Kreisgruppe Hildesheim

Mäuse zu haben, erfreut auch die Schleiereule - Vortrag von Angelika Krueger: Schleiereulen im Raum Hildesheim

Neun junge Schleiereulen Neun junge Schleiereulen  (A. Krueger)

Wer freut sich nicht, viele Mäuse zu haben. Das Wortspiel mit der bekannte Redewendung wird im Zusammenhang mit Schleiereulen sehr konkret. Im Rahmen des Vortrages von der Hildesheimer Fachfrau für Eulen, Angelika Krueger, wurde deutlich, dass in der zurückliegenden Brutsaison die Schleiereulen im Raum Hildesheim sehr erfolgreich gewesen sind. Das zeigen die Sichtungen aus den 90 betreuten Brutkästen rund um Hildesheim. Besonders erfreulich waren die vielen Mehrfachbruten. Weitere Daten sind in den beigefügten Folien zu finden (1, 2, 3).

Die Bestände der Schleiereulen sind jedoch über den Zeitablauf betrachtet nicht stabil und an vielen Stellen Deutschlands sogar über die letzten Jahre hinweg deutlich rückläufig. Veränderte Lebensräume und der Wegfall von möglichen Brutplätzen sind oftmals der Hintergrund dieser Entwicklung.

In 2019 war im Umland von Hildesheim ein sogenanntes Mäusejahr zu verzeichnen. „Das wird als ein wesentlicher Faktor für die erfolgreiche Brutsaison 2019 gesehen …“,  so Angelika Krueger, die mit ihrem Team zum einen eine Reihe von in Hildesheim bekannten Schleiereulenkästen regelmäßig kontrolliert hat. Zum anderen sind mehrere neue Brutkästen installiert worden.

In den nächsten Jahren soll insbesondere das Monitoring vorgesetzt werden, um weitere Erkenntnisse zu den Bestandsentwicklung zu erlangen.


Themenabend Wasserschutz: Auf dem Weg zum guten Zustand

Mit Beiträgen von Lothar Gerner, BUND Nienburg

Sohlschwelle unterhalb der Kläranlage Giesen Sohlschwelle unterhalb der Kläranlage Giesen  (M. Köhler)

Auf dem Weg zum guten Zustand?

So lautete der Titel einer Veranstaltung zu der die BUND Kreisgruppe unter anderem auch Politiker eingeladen hatte. Der gute ökologische Zustand ist das von der europäischen Wasserrahmenrichtlinie für unsere Gewässer vorgegebene Ziel, von dem sie aber noch weit entfernt sind.

Lothar Gerner, der „Wasserexperte“ der BUND Kreisgruppe Nienburg sowie Matthias Köhler von der BUND Kreisgruppe Hildesheim stellten Maßnahmen vor, die dazu beitragen können, dieses Ziel zu erreichen.

Auch im Landkreis Hildesheim gibt es seit langem sogenannte Gewässerentwicklungspläne für die Leine, die Innerste, die Lamme und die Nette. Nur sehr wenige der in diesen Fachgutachten enthaltenen Vorschläge wurden jedoch bislang umgesetzt. Immer noch versperren Wehre den wandernden Fischarten den Aufstieg zu ihren Laichgründen. Begradigte, eingetiefte und monotone Flussabschnitte bieten wenig Lebensraum.

Lothar Gerner zeigt anhand praktischer Beispiele was im Landkreis Nienburg getan wurde, um Gewässer zu renaturieren.

Die zahlreichen Fragen und Redebeiträge der interessierten Zuhörer zeigten, dass auch im Landkreis Hildesheim mehr Gewässerentwicklung notwendig ist.

Mehr zum Thema Gewässerentwicklung gibt es HIER.

Präsentation zum Thema "Wasserrahmenrichtlinie - mögliche Projekte" von Lothar Gerner und "Gewässer im LK Hildesheim. Auf dem Weg zum guten Zustand" von Matthias Köhler zum Download.