Kreisgruppe Hildesheim

Natur erleben: BUND Führungen und Exkursionen

Natur erleben in Corona Zeiten

Naturschutzverbände geben Ausflugstipps

Wrisbergholzen Wrisbergholzen  (M. Köhler)

Derzeit verreisen wegen der Corona Krise weniger Menschen ins weit entfernte Ausland, sondern verbringen mehr Zeit in ihrem näheren Umfeld. Dies erschien uns nun ein geeigneter Zeitpunkt Ihnen Tipps zu Naturerlebnissen im Hildesheimer Land zu geben.

Hildesheimer Naturschutzverbände haben deshalb in einer gemeinsamen Aktion eine Reihe von Ausflugstipps zu attraktiven Zielen zusammengestellt. Die Hildesheimer Allgemeine Zeitung stellt diese 10 Routen in einer Artikelserie vor.

Sie erhalten so nicht nur praktische Hinweise auf Sehenswertes in der Natur, sondern auch passende Hintergrundinformationen. Gruppen, Personen und Institutionen werden vorgestellt, die durch ihren Einsatz das besondere Naturerlebnis überhaupt erst ermöglichen, indem sie Streuobstwiesen anlegen, Halbtrockenrasen pflegen, Gewässer renaturieren, Kopfbäume schneiteln und vieles mehr. 

BUND, OVH und auch die Paul Feindt Stiftung haben daran mitgewirkt, dass nun jede Woche eine Route in der HAZ vorgestellt wird.

Wrisbergholzen und Wernershöhe

Ausflugstipp Nummer 1

Wrisbergholzen Wrisbergholzen  (M. Köhler)

Hier gibt es zwei Spaziergänge, die kombiniert werden können. Startpunkte sind Wrisbergholzen (Parkplätze unterhalb der Kirche) sowie die Kulturherberge Wernershöhe.

Vom Startpunkt in Wrisbergholzen geht es immer den Berg hinauf, an der Kirche vorbei, über die Hauptstraße und über die Straße "Alte Chaussee" zum Grillplatz mit der Florianshütte. Von dort steigt der Weg weiter an durch die offenen Bereiche der Wacholdertrift. Oben angekommen wendet man sich nach rechts und gelangt nach Durchquerung eines Bereichs mit dichteren Büschen auf die Hochfläche mit dem Ackerwildkrautprojekt Wernershöhe.

Vom Kunstpfad genießt man schöne Ausblicke hinab ins Tal und hinüber zum Griesberg. Ist die Eschenallee erreicht geht es nach rechts durch die Allee und durch ein Waldstück wieder zurück nach Wrisbergholzen oder nach links durch die Eschenallee in Richtung Kulturherberge. Von dort kann man eine weitere Runde über die Hochfläche mit den Kalkscherbenäckern und den Ackerwildkräutern anschließen.

Hier gibt es die dazugehörige Karte.

Diese Route wurde auch schon in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung publiziert. Als pdf ist der schöne Artikel hier zu lesen.


Heberberg

Ausflugstipp Nummer 2

Gerd Heine Weg Gerd Heine Weg  (M. Köhler)

Vom Startpunkt am Klausbergweg geht es zuerst einen Fußweg hinauf und anschließend auf gewundenem Pfad durch einen Niederwald bis zur großen Wiese vor dem Übungsgelände des Hundevereins.

Im folgenden Geländeeinschnitt beginnt der Gerd Heine Weg, dem wir durch den Wald mit teils skurrilen Baumgestalten folgen. Auf dem Hinweg gehen wir oberhalb des alten Steinbruchs. Auf dem Rückweg ist er dann besser einsehbar.

Zwischendurch sind immer wieder Ausblicke über die Äcker hinüber zur Harplage möglich. Für den Rückweg sollte man nicht verpassen, sich rechtzeitig nach rechts zu wenden. Der Weg führt dann - wie eben erwähnt - unterhalb der Steinbrüche entlang (diese bitte nicht betreten).

Der Weg gabelt sich am Waldrand. Unterhalb der Hundevereinsfläche führt die Fortsetzung des Klausbergwegs wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Hier der Link zur Karte.

Und den Artikel der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung zu diesem Thema gibt es hier zum Herunterladen.

 


Gallberg

Ausflugstipp Nummer 3

Gallberg Gallberg  (M. Köhler)

Eine weitere schöne Wanderung gibt es am Gallberg. Der interessanteste Teil dieser Wanderung ist der Rücken des Gallbergs bis in den Wald hinein zur Fläche mit der Eichenverjüngung.

Von dort aus kann man wieder zurück bis zum Wegkreuz gehen, dann nach links schräg den Hang hinab und dann am Fuß des Gallbergs entlang zum Ausgangspunkt zurück.

