es uns, einen Fledermaus-Großraumkasten in luftiger Höhe an einer mächtigen Pappel anzubringen. Darin kann eine größere Gruppe Fledermausmütter gemeinsam ihre Jungen aufziehen.
Das alles ermöglichte die Spendenaktion „Heimatherzen“ der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine, ohne die wir die nicht ganz billigen Quartiere nicht hätten beschaffen können.
Wanderbaumallee zieht zur Waldorfschule
4.11.2024
Umzug der Wanderbaumallee zur Waldorfschule
(M. Köhler)
Geschafft!
Die Wanderbaumallee hat das Ziel der letzten Wanderung in diesem Jahr, die Waldorfschule, erreicht. Ein unterwegs geplatzer, ein zerstochener und noch ein weiterer platter Reifen hat uns aufgehalten, aber nicht gestoppt.
Ein großer Dank an die Organisatoren und Pannenhelfer um Alex Schroeter. Dank auch an die Schüler*innen der Waldorfschule fürs Schieben.
Die Wanderbaumallee steht nun bis zum Adventsbasar am 23. November an der Waldorfschule und wird dort auch ihr Winterquartier finden.
Heideschutz auf dem Mühlenberg mit tatkräftiger Unterstützung aus Diekholzen
19.10.2024
Pflegeeinsatz auf der Schwarzen Heide
(M. Köhler)
Eingeladen und angeführt vom Bürgermeister Matthias Bludau waren zahlreiche Diekholzener auf den Mühlenberg gekommen, um die BUND Kreisgruppe beim Herbst-Arbeitseinsatz im Naturschutzgebiet „Schwarze Heide“ zu unterstützen. Es galt wieder einmal, die Heide von der Konkurrenz der zahlreich sprießenden Birken- und Pappelschösslinge zu befreien, damit sie auch im nächsten Jahr wieder schön blüht.
Nach der kurzen Einweisung durch den BUND Vorsitzenden Matthias Köhler gingen fast 30 Personen dem Baum-Jungwuchs mit der Hacke an die Wurzel, oder fällten junge Birken, um der Heide wieder mehr Licht zu verschaffen. Schließlich erhielt das Heidekraut noch einen verjüngenden „Spitzenschnitt“ mit der Heckenschere. In der Lüneburger Heide übernehmen diesen Job die Heidschnuckenherden, die es in unserer Region allerdings nicht gibt. Deshalb muss die Kulturlandschaft Heide hier in ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen gepflegt werden.
Wanderbaum hat Heimat gefunden
3.10.2024
Hopfenbuche hat in der Hildesheimer Braumanufaktur neue Heimat gefunden
(M. Keil)
Die Wanderung der Hopfenbuche, die der Hansetreck im Juni von Einbeck nach Hildesheim gebracht hatte, ist zu Ende. Sie hat nun im Garten der Braumanufaktur eine neue Heimat gefunden und darf dort dauerhaft Wurzeln schlagen.
Im Juni hatte nicht nur unser Oberbürgermeister, sondern die komplette Hildesheimer Wanderbaumallee den Hansetreck, der mit Lastenrädern auf den Spuren der Hanse von Einbeck nach Lübeck unterwegs war, auf dem Hildesheimer Marktplatz begrüßt. Als Gastgeschenk brachten die Einbecker passenderweise eine Hopfenbuche mit, die an die Hildesheimer Wanderbaumallee übergeben wurde. Nun im Herbst, fand die Wanderung der Hopfenbuche ein Ende. Sie wurde von Malte Feldmann (Braumanufaktur), Martin Keil (Hansetreck) und dessen Töchtern sowie Aktiven des ADFC und des BUND Hildesheim eingepflanzt und mit einem kräftigen Schluck „Buche“ Bier begossen. Möge sie gut gedeihen!
Übrigens: Die Hopfenbuche ist eine mediterrane Baumart, die aber wegen des Klimawandels auch bei uns ein geeigneter Stadtbaum ist. Ihren Namen verdankt sie ihren Früchten, die Hopfendolden ähneln.
Wanderbaumallee zieht in die Heinrichstraße
1.10.2024
Streuobstwiesentag in Gronau
29.9.2024
Streuobstwiesenfest
(M. Köhler)
Die Möglichkeit, Äpfel zu pflücken und zu probieren, das Angebot von Kaffee und Kuchen und allerbestes Herbstwetter lockte viele Besucher auf die Streuobstwiese des BUND in Gronau. Ausgerüstet mit Apfelpflücker und Korb spazierten sie durch die Reihen der mehr als 60 verschiedenen Obstbaumsorten. Dort hatte unser Wiesenbetreuer Stephan Thiele die Bäume, die gerade pflück- und genussreifen Äpfel trugen, mit einem Sortensteckbrief gekennzeichnet, der zur praktischen Tüte gefaltet auch gleich als informative Verpackung der Apfelproben dienen konnte.