Dies ist auch die Route des Naturerlebnispfads "Gallberg".

Und den Artikel der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung zu diesem Thema gibt es hier zum Herunterladen.


Irmenseul

Ausflugstipp Nummer 4

Irmenseul Irmenseul  (M. Köhler)

Auch in Irmenseul gibt es eine Rundtour. Sie fängt am Wanderparkplatz am Ortsausgang von Irmenseul an und geht hinauf auf den Romberg mit der "Irminsul" (aufgestellt 1996 vom Heimatverein Irmenseul). Die Irminsul war ein Heiligtum der Sachsen, das im achten Jahrhundert auf Veranlassung Karls des Großen zerstört wurde.

Dann geht es hinüber zu den blütenreichen Halbtrockenrasen und der Streuobstwiese im Naturschutzgebiet.

Der Abstieg ist auf kurzem Wege vorbei an einer schönen Eiche.

Hier gibt es den Link zur Karte.

Und den Artikel der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung zu diesem Thema gibt es hier zum Herunterladen.


Am roten Stein

Ausflugstipp Nummer 5

Am roten Steine Am roten Steine  (M. Köhler)

Dieser Spaziergang geht auf der Aussichtsterrasse des Naturschutzgebiets "Am roten Steine" oberhalb des Innerstetals lang.

Der Rundweg kann an der Marienburger Straße, Haltestelle Südfriedhof, oder an der Straße "Am roten Steine" gestartet werden. Von dort gelangt man am schnellsten über einen schmalen Weg entlang der Häuser hinauf zum Naturschutzgebiet.

Die weiten Wiesenflächen oberhalb des Steilhangs der Innerste werden von 11 Pferden kurz gehalten. Weideunkräuter wie den seltenen "Deutschen Ziest" meiden sie.

Der Panoramaweg lässt sich auch in Richtung Domäne Marienburg weiter begehen. Bei feuchtem Boden wird der Abstieg ins Innerstetal allerdings schwierig. Daher ist hier die Runde um und durch den Südfriedhof empfohlen.

Hier gibt es die Route.

Und hier gibt es den Artikel aus der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung.

Mehr zu diesem Naturschutzgebiet gibt es in dieser Broschüre zu lesen.


Gronauer Masch

Ausflugstipp Nummer 6

Gronauer Masch Gronauer Masch  (M. Köhler)

Bei diesem Ausflugstipp handelt es sich um einen Rundweg von insgesamt 7 km Länge - wenn der Aussichtspunkt auf dem Uthberg mitgenommen wird - durch das Naturschutzgebiet Gronauer Masch.

Hier gibt es auch die Möglichkeit Wasservögel vom "Ententurm" aus zu beobachten. (Fernglas nicht vergessen!)

Es gibt außerdem Feuchtgebiete, Weidelandschaft mit "Welsh Black" Rindern und Obstbäume in der Leineaue. Da die Strecke lang und der Wegezustand durchgehend gut ist, bietet es sich an, die Runde in eine Fahrradtour einzubauen.

Hier gibt es die Route.

Und hier gibt es den Artikel aus der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung.


Bruchgraben

Ausflugstipp Nummer 7

Bruchgraben Bruchgraben  (M. Köhler)

Bei diesem Ausflugstipp handelt es sich um eine kurze Radtour durch die Börde zum neuen Aussichtsturm über dem renaturierten und in Mäander gelegten Bruchgraben.

Startpunkt der Tour ist der Bahnhof Harsum, oder alternativ ist als Start auch der Bahnhof Algermissen (Gelber Zubringer) möglich.

Hier gibt es die Route.

Und hier gibt es den Artikel der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung.


Mastberg

Ausflugstipp Nummer 8

Mastberg Mastberg  (M. Köhler)

Bei diesem Ausflug geht es auf einem Rundweg um den Mastberg.

Die Route führt zuerst entlang der Innerste zum Infopavillon und zur Brücke zu den Bungenpfuhlwiesen. Von dort geht es hinauf zur ehemaligen Panzerstraße. Oben angekommen sollte man sich nach links wenden und am Westrand des Mastbergs an den "Geisterbäumen" entlang mit Blick auf die weiten Wiesen des Naturschutzgebietes "Lange Dreisch" zurück zum Ausgangspunkt gehen.

Hier gibt es die Route.


Jahresabschlusswanderung der OG Lamsprige

Am Gerd Heine Stein, stehend links K. H. Wiese 2. Vorsitzender, stehend von rechts G. Löke 1. Vorsitzender Am Gerd Heine Stein, stehend links K. H. Wiese 2. Vorsitzender, stehend von rechts G. Löke 1. Vorsitzender  (W. Frisch)

Wie in jedem Jahr haben die Aktiven der OG zum Ende des Jahres 2019 eine kurze Wanderung gemacht. Leider konnten krankheits-und urlaubsbedingt nicht alle Fleißigen teilnehmen.

Es ging bei Gegenwind wieder auf den Heberberg und durch das gleichnamige Naturschutzgebiet. Am Gerd Heine Stein machten wir eine kurze Rast und weiter ging es auf dem Gerd-Heine-Weg. Leider konnte unser Ehrenvorsitzender Gerd Heine nicht teilnehmen, er geht auf den 89. Geburtstag zu und das Laufen fällt ihm schwer.

Die Wanderer freuten sich an ihren hier geleisteten Entböschungsarbeiten in den ehemaligen Steinbrüchen, wo sich die Rotelistenblüher nun wieder entfalten können. Leider haben auch hier die vergangenen trockenen Jahre ihre Spuren hinterlassen. Über den Trompeter ging es zurück in Richtung Lamspringe auf dem Wirtschaftsweg am östlichen Heberhang. Hier hatte Dr. Wilken Krending, Klostergut, an dem von der Ortsgruppe angelegtem Aussichtspunkt die Feldrandhecke gestutzt. Mit nun wieder freiem Blick auf den Söhrberg ging es weiter.

Gegen Mittag erreichten wir das Weiße Roß, wo uns kräftiger Grünkohl mit Zutaten erwartete. Einige weitere Helfer hatten sich bereits hierher begeben, so auch Gerd Heine, der sich das Essen schmecken ließ und sich unter seinen alten Mitstreitern sichtlich wohl fühlte. Bei anregenden Gesprächen mit Planungen für das Jahr 2020 zur Erhaltung von Biotopen und anderen naturwertvollen Bereichen klang der Nachmittag langsam aus.


 

Pilze: gemeinsam sammeln, kochen und genießen

Beim Kochen der gesammelten Pilze mit Herrn Labitzke Beim Kochen der gesammelten Pilze mit Herrn Labitzke  (M. Hilgenfeld)

Bei sonnigem Herbstwetter und guter Stimmung fand am Sonntag eine Pilzsuche auf dem Rottsberg mit dem Experten Horst Labitzke statt. Elf eifrige Sucher wurden immer wieder fündig und entdeckten eine reiche Auswahl an essbaren Sorten, aber auch das ein oder andere giftige Exemplar.

Herr Labitzke nahm die Fundstücke immer wieder auch kritisch unter die Lupe und half nicht nur mit den richtigen Namen wie Mönchskopf, Butterpilz, Schirmling oder Bovist, sondern wies auch auf die Besonderheiten hin und machte auf die Verwendungsmöglichkeiten aufmerksam. So konnten selbst erfahrene Pilzsammler noch einiges an neuem und amüsantem Wissen mitnehmen.


Nachdem die Körbe aller voll waren, wurden gemeinsam im b-west der Fund begutachtet, fachmännisch geputzt und über geeignete Zubereitungen gesprochen. So wurde ein großer Teil blanchiert und dann den in Butterschmalz angebrateten Pilzen hinzugegeben. Zusammen mit Schmand und Saurer Sahne entstand so ein einfaches und herrliches Pilzgericht, das allen mundete. Einhellig war die Meinung, das eine Wiederholung im nächsten Jahr dringend nötig sei, um von dem umfangreichen Wissen von Herrn Labitzke weiter zu profitieren.


 

Ausflug zur Grünbrücke über die A7 im Hainberg

Herr Wolf bei der Führung zur Grünbrücke über die A7 im Hainberg Herr Wolf bei der Führung zur Grünbrücke über die A7 im Hainberg  (M. Köhler)

Ein Jahr nach der offiziellen Fertigstellung der Grünbrücke über die A7 haben wir die Brücke am 22. September 2019 besucht.

Herr Wolf von der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aus dem Geschäftsbereich Gandersheim berichtete über ihre Entstehung, Funktion und erste Erkenntnisse über ihre Akzeptanz bei den „Nutzern“, den Wildtieren.

Autobahnen stellen für Wildtiere ein unüberwindbares Hindernis dar und das nicht nur wegen ihrer Breite und des dichten Verkehrs, sondern weil sie beidseits mit Wildschutzzäunen gesichert sind. Autobahnen stoppen die Wanderbewegungen aller Wildtiere vom Rothirsch bis zum Laufkäfer. Und zerschneiden ihre Lebensräume.

Dies ist auch im Hainberg bei Bockenem der Fall. Deshalb wurde dort als Ausgleichsmaßnahme für den sechsspurigen Ausbau der A7 eine Grünbrücke errichtet, die die Waldlebensräume zu beiden Seiten der Autobahn wieder miteinander verbinden soll.

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