Infos zu Obstsorten sowie zum artenreichen Pflanzen- und Tierleben auf der Streuobstwiese gab es auch am BUND-Stand. Dort war auch ein eindrucksvolles Video des Naturfotografen Bastian Schmitt zu sehen, das zeigte was sich im Verborgenen im Schutz der Dämmerung am Leineufer tut. In kurzer Abfolge hatte er Aufnahmen aus seinen Wildkameras zusammengeschnitten, auf denen Dachs, Biber, Nutria, Waschbären und einige Arten mehr zu sehen waren.
Während am Infostand gefachsimpelt und Quartiere für Ohrenkneifer gebastelt wurden, kümmerten sich andere BUND Aktive um die Obstbäume und versahen die Stämme mit einem Anstrich zum Schutz vor Frostrissen.
Vielen Dank an alle, die mit vollem Einsatz, Kuchenspenden, guten Ideen und guter Laune zum Gelingen dieses Streuobstwiesentage beigetragen haben.
Unsere Jubiläumsfeier
Jubiläumsfeier
(M. Köhler)
Was hatten wir am Samstagabend für ein Glück! Wir konnten unsere Feier zum 40-jährigen Jublileum unserer Kreisgruppe so feiern, wie wir uns das gewünscht hatten.
Es war toll einen herrlichen Sommerabend mit netten Gästen und guter Musik am Ufer der Innerste zu verbringen. Das gibt Schwung für die nächsten 40 Jahre.
Vielen Dank an Alle, die durch ihre Anwesenheit und/oder ihrer tatkräftige Mithilfe zum Gelingen der Feier beigetragen haben.
40-jähriges Bestehen der Kreisgruppe Hildesheim
Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der BUND Kreisgruppe Hildesheim fanden sich Ludger Ernst, Gründungsmitglied der Kreisgruppe, sowie der Kreisgruppenvorsitzende Matthias Köhler in der Redaktion der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung ein.
Im Interview mit der Redakteurin Kathi Flau blickten sie auf die Anfangszeit der Kreisgruppe und wichtige BUND Projekte aus vier Jahrzehnten zurück. Daraus und aus einigen Fotoschätzen, die aus dem Archiv der Hildesheimer Allgemeinen zu Tage gefördert wurden, entstand dieser ganzseitige Artikel in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung vom 30. Juli 2024. (Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung)
ADFC-BUND-Tour zur Leineschleife bei Ruthe
3.8.2024
Halt am ehemaligen Waschplatz an der Panzerstraße am Osterberg Richtung Giesen
(S. Walingen)
Am 03.08.2024 fand die von ADFC und BUND gemeinsam durchgeführte Radtour zur Leineschleife Ruthe statt. Unter der Leitung von Michael Struck (ADFC) haben sich bei bestem Wetter 14 Teilnehmer*Innen auf den Weg über Giesen und Sarstedt nach Ruthe gemacht. Bei Stopps erläuterte zunächst Michael Struck den Hintergrund der Umgestaltung der ehemaligen Waschanlage an der Panzerstraße nach Giesen. Dabei soll durch die Rückhaltung von Regenwasser neuer Lebensraum für die hier vorkommenden Urzeitkrebse entstehen. Am Kaliberg bei Giesen berichtete Stefan Walingen (BUND) über die von Kali + Salz geplante Wiederinbetriebnahme des Bergwerks Siegfried Giesen und den aktuellen Stand der Klage des BUND gegen die dafür erfolgten Genehmigungen.
Gegen Mittag erreichten die Radler*Innen die Leineschleife bei Ruthe und wurden von dem Vorsitzenden des Sportfischervereins Sarstedt Udo von Wrycz-Reckowsky herzlich begrüßt. Nach einer kurzen Stärkung berichtete der Vorsitzende über die zahlreichen Aktivitäten des Vereins, der an diesem Ort zwei miteinander verbundene Teiche besitzt. Neben Informationen zu hier lebenden Fisch- und Wildtierarten gab es anhand Fotos einen Einblick über die Hochwassersituation an der Stelle im Winter. Es folgte eine Begehung der Anlage mit weiteren Details.
Auf dem Rückweg stoppten die Radler*innen noch am Entenfang in der Feldmark zwischen Giften und Giesen, wo Michael Struck erklärte, mit welcher Methode im 19. Jahrhundert dort Enten zum Verzehr gefangen wurden. Zum Abschluss der Tour gab es noch das Angebot zu einem Besuch in der Hildesheimer Braumanufaktur. Weitere gemeinsame Radtouren von ADFC und BUND sind bereits geplant.
Hanse Treck trifft Wanderbaumallee auf dem Hildesheimer Marktplatz
29.6.2024
Hopfenbuche wird Matthias Köhler für die Wanderbäume überreicht
(U. Köhler)
Der Hanse Treck mit dutzenden Lastenrädern voller nachhaltiger Produkte rollt von Einbeck nach Lübeck auf den Spuren der Hanse und machte am Samstag dem 29.Juni in Hildesheim Station.
Zum Empfang stand nicht nur OB Dr. Ingo Meyer, sondern auch die Hildesheimer Wanderbaumallee bereit. Auf einem der Lastenräder brachten die Einbecker nämlich als Gastgeschenk einen „Wanderbaum“, eine kleine Hopfenbuche, mit. Sie soll Teil der Wanderbaumallee werden, bevor sie auf dem Gelände der Hildesheimer Braumanufaktur eine neue Heimat finden wird.
Stellvertretend für das Orgateam der Hildesheimer Wanderbaumallee nahmen Dieter Bode und der BUND Vorsitzende Matthias Köhler das Gastgeschenk von den in historischen Kostümen gekleideten Botschaftern der Hanse in Empfang. Anschließend zog die Wanderbaumallee weiter vor das Haus Bismarckplatz 10, wo der HAWK Studiengang Konservierung und Restaurierung untergebracht ist. In den kommenden Sommerwochen werden die Studierenden die Sitzgelegenheiten im Schatten der Wanderbäume genießen können.
BUND Landesdelegiertenversammlung tagt in Hildesheim und ruft zur Teilnahme an der Europawahl auf
8.6.2024
Am Vortag der Europawahl fand die Delegiertenversammlung des BUND Landesverband Niedersachsen in Hildesheim statt. Aus Anlass des 40-jährigen Bestehens der BUND Kreisgruppe Hildesheim waren knapp 100 Delegierte in unsere Stadt gekommen. Sie wählten einen neuen Landesvorstand, beschlossen umfangreiche Satzungsänderungen und informierten sich anhand eines Vortrags von Frau Prof. Christina von Haaren über die „Energiewende im Einklang mit Mensch und Natur.“
Die in ihrem Amt bestätigte Landesvorsitzender Susanne Gerstner wies auf die weitreichenden Auswirkungen der Europawahl auf die Umweltpolitik auch auf Bundes- und Landesebene hin. Sie forderte: „Das neue EU-Parlament muss sich für eine ökologische und sozial gerechte Transformation der EU und ihrer Mitgliedstaaten einsetzen. Nur so kann es gelingen, die Klimakrise zu begrenzen, die biologische Vielfalt zu bewahren und die Lebensgrundlagen auch für künftige Generationen zu schützen.“
Mit einer Fotoaktion der Delegierten, des Landesvorstands und der Geschäftsführung vor dem Hildesheimer Dom ruft der BUND Niedersachsen daher alle Bürger* innen auf, wählen zu gehen und sich für ein demokratisches, ökologisches und soziales Europa einzusetzen.
Diese EU Wahl ist eine Richtungswahl. Sie entscheidet darüber, ob es weiter mit dem Green Deal in Richtung Nachhaltigkeit geht, oder ob eine Mehrheit aus konservativen und rechten Parteien den jetzt bereits spürbaren Gegenwind für den Natur und Klimaschutz zu einem Rollback verstärkt.
Darum lasst uns diese Chance auf Einflussnahme nutzen. Wählen wir Parteien, die sich für unsere Anliegen einsetzen. Inwieweit die deutschen Parteien dies getan haben, lässt sich beispielsweise auf den Themenseiten des BUND Bundesverbandes https://www.bund.net/europawahl/ erkennen.
Kräuterwanderung
April 2024
Teilnehmer an der Kräuterwanderung
(M. Köhler)
Unserer Einladung zu einer Kräuterwanderung im Naturschutzgebiet „Lange Dreisch und Osterberg“ im Norden Hildesheims folgten mehr als 30 Menschen.
Bei bestem, schon frühsommerlichem Wetter führte Gerhard Leschik sie durch das „nationale Naturerbe“ zu den Standorten bekannter oder auch nicht so bekannter Pflanzen wie dem Labkraut, der Knoblauchsrauke, dem duftenden Veilchen, dem Odermennig oder dem Frühlingsfingerkraut.
Zu allen Pflanzen gab es Hinweise zu Inhaltsstoffen, Wirkungsweisen und möglichen Anwendungen in der Küche oder als Hausmittel.
Der BUND Vorsitzende Matthias Köhler rundete das Bild mit Informationen zum Naturschutzgebiet, seiner Pflege durch Beweidung und den schutzwürdigen Arten, wie z.B. dem Urzeitkrebs ab. Auch die mögliche Zerschneidung des Gebiets durch die geplante Nordumfahrung Hildesheims wurde angesprochen.
Wir werden in Kürze weitere Kräuterführungen anbieten.
